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WM 2026: Beschwerde gegen FIFA wegen möglicher ICE-Einsätze

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 01:01 Min


Seit den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten und der Tötung zweier Personen durch ICE-Beamte Anfang des Jahres kocht die Diskussion um die Behörde auch im Zusammenhang mit der WM immer wieder hoch. Nun will eine Gewerkschaft offiziell gegen ICE vorgehen.

Aufgrund der Sorge vor Razzien setzt sich eine Gewerkschaft aus Los Angeles offenbar gegen mögliche ICE-Einsätze im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft zur Wehr.

Wie das Portal "The Athletic" berichtet, reichte "Unite Here Local 11" eine formelle Beschwerde gegen die FIFA und weitere Organisationen bei der unabhängigen US-Bundesbehörde National Labor Relations Board (NLRB) ein.

Die Gewerkschaft, die über 30.000 Beschäftigte in Hotels, Flughäfen und Sportarenen vertritt, darunter rund 2000 Beschäftige der WM-Arena in Los Angeles, wirft den Arbeitgebern unter anderem vor, ein Umfeld geschaffen zu haben, in dem "Gewalt und Einschüchterung durch ICE-Mitarbeiter" befürchtet werden müssten und die Rechte der Beschäftigten "erheblich beeinträchtigt" würden. Die Beschwerde soll sich neben der FIFA als WM-Veranstalter gegen den Stadionbetreiber, den Stadioneigentümer und einen Hospitality-Anbieter richten.

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WM 2026: "Wir gehen nicht zur Arbeit, wenn ICE in der Nähe ist"

Gewerkschaftschef Kurt Petersen, der zuvor bereits mit einem Streik Tausender Arbeiter gedroht hatte, sagte zu The Athletic: Das Ziel sei, dass das NLRB vor einem Bundesgericht eine einstweilige Verfügung erwirke, um die Arbeitgeber und die FIFA zu einer Richtlinie zu zwingen, die den Zutritt der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zum Gelände einschränkt. "Die Leute sind nervös. Unsere Mitglieder sagen: 'Wir gehen nicht zur Arbeit, wenn ICE in der Nähe ist, weil sie uns jederzeit festnehmen könnten'", sagte Petersen.

ICE-Direktor Todd Lyons hatte im Februar erklärt, dass seine Behörde während des Turniers eine Schlüsselrolle für die Sicherheit spielen werde. In der Öffentlichkeit wachsen seitdem Bedenken, dass ICE auch rund um die WM-Spiele aktiv werden könnte. Laut The Athletic soll die Führung des Weltverbandes kürzlich erörtert haben, ob FIFA-Chef Gianni Infantino seinen Draht zu US-Präsident Donald Trump nutzen könnte, um um ein Aussetzen der ICE-Einsätze im WM-Umfeld zu bitten.

In der Heimstätte der NFL-Teams Los Angeles Chargers und Rams im Vorort Inglewood sollen acht WM-Spiele stattfinden, unter anderem das Eröffnungsspiel des US-Teams gegen Paraguay (13. Juni).

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