WM 2026
WM 2026: Lionel Messi badet Baby Lamine Yamal - und spricht vor dem Finale über das verrückte Foto
Aktualisiert:
von Martin Volkmarran Fußball
WM 2026: Kabinenparty mit Messi - Argentinien zelebriert Finaleinzug
Videoclip • 01:19 Min
Wie es zum Foto mit Lionel Messi und Baby Lamine Yamal kam und warum der spanische Shootingstar schon weiter ist als sein Idol im gleichen Alter.
Von Martin Volkmar
Als Mounir Nasraoui das mittlerweile schon legendäre Bild am 4. Juli 2024 erstmals auf seinem Instagram-Account teilte, hielten es viele für Fake. "Der Beginn von zwei Legenden", schrieb der Vater von Megatalent Lamine Yamal darunter.
Es zeigte den damals 20 Jahre alten Lionel Messi, wie er den wenige Monate alten Yamal zusammen mit dessen Mutter Sheila Ebana in einer Plastikwanne badete.
"Dieses Foto ist verrückt", sagte Messi nun kurz vor dem WM-Finale auf einem Fanfest in Manhattan. "Das Leben ist verrückt, und die Tatsache, dass wir beide uns nach diesem Foto bei der Weltmeisterschaft gegenüberstehen, ist unglaublich."
Und weiter: "Lamine ist ein Spieler mit großem Potenzial. Er hat eine großartige Karriere vor sich und die Chance, etwas Historisches zu erreichen, aber ich hoffe, es passiert nicht dieses Mal." Sein Team werde "versuchen, dafür zu sorgen, dass er am Sonntag nicht in Bestform ist, auch wenn es schwierig wird".
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Yamal und Messi: Wie kam es zum gemeinsamen Foto?
Doch wie kam es zu diesem Bild, dessen Echtheit man eigentlich kaum glauben kann?
Die Zeitung "Sport" aus Barcelona hatte damals zusammen mit der Barca-Stiftung und UNICEF einen Benefiz-Kalender organisiert, auf dem bei jedem Monat ein anderer Spieler des FC Barcelona mit Kleinkindern posierte.
Bei dieser zweiten Ausgabe konnten sich interessierte Eltern mit ihren Kindern bewerben, und unter anderem der erst kurz zuvor, am 13. Juli 2007 in einem Vorort von Barcelona, geborene Yamal erhielt nach einer Verlosung den Zuschlag.
"Vielleicht war es Glück oder vielleicht war es Schicksal. Lamine war einer der Auserwählten. Und vielleicht war es Zufall, dass er in den Armen von Leo Messi auftauchte", schrieb "El Pais".
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Yamal und Messi: So erinnert sich der Fotograf
Die spanische Tageszeitung sprach auch mit dem Fotografen Joan Monfort über seine Erinnerungen.
"Lamine war sehr nett. Er hat Messi mit zwei Lächeln für sich gewonnen", erzählte der 56-Jährige vom Fotoshooting im Herbst 2007 in der Umkleidekabine des Camp Nou:
"Es war ein kompliziertes Foto. Messi war früher noch schüchterner als heute. Aber er war sehr professionell und hat es einfach gemacht."
Nach der Veröffentlichung durch Yamals Vater stand Monforts Telefon nicht mehr still.
"Es war ein Zufall des Lebens. In diesem Moment kann man sich nicht vorstellen, was es fast 20 Jahre später sein wird. Es ist eine Verbindung von Dingen, die nur einmal passiert", meinte der renommierte Fotograf.
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Yamal und Messi: Wiedersehen am Sonntag im Finale
Tatsächlich ist es beinahe Schicksal, dass es zum gemeinsamen Foto des inzwischen achtmaligen Weltfußballers und dem spanischen Shootingstar kam.
Zumal sich beide am Sonntag im WM-Finale auf der größtmöglichen Bühne wiedersehen werden (ab 21 Uhr im Joyn-Livestream und im ran-Liveticker).
Fußball: Yamal weiter als Messi
Im Rückblick ist Yamal allerdings aktuell viel weiter als Messi. Der feierte "erst" mit 17 Jahren und vier Monaten im Oktober 2004 sein Debüt in Barcas erster Mannschaft, während Yamal Ende April 2023 erst 15 Jahre und neun Monate alt war.
In der Nationalmannschaft kam der im Juni 1987 geborene Argentinier erstmals mit 18 Jahren und zwei Monaten zum Einsatz. Der Spanier schon mit 16 Jahren und 57 Tagen.
Und während der damalige Nationalcoach Jose Pekerman sein Toptalent bei der Niederlage im Viertelfinale der WM 2006 gegen Gastgeber Deutschland 120 Minuten auf der Bank schmoren ließ, stand Yamal 18 Jahre später im Viertelfinale der EM 2024 gegen Deutschland in der Startelf und wurde am Ende Europameister.
"Yamal ist besser als Messi", war auf einem Plakat bei der ebenfalls 120 Minuten dauernden Partie gegen das DFB-Team in Stuttgart zu lesen, die die Gäste bekanntlich mit 2:1 für sich entschieden.
Im folgenden Halbfinale gegen Frankreich (2:1) erzielte der Stammspieler dann auch noch mit einem herrlichen Distanzschuss seinen ersten Treffer im Turnier und wurde damit zum jüngsten Torschützen der EM-Geschichte.
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Yamal mag Vergleiche mit Messi nicht
Trotzdem mag Yamal die naheliegenden Vergleiche nicht. "Ich versuche, Lamine zu sein. Letztendlich hilft es dir nicht, dich mit dem besten Spieler der Geschichte zu vergleichen, weil niemand jemals so sein wird wie er", sagte er im Interview mit der "Marca" anlässlich seines 17. Geburtstags einen Tag vor dem EM-Finale gegen England (2:1).
Daher habe sein Vater das gemeinsame Bild auch lange zurückgehalten. "Mein Vater hat die Fotos gespeichert und sie nie gezeigt, weil wir die Vergleiche mit Messi nicht wollten", sagte er.
"Keinen würde es nerven, mit dem besten Spieler aller Zeiten verglichen zu werden, aber das kann gegen dich laufen, denn du wirst ja doch nicht wie er."
Yamal schreibt seine eigene Geschichte
Trotz der auffälligen Parallelen wie der fußballerischen Ausbildung in Barcas Nachwuchsakademie "La Masia" ist Yamal klar: Er wird seine eigene Geschichte schreiben müssen – und tut das bereits.
Der gerade 19-Jährige hat bereits 134 Spiele für Barcelona bestritten und wurde dreimal in seine ersten vier Spielzeiten als Profi Meister. Für Spanien absolvierte er 32 Länderspiele (sieben Tore), bei seiner ersten WM kam er trotz einer Ende April erlittenen Muskelverletzung im Oberschenkel in allen sieben Partien zum Einsatz (ein Tor).
Das wichtigste Spiel aber wartet am Sonntag – ausgerechnet gegen sein Idol und ehemaligen "Badewannen-Freund" Messi.
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