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WM 2026 - DFB-Pleite wirft Fragen auf: Wer wollte es wirklich mehr?

Veröffentlicht:

von Tobias Hlusiak

ran Fußball

DFB-Team - Neuer weist jede Schuld zurück: "Auf keinen Fall"

Videoclip • 01:26 Min


Die Niederlage Deutschlands im letzten WM-Vorrundenspiel wirft einige Fragen auf. Das gute Gefühl jedenfalls ist erstmal verflogen.

Aus New York City berichtet Tobias Hlusiak

Nichts wie weg!

Als die ecuadorianische Party im riesigen Finalstadion von East Rutherford so richtig begann, war von der deutschen Mannschaft schon nichts mehr zu sehen.

Ohne Umwege hatte sich die DFB-Elf nach Schlusspfiff geschlossen in die Katakomben verzogen.

Ein paar kurze Winker für die - deutlich in Unterzahl - anwesenden deutschen Fans, mehr gab’s nicht. Nur Joshua Kimmich blieb noch kurz im Innenraum, um ein TV-Interview zu geben, dann folgte auch der Kapitän.

Es gab einiges zu besprechen - und das dauerte. Erst nach einer halben Stunde zeigten sich einige DFB-Stars wieder, gingen zu ihren Familien auf die Tribüne, bedankten sich für den Support aus der Heimat.

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DFB-Team nicht in Redelaune

Dann - deutlich später als gewohnt - zeigten sich die Spieler in der Mixed-Zone, wo sie auf die versammelte Journalistenschar trafen.

Kimmich und Manuel Neuer sprachen vor großer Runde. Einige wenige Stars blieben für ein paar Worte stehen. Die meisten aber verzogen sich wortlos in den wartenden Mannschaftsbus.

Die verdiente 1:2 (1:1)-Pleite im abschließenden Gruppenspiel hatte - zumindest kurzfristig - Spuren hinterlassen und die gute Stimmung bei den Fans gedrückt.

Damit sie auf lange Sicht nicht zum Wirkungstreffer wird, wird noch einiges an Aufarbeitung nötig sein. Denn ganz einig war man sich über die Gründe für die Niederlage nicht.

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WM 2026 - Die Frage des Abends: Wer wollte es mehr?

"Der Gegner wollte das Spiel am heutigen Tag definitiv mehr gewinnen als wir. Das ärgert mich!", redete Kimmich Klartext. Deniz Undav nutzte bei "MagentaTV" eine ähnliche Formulierung.

Manuel Neuer wollte die eigenen Kollegen nicht in die Pfanne hauen und "niemandem etwas in diese Richtung unterstellen". Der Bundestrainer sah die Sache komplett anders.

"Nein, die wollten es nicht mehr. Die haben nur mehr Risiko genommen in einigen Aktionen", versuchte der Bundestrainer die aufkommende Diskussion bei "MagentaTV" im Keim zu ersticken.

Vielmehr sah Nagelsmann ein anderes Problem. "Leider haben wir direkt nach dem frühen Führungstor angefangen, Harakiri in der Positionierung zu machen", bemängelte er. Eine klare Kritik an der taktischen Disziplin seiner Mannschaft.

Vor dem Sechzehntelfinale hat der Bundestrainer nun eine Menge Arbeit. Er muss Stellschrauben drehen und seine Stars wieder aufbauen, dabei hatte der 38-Jährige auf "Rhythmus" und Rückenwind für seine Stammelf gehofft.

DFB-Team: Wohin mit Joshua Kimmich?

Stattdessen stellen sich nun Fragen in jedem Mannschaftsteil. Die größte ist eine altbekannte. Ist Joshua Kimmich auf der rechten Defensivseite verschenkt und sollte besser im Mittelfeldzentrum spielen?

"Im Fußball sollte man nichts ausschließen", öffnete der Bundestrainer diese Tür zumindest einen Spalt, auch wenn er darauf hinwies, dass "es nicht geplant" sei.

Das kann sich bis zum ersten K.o.-Spiel am Montag freilich ändern. Es bleibt Zeit, um seine Meinung zu ändern. Auch wenn es nur drei Tage sind.

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