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Fußball-Weltmeisterschaft

WM 2026: Die Schiedsrichter - Erfolge, Kontroversen und Skandale

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von ran

ran Fußball

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Videoclip • 01:34 Min


Bei der WM 2026 kommen zahlreiche bekannte wie auch weniger bekannte Schiedsrichter zum Einsatz. ran stellt die Unparteiischen näher vor.

Bei der Fußball-WM 2026 sollen zwar die Spieler im Mittelpunkt stehen, jedoch wird es unweigerlich auch dazu kommen, dass ab und an die Schiedsrichter in den Fokus rücken.

Für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada wurden 52 Haupt-Schiedsrichter von der FIFA ausgewählt, die von allen Kontinenten kommen. Dazu gesellen sich 88 Assistenten und 30 VAR-Schiedsrichter.

ran wirft einen Blick auf die berufenen Referees und geht auf die Kandidaten ein, die wegen ihrer sportlichen Erfahrung eine besonders große Rolle spielen könnten, oder etwa eine brisante Vergangenheit haben.

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WM 2026: Die zehn spannendsten Schiedsrichter

Omar Abdulkadir Artan (Somalia)

Der Schiedsrichter aus Somalia steht aktuell im Mittelpunkt der Schlagzeilen. Gegen Artan wurde schließlich ein Einreiseverbot verhängt, was für große Diskussionen gesorgt hat. Wie ein Vertreter des US-Außenministeriums der Nachrichtenagentur "AFP" mitteilte, wurden bei seiner Überprüfung "Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen" festgestellt.

Der Referee bestreitet die Vorwürfe und gab an, elf Stunden befragt worden zu sein. Eigentlich sei er "nur ein Schiedsrichter, der sich seinen Lebenstraum erfüllen" wolle.

Es sieht danach aus, als würde dieer Traum unerfüllt bleiben. Der 34-Jährige steht seit 2018 auf der FIFA-Liste und hat 2024 beim Afrika-Cup gepfiffen.

Katia García (Mexiko)

Katia García ist die einzige Frau unter den Hauptschiedsrichtern. Die 33 Jahre alte Mexikanerin ist seit 2019 FIFA-Schiedsrichterin und war zuletzt unter anderem bei den Olympischen Spielen 2024 und bei der Frauen-WM 2026 im Einsatz. In Mexiko pfeift sie regelmäßig Männer-Profi-Spiele.

García wurde mehrmals mit sexistischen Beleidigungen konfrontiert und erhielt nach einem Spiel im League Cup sogar Drohungen.

Felix Zwayer (Deutschland)

Der deutsche Vertreter Felix Zwayer ist seit Jahren relelmäßig bei Top-Spielen im Einsatz. Auf internationaler Ebene pfiff er 2023 das Nations-League-Finale, 2024 ein EM-Halbfinale und 2025 das Finale der Europa League.

Häufig kommt Zwayer bei großen Spielen in der Champions League und den Top-Duellen in der Bundesliga zum Einsatz. Unter anderem hat er auch schon die Partie FC Bayern gegen Borussia Dortmund gepfiffen.

Zwayer ist aber nicht nur in Dortmund umstritten. Im Jahr 2005 nahm er als Assistent von Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer 300 Euro an. Eine klare Manipulation konnte ihm nicht nachgewiesen werden, jedoch wurde er für sechs Monate gesperrt. Ein dunkler Fleck in der Vergangenheit des Referees.

Szymon Marciniak (Polen)

Der Pole verfügt über ungemein viel Erfahrung in Top-Spielen und hat unter anderem das Finale der Weltmeisterschaft 2022 und das Finale der UEFA Champions League 2023 gepfiffen.

Ganz unfallfrei kam Marciniak aber auch nicht durch seine Karriere. Sein bekanntester Patzer war sein Schlusspfiff des Champions-League-Halbfinals 2024 zwischen Real Madrid und dem FC Bayern, Sekunden bevor Matthijs de Ligt die Münchner in die Verlängerung geschossen hätte.

Im Jahr 2023 nahm Marciniak an einem Event in Polen teil, das von Sławomir Mentzen mitorganisiert wurde. Der Politiker steht wegen umstrittener Aussagen (u.a. zu LGBTQ und Minderheiten) massiv in der Kritik.

Es entstand der Vorwurf, Marciniak würde indirekt mit problematischen Positionen in Verbindung stehen. Die UEFA prüfte den Vorfall, kam jedoch zum Schluss, dass der Schiedsrichter weiter große Spiele pfeifen dürfe.

Michael Oliver (England)

Michael Oliver ist seit Jahren der Top-Mann in England und wird nach 2020, 2022 und 2024 sein viertes großes Turnier bestreiten. Der 41-Jährige wird als ganz heißer Kandidat für das Endspiel gehandelt, sollte England nicht an diesem teilnehmen.

