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WM 2026: Englands Matchwinner Jude Bellingham endlich in der Anführer-Rolle - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Christoph Gailer

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WM 2026 - Fans schießen gegen England: "Unverdientester Halbfinalist"

Videoclip • 02:07 Min


Beim hart erkämpften Sieg Englands im WM-Viertelfinale gegen Norwegen wurde Jude Bellingham zum Matchwinner - damit untermauert er immer mehr seine Führungs-Rolle bei den "Three Lions". Ein Kommentar.

Die englische Nationalmannschaft von Trainer Thomas Tuchel darf bei der WM 2026 weiterhin vom ersten Titel seit 1966 träumen - auch dank der Topform von Jude Bellingham.

Man hat das starke Gefühl, dass der Star von Real Madrid immer besser und wichtiger für die "Three Lions" wird, je länger die Endrunde in Übersee dauert.

Nach seinem Doppelpack beim 3:2-Sieg im Achtelfinale gegen Mexiko war der frühere Dortmunder auch im Viertelfinale gegen Norwegen mit zwei Toren wieder der Matchwinner.

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Jude Bellingham widerlegt seine Kritiker

Dabei hätte alles ganz anders kommen können. Vor der WM gab es auf der Insel durchaus kritische Stimmen zu Bellingham. Einige Experten sprachen davon, dass der Mittelfeldspieler bei der Endrunde keinen Stammplatz haben sollte - die "Daily Mail" forderte im Spätherbst 2025 sogar von Tuchel, Bellingham erst gar nicht für die WM zu nominieren, titelte plakativ "Leave Jude at home".

Grund dafür war unter anderem eine Schulterverletzung in der Vorsaison, selbst nach seinem Comeback für Real verzichtete Tuchel während einigen WM-Qualifikationsspielen auf Bellingham. Doch das ist längst Schnee von gestern oder gar vorgestern. Im Hier und Jetzt brilliert der 23-Jährige nicht nur wegen seiner beiden Treffer gegen Norwegen, die er in Torjäger-Manier erzielte.

Vielmehr sorgte er mit Zweikampfstärke, Durchsetzungsvermögen und auch spielerischen Ideen offensiv wie defensiv für wichtige Momente im Spiel der Engländer. 111 Minuten hielt Bellingham im hochintensiven Viertelfinale durch, dann wurde er unter riesigem Applaus der englischen Fans ausgewechselt.

Und spätestens jetzt kann sich Tuchel in seiner Haltung zu Bellingham absolut bestätigt fühlen. Er stellte den Ex-Dortmunder in allen bisherigen WM-Partien von Beginn an auf und der Star lieferte, hat jetzt bereits fünf Endrunden-Tore auf seinem Konto.

Wird Bellingham zum X-Faktor auf dem Weg zum Titel?

Bei solchen Topleistungen von Bellingham ergeben sich für die Engländer nun natürlich mit Blick auf das Halbfinale ganz neue Möglichkeiten. Reicht es am Ende so sogar zum Titel für die "Three Lions"?.

Durchaus beruhigend für Tuchel und die englischen Anhänger kann man nämlich die Tatsache festhalten, dass auch mal ein unauffälligeres Spiel von Stürmerstar Harry Kane nicht so sehr ins Gewicht fällt, wenn dafür Mitspieler wie eben Bellingham verlässlich in die Bresche springen.

Damit entlastet er zum einen seinen Kapitän und beweist obendrein, dass er reif ist, um das englische Team auch selbst zu Erfolgen tragen zu können. Spätestens für den Fall eines englischen WM-Triumphs wäre dann wohl wirklich fällig, was Ex-Nationalspieler Rio Ferdinand von den Bellingham-Kritikern schon zuletzt vehement gefordert hat: "Ich will eine öffentliche Entschuldigung!“

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