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WM 2026 - Frankreich scheitert an Spanien: Kein Happy End für Didier Deschamps - Offensive um Mbappe und Olise enttäuscht
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von Christoph Gailerran Fußball
WM 2026: Böser DFB-Vergleich! Fans zerlegen schwache Franzosen
Videoclip • 02:03 Min
Frankreich ist im WM-Halbfinale nach schwachem Spiel gegen Spanien mit 0:2 (0:1) ausgeschieden. Damit blieb Coach Didier Deschamps ein Happy End zum Abschied verwehrt - auch, weil seine Offensiv-Stars schwächelten.
Von Christoph Gailer
Weit drüber ging die allerletzte Chance der französischen Nationalmannschaft in der siebten Minute der Nachspielzeit und dieser Schlenzer ins Nichts dient als Sinnbild einer schwachen Leistung der "Equipe Tricolore".
Die Franzosen sind im WM-Halbfinale mit 0:2 (0:1) an cleveren Spaniern gescheitert und damit geht die Ära von Nationaltrainer Didier Deschamps durchaus unvollendet zu Ende.
Daran ändert auch nichts, dass Frankreich im kleinen Finale am Samstagabend (ab 23 Uhr) noch Platz 3 erringen könnte. "Die Spieler sind am Boden. Wir waren sehr positiv gestimmt, waren aber heute nicht gut genug gegen eine Mannschaft, die hervorragend gespielt hat", sagte Deschamps nach dem Halbfinal-Aus.
Was bleibt von der Ära Deschamps hängen?
Ausgerechnet am 14. Juli, dem Nationalfeiertag in Frankreich anlässlich des historischen Sturms auf das Bastille-Gefängnis im Jahr 1789, verabschiedet sich der Weltmeister von 2018 vorzeitig aus dem Titelrennen in Übersee.
Es ist nun davon auszugehen, dass sich Deschamps in der Heimat zum Abschied durchaus einer kritischen Betrachtung ausgesetzt sehen wird. Und einen kleinen Vorgeschmack gab es noch am Dienstagabend. Die Sportzeitung "L'Equipe" schrieb, dass Frankreich "beinahe eine Lehrstunde" ereilt bekam.
Der nach dem Turnier scheitende Nationaltrainer hat trotz eines seit Jahren unglaublich großen Pools an Topspielern in Frankreich nur einen großen Titel gewonnen.
Bei der WM 2018 triumphierte Frankreich in Russland, 2014 kam schon im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland das Aus. 2022 scheiterte man im Finale im Elfmeterschießen gegen Argentinien und nun eben schon im Halbfinale an Spanien.
Nicht besser sieht Deschamps' Bilanz bei Europameisterschaften aus, da blieb er in seiner Ära titellos. Bei seiner ersten EM in der Verantwortung reichte es 2016 im eigenen Land immerhin noch fürs Finale (0:1-Niederlage gegen Portugal), 2020 war sogar schon im Achtelfinale nach Elfmeterschießen gegen die Schweiz Schluss und 2024 im Halbfinale gegen Spanien (1:2).
Immer wieder Spanien! Frankreichs Angstgegner erneut zu gut
Überhaupt müssen sich Deschamps und seine Stars den Vorwurf gefallen lassen, vor allem gegen Spanien immer wieder den Kürzeren gezogen zu haben.
Die Pleite nun in Dallas ist dabei nur eine Fortsetzung. Zum dritten Mal in Folge mussten sich die Franzosen nun in einem K.o.-Spiel den Iberern geschlagen geben - jeweils im Halbfinale. Angefangen hat diese Pleiten-Serie bei der EM 2024 (1:2), dann kam das Halbfinale der UEFA Nations League 2025 (4:5) und nun eben das 0:2 bei der WM 2026.
Einziger kleiner Erfolg Frankreichs unter Deschamps gegen die Spanier ist der Finalsieg 2021 in der UEFA Nations League (2:1).
Mbappe, Olise, Dembele: Deschamps' Offensive lässt ihn im Stich
Damals beim Nations-League-Triumph 2021 schoss Superstar Mbappe die Franzosen zum Sieg - nun war er in Dallas erstaunlich schwach. Doch nicht nur der Star von Real Madrid ließ im wichtigen WM-Halbfinale seine Topform vermissen, obwohl er im bisherigen Turnierverlauf bereits acht Treffer erzielte.
"Heute mehr Ailton als Mbappe", fällte "Magenta"-Kommentator Christian Straßburger ein vernichtendes Urteil über Frankreichs Kapitän im Spiel gegen Spanien und bezog sich dabei auf die sehr häufigen Abseitsstellungen des Stürmers.
Auch die anderen Künstler im Angriff der "L'Equipe" ließen Deschamps im Stich. Michael Olise? Unauffällig! Weltfußballer Ousmane Dembele? Kaum im Spiel.
16 Treffer erzielte Frankreich bis vor dem WM-Halbfinale, gegen den ersten Gegner auf Weltklasse-Niveau hatten Mbappe, Olise, Dembele und Co. dann allesamt Ladehemmung.
Und so bleibt vor allem Deschamps ein Happy End als Nationaltrainer verwehrt, unabhängig vom noch möglichen dritten Platz.
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