Der Referee pfeift regelmäßig Spitzenspiele in England und Pokalfinals auf nationaler Ebene. Auch in der Champions League kommt Oliver häufig in Top-Spielen zum Einsatz, wenn auch noch nie im Finale.

Seinen denkwürdigsten Auftritt hatte er im Jahr 2014 beim CL-Match zwischen Juventus und Real Madrid. Die Turiner hatten einen 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt, ehe Oliver in der Nachspielzeit einen sehr strittigen Elfmeter gab. Gianluigi Buffon protestierte und flog vom Platz. Cristiano Ronaldo traf den Strafstoß und Real kam weiter.

Anthony Taylor (England)

Der zweite Engländer bei der WM 2026 erfreut sich in Deutschland nicht gerade größter Beliebtheit. Taylor hat schließlich bei der EM 2024 das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien gepfiffen, bei dem es zum Handspiel von Marc Cucurella kam.

Die Pfeife des Engländers blieb stumm und Deutschland wurde in der Verlängerung um einen fälligen Strafstoß gebracht. Das Ende ist bekannt.

2023 pfiff er das Europa-League-Finale zwischen AS Rom und dem FC Sevilla. Der damalige Rom-Coach José Mourinho fühlte sich dabei schwer benachteiligt und am Flughafen kam es zu einer Konfrontation mit einem Fan.

Grundsätzlich ist Taylor aber ein sehr erfahrener Referee und ein Kandidat für Top-Spiele.

João Pinheiro (Portugal)

Wenn wir schon bei in Deutschland nicht gerade beliebten Schiedsrichtern sind, ist auch João Pinheiro zu nennen. Der Portugiese pfiff vor wenigen Wochen das CL-Halbfinal-Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain.

Dabei fiel Pinheiro mit sehr strittigen Entscheidungen auf. Lag er bei einer Handspiel-Entscheidung im Strafraum regeltechnisch richtig, war seine nicht gegebene gelb-rote Karte gegen Nuno Mendes ein klarer klarer Fehler.

Pinheiro hat schon mehrere wichtige Spiele gepfiffen, unter anderem den europäischen Super Cup zwischen PSG und den Tottenham Hotspur. Trotzdem war beim Bayern-PSG-Duell ein Kritikpunkt, dass Pinheiro zu unerfahren in derart großen Spielen sei.

Campbell-Kirk Kawana-Waugh (Neuseeland)

Campbell-Kirk Kawana-Waugh ist der einzige WM-Schiedsrichter des ozeanischen Verbands. Der 47-Jährige ist seit 2018 auf der FIFA-Liste und war bereits bei den Olympischen Spielen 2024 und einer U20-WM im Einsatz.

Maurizio Mariani (Italien)

Maurizio Mariani wird der einzige Italiener sein, den man bei der WM 2026 auf dem Platz sehen werden. Sein umstrittenstes Spiel war ein Serie-A-Duell zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel im Jahr 2024. Ein umstrittener Strafstoß für Neapel sorgte in ganz Italien für viel Wirbel.

Mariani musste danach eine Zeit lang auf weitere Top-Spiel-Einsätze warten, hat sich jedoch wieder nach oben gekämpft. 2024 pfiff er im Rahmen eines Austausch-Programms Spiele der Copa America.

Wilton Pereira Sampaio (Brasilien)

In der Vergangenheit kamen im WM-Finale meist Schiedsrichter aus Europa zum Einsatz. Sollte es 2026 kein Europäer sein, hat wahrscheinlich der Brasilianer Wilton Pereira Sampaio die besten Aussichten.

Bereits bei der WM 2022 bekam dieser fünf Einsätze und pfiff unter anderem das Viertelfinale zwischen Frankreich und England. Der 45-Jährige ist seit 2013 FIFA-Schiedsrichter und pfeift in Südamerika regelmäßig Top-Spiele und Pokal-Endspiele.

WM 2026: Das sind die Stadien in Kanada, Mexiko und den USA

  • Die WM-Stadien 2026 in Kanada, Mexiko und den USA
    Die WM-Endrunde 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Nun stehen auch die Stadien fest, in denen die Endrunde ausgetragen wird. ran zeigt die Arenen in den drei Ländern, in denen der Weltmeister ermittelt wird. (Stand: 05. Februar 2024)
    Auch interessant: WM 2026: 4,5 Millionen Ticketanfragen in der ersten Phase

    imago

  • Atlanta: Mercedes-Benz Stadium
    Kapazität: 71.000
    WM-Spiele:  8 (5 Gruppenspiele, 1 x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale

    2017 Getty Images

  • Boston/Foxborough: Gillette Stadium
    Kapazität: 68.756 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1 x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    2018 Getty Images

  • Dallas: AT&T-Stadium
    Kapazität: 80.000 bis 108.713 
    WM-Spiele: 9 (5 Gruppenspiele, 2x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, 1 Halbfinale)

    2010 Getty Images

  • Houston: NRG Stadium
    Kapazität: 71.500 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2007 Getty Images

