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WM 2026: DFB-Team am Tag nach der Blamage von Boston - Nichts wie weg!

Aktualisiert:

von Tobias Hlusiak

:newstime

Lothar Matthäus rechnet mit Ende der Ära Nagelsmann

Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Nichtmal 24 Stunden nach der blamablen Niederlage im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Paraguay, löst sich der DFB-Tross im Teamquartier auf. Im Hintergrund laufen wichtige Gespräche.

Aus Winston-Salem berichtet Tobias Hlusiak

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen von 33 Grad, wurde man das Gefühl nicht los, als liege dichter Nebel über dem deutschen WM-Quartier in North-Carolina.

Der ganze Tag nach dem desaströsen Aus gegen Paraguay hatte eine Schwere, die kaum jemand für möglich gehalten hatte.

Nur wenige Stunden nachdem der letzte südamerikanische Elfmeter im Tor von Manuel Neuer eingeschlagen war, war die DFB-Elf in die rund zwei Flugstunden vom Spielort in Boston entfernte Luxusherberge "Graylin Estate" in Winston-Salem zurückgekehrt.

Der Flieger landete um 1:10 Uhr Ortszeit am Dienstagmorgen.

An dem Ort, der für die vergangenen drei Wochen Heimat und Ausgangspunkt für große – nun geplatzte - Träumereien gewesen war, verbrachten die DFB-Stars und der gesamte deutsche Reisetross ihre letzte WM-Nacht.

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DFB-Team: Nagelsmann hält letzte WM-Ansprache

Am Dienstagvormittag löste sich die Gesellschaft nach und nach auf.

Zuvor aber hatte Julian Nagelsmann seine tiefenttäuschte Mannschaft zu einer letzten Besprechung zusammengerufen.

Während im Hintergrund längst auf breiter Front die Ablösung des Bundestrainers gefordert wurde, dankte dieser seinen Spielern für deren Engagement und Zusammenhalt.

Gut möglich, dass es die letzte Ansprache des 38-Jährigen als Bundestrainers war.

"Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf in einem vom Verband veröffentlichten Statement, das eine eigentlich angedachte Pressekonferenz mit Nagelsmann und Sportdirektor Rudi Völler kurzfristig ersetzte.

16 Stunden nach der Paraguay-Blamage klang es wie der erste Teil eines Abschieds. Kein Wort der Wertschätzung für den eigenen Coach war in den Zeilen zu lesen.

Er habe "noch länger" mit Nagelsmann, Geschäftsführer Andreas Rettig und Völler zusammengesessen, verkündete Neuendorf. "Wir sind uns einig, dass das Abschneiden nicht unseren Ansprüchen genügt." Nun soll getagt, analysiert, erörtert und entschieden werden.

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WM 2026: Nagelsmann reist mit Familie zurück nach München

Allerdings nicht mehr in den USA. Mit einem Machtwort über Nagelsmanns Zukunft ist in den kommenden Tagen zu rechnen. Längst pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass Jürgen Klopp als dessen Nachfolger bereitstünde, würde man ihn denn fragen.

Nagelsmann selbst hatte einen Rücktritt trotzig abgelehnt. "Ich bin keiner, der wegläuft. Ich stehe bereit, wenn der DFB das möchte", sagte er im Angesicht der nächsten Schreckensbilanz.

Der Bundestrainer hatte das Graylin Estate am frühen Nachmittag gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Frau Lena verlassen, war zum Flughafen nach Charlotte gefahren.

Dort stieg der "Noch"-Bundestrainer um 18:40 Uhr Ortszeit in den Flieger zurück nach München. In der bayrischen Landeshauptstadt wird er am Mittwochmorgen gegen kurz nach 9 Uhr erwartet.

Auf demselben Flug sollen sich nach "Bild"-Informationen auch Jamal Musiala und Aleksandar Pavlovic befinden.

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WM 2026: Nationalspieler reisen individuell ab

Die für die Reiseorganisation zuständigen DFB-Mitarbeiter schoben am Tag nach dem Paraguay-Spiel Extraschichten. Immer wieder fuhren Autos mit einzelnen Spielern oder Vans mit kleinen Gruppen vom Gelände.

Das zog sich über den kompletten Dienstag. Diejenigen, die zunächst noch zurückblieben, vertrieben sich die Zeit, fuhren mit Fahrrädern oder Golfcarts über das Hotelgelände.

Die Nationalspieler verließen die USA in alle Himmelsrichtungen, um nun im Urlaub abschalten zu können. Am frühen Dienstagabend waren schließlich alle weg, das Kapitel WM 2026 für die deutsche Nationalmannschaft beendet.

Viel früher als geplant.

Das Nachspiel dürfte uns in den kommenden Tagen dennoch weiterhin in Atem halten...

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