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FIFA-Direktor Kevin Lamour schießt gegen Präsident Gianni Infantino: "Verachtung und Einschüchterung"
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Droht Infantino jetzt der WM-Boykott?
Videoclip • 01:55 Min • Ab 12
Nach dem Bekanntwerden der WM-Verkaufspläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt es Widerstand in den eigenen Reihen gegen den Schweizer.
Die angeblichen WM-Verkaufspläne der FIFA rund um Präsident Gianni Infantino sorgen nun auch für Kritik am Schweizer aus den eigenen Reihen.
FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour sagte in einer Stellungnahme bei der Nachrichten-Agentur "AP", dass die Mitarbeiter des Weltverbandes durch den Plan Infantinos zum Verkauf von Anteilen an der WM an Investoren "getäuscht" wurden, der Plan dürfe "nicht umgesetzt werden".
Die FIFA-Angestellten hätten "etwas Besseres verdient als Verachtung und Einschüchterung".
Konkret wirft er Infantino sogar einen Alleingang bei der Causa rund um die Investoren-Pläne zur WM vor: "Es ist das Projekt einer einzigen Person."
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Lamour contra Infantino: "Werde heute Nacht ruhig schlafen"
Dass Lamour durch seine öffentliche Positionierung gegen den mächtigen FIFA-Boss möglicherweise seinen Hut nehmen muss, nimmt er gelassen. "Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann soll es so sein. Ich werde diese Entscheidung verstehen und respektieren. Aber zumindest werde ich heute Nacht ruhig schlafen."
Lamour und Infantino verbinden eine Zusammenarbeit über viele Jahre bei der FIFA und zuvor bei der UEFA. Nun wendet sich der langjährige Weggefährte gegen den umstrittenen Präsidenten.
"Dieses Projekt darf nicht nur nicht umgesetzt werden - vielmehr ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen müssen", so der FIFA-Betriebsdirektor weiter.
Schon vor Lamour zog Carlos Cordeiro persönliche Konsequenzen aus den Machenschaften von Infantino. Aus Protest gegen den geplanten Einstieg von Investoren bei FIFA-Turnieren legte er sein Amt nieder. Cordeiro war zuletzt Vertreter der FIFA in der Arbeitsgruppe im Weißen Hauses anlässlich der WM 2026.
Auch interessant: WM-Verkaufspläne: UEFA-Boykott würde Turnier im September betreffen Und: Infantino verliert wichtigsten Vertrauten: "Kann nicht tatenlos zusehen"
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