  • Kansas City: Arrowhead Stadium
    Kapazität: 76.416 
    WM-Spiele: 6 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    2011 Getty Images

  • Los Angeles: SoFi Stadium
    Kapazität: 70.270 (bis zu 100.240 Plätze) 
    WM-Spiele: 8 (5 Gruppenspiele, 2x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale)

    getty

  • Miami: Hard Rock Stadium
    Kapazität: 65.326 
    WM-Spiele: 7 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Viertelfinale, Spiel um Platz 3)

    2017 Getty Images

  • New York/New Jersey: MetLife Stadium
    Kapazität: 82.500 
    WM-Spiele: 8 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale, Finale)

    2016 Getty Images

  • Philadelphia: Lincoln Financial Field
    Kapazität: 69.176 
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale)

    2017 Getty Images

  • San Francisco: Levi's Stadium
    Kapazität: 68.500 
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    2016 Getty Images

  • Seattle: Lumen Field
    Kapazität: 67.000 
    WM-Spiele: 6 (4 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2016 Getty Images

  • Guadalajara/Mexiko: Estadio Akron
    Kapazität: 45.500
    WM-Spiele: 4 (4 Gruppenspiele)

    getty

  • Mexiko City/Mexiko: Aztekenstadion
    Kapazität: 81.070 
    WM-Spiele: 5 (3 Gruppenspiele, darunter das Eröffnungsspiel, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2017 Getty Images

  • Monterrey/Mexiko: Estadio BBVA Bancomer
    Kapazität: 51.000
    WM-Spiele: 4 (3 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    imago

  • Toronto/Kanada: BMO Field
    Kapazität: 30.991
    WM-Spiele: 6 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32)

    getty

  • Vancouver/Kanada: BC Place Stadium
    Kapazität: 21.000 - 54.320 
    WM-Spiele: 7 (5 Gruppenspiele, 1x Runde der letzten 32, 1 Achtelfinale)

    2020 Getty Images


WM 2026: Niederländischer VAR im Vorfeld ausgeschlossen

Rob Dieperink sollte bei der WM 2026 eigentlich als Video-Referee eingesetzt werden. Im Mai 2026 wurde der Niederländer aber von der FIFA ausgeschlossen.

Gegen ihn gab es einen schweren Vorwurf (sexuelle Nötigung eines Minderjährigen in London). Die Polizei stellte die Ermittlungen später allerdings mangels Beweise ein.

"Es macht mich sehr traurig, dass ich zu Unrecht beschuldigt wurde", äußerte sich Dierperink selbst zu der unerfreulichen Angelegenheit.

Die FIFA wollte sich nicht genauer zur Entscheidung äußern, jedoch ist davon auszugehen, dass der Ausschluss mit den Anschuldigungen zu tun hat.

WM 2026: Alle Schiedsrichter im Überblick:

UEFA (Europa)

Michael Oliver (England) Anthony Taylor (England) François Letexier (Frankreich) Clément Turpin (Frankreich) Felix Zwayer (Deutschland) Maurizio Mariani (Italien) Danny Makkelie (Niederlande) Espen Eskås (Norwegen) Szymon Marciniak (Polen) João Pinheiro (Portugal) István Kovács (Rumänien) Slavko Vinčić (Slowenien) Alejandro Hernández Hernández (Spanien) Glenn Nyberg (Schweden) Sandro Schärer (Schweiz)

CONMEBOL (Südamerika)

Yael Falcón Pérez (Argentinien) Darío Herrera (Argentinien) Facundo Tello (Argentinien) Ramon Abatti (Brasilien) Raphael Claus (Brasilien) Wilton Sampaio (Brasilien) Cristian Garay (Chile) Andrés Rojas (Kolumbien) Juan Gabriel Benítez (Paraguay) Kevin Ortega (Peru) Gustavo Tejera (Uruguay) Jesús Valenzuela (Venezuela)

CONCACAF (Nord-/Mittelamerika)

Ismail Elfath (USA) Tori Penso (USA) César Ramos (Mexiko) Katia García (Mexiko) Iván Barton (El Salvador) Drew Fischer (Kanada) Juan Calderón (Costa Rica) Oshane Nation (Jamaika) Héctor Martínez (Honduras)

CAF (Afrika)

Mustapha Ghorbal (Algerien) Pierre Atcho (Gabon) Amin Mohamed (Ägypten) Jalal Jayed (Marokko) Dahane Beida (Mauretanien) Omar Abdulkadir Artan (Somalia) Abongile Tom (Südafrika)

AFC (Asien)

Abdulrahman Al-Jassim (Katar) Khalid Al-Turais (Saudi-Arabien) Yusuke Araki (Japan) Ma Ning (China) Ilgiz Tantashev (Usbekistan) Adham Makhadmeh (Jordanien)

OFC (Ozeanien)

Campbell-Kirk Kawana-Waugh (Neuseeland)

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