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WM-Verkaufspläne von Gianni Infantino: Bayern-Präsident Herbert Hainer äußert klare Forderung

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von ran.de

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:56 Min


Die umstrittenen WM-Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino sind vom Tisch, doch die Kritik am Schweizer ebbt nicht ab. Bayern-Präsident Herbert Hainer findet ebenfalls klare Worte.

Nach dem Scheitern der umstrittenen Investorenpläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino rund um die Fußball-WM hat sich Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, erleichtert gezeigt.

"Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist", sagte er vor der Abreise des Rekordmeisters Richtung Asien, wo die Bayern eine gut einwöchige Marketingreise absolvieren.

Hainer zeigte sich fassungslos über das Vorgehen der FIFA. "Ich denke, die UEFA hat ganz klar gesagt, dass sie Transparenz vermisst – und hat auch von Vertrauensverlust gesprochen. Dieser Vorgang ist eigentlich unglaublich, dass niemand eingeweiht war vorher von den ganzen Verbänden und das über Nacht auf den Tisch kam", stellte der 72-Jährige fest.

Infantino hatte am Dienstag mitgeteilt, dass er die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln sollte, plane. An dieser sollten externe Investoren Anteile erwerben können.

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Hainer fordert: "So eine Idee" darf "nicht mehr auf den Tisch" kommen

Medienberichten zufolge hatte Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt, die Verbände sollten mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert werden. Eine einfache Mehrheit hätte ausgereicht, um das Vorhaben umzusetzen.

Am Donnerstag hatte dann zunächst die UEFA einen Boykott aller FIFA-Turniere angekündigt, sollte Infantino seinen Investorendeal durchdrücken. Dieser Gegenwehr schlossen sich CONCACAF, der Verband für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, und die asiatische Fußball-Konföderation (AFC) an. Der Druck auf Infantino wuchs, am Freitag trat auch sein leitender Berater Carlos Cordeiro aus Protest zurück. Am Samstagmorgen deutscher Zeit beerdigte Infantino die Idee schließlich.

Hainer betonte die Notwendigkeit eines unabhängigen Fußballs. "Ich denke, Fußball muss Fußball bleiben. Die FIFA hat als oberster Dachverband die Aufgabe, den Fußball zu organisieren. Wenn Fremdinvestoren mitbestimmen wollen, dann besteht immer die Gefahr, dass es an die Grundprinzipien und Grundstrukturen des Fußballs geht und dass man sich vergreift", stellte er klar.

Als Folge kommt für Hainer nur ein Fazit infrage: "Ich denke, man muss jetzt sicherstellen, dass so eine Idee nicht mehr auf den Tisch kommt."

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