Fußball
WM 2026 - Manndeckung gegen Lionel Messi? Englands Coach Thomas Tuchel denkt über besondere Taktik gegen Argentinien nach
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von ran.de/SIDran Fußball
WM 2026: Fan-Prügelein bei England vs. Argentinien
Videoclip • 01:29 Min
Thomas Tuchel will mit England ins WM-Finale. Gegen Argentinien könnte der Trainer daher auf eine altbewährte Taktik zurückgreifen, um Lionel Messi zu stoppen.
England winkt das zweite WM-Finale nach 1966. Dazwischen steht nur noch Argentinien. Und damit eben auch Lionel Messi. Über den zerbricht sich Thomas Tuchel im Vorfeld des Halbfinales (ab 21 Uhr im kostenlosen Livestream auf Joyn und im ran-Liveticker) den Kopf.
Um den achtmaligen WM-Torschützen zu stoppen, überlegt der englische Nationaltrainer sogar, zu einer altbewährten Taktik zu greifen.
"Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, für ihn auf die gute alte Manndeckung zu setzen", ließ Tuchel bei der Pressekonferenz vor dem Spiel wissen.
Dabei weiß er um die Schwere der Aufgabe: "Jeder kennt die Räume, die er mag. Aber er sieht Dinge früher als andere. Dann hat er die zwei Meter, die er für seinen unglaublichen linken Fuß braucht."
Das hat der mittlerweile in den USA lebende Weltstar in den vergangenen Wochen oft genug bewiesen und die "Albiceleste" somit zum dritten Mal in vier Weltmeisterschaften ins Halbfinale getragen.
Auch Tuchel schwärmt von der Führungsstärke des achtmaligen Weltfußballers: "Es ist unglaublich, wie er das Team trägt. Er ist der Anführer und Schlüsselspieler dieser Mannschaft. Man kann sehen, dass das Team schon lange zusammen ist und viel Turniererfahrung hat."
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Tuchel peilt WM-Finale an: "Sind sehr hungrig angekommen"
Deshalb legt er den Fokus natürlich auch nicht komplett auf Messi. Denn das ganze Team des Titelverteidigers beeindruckt den einstigen Bundesliga-Coach: "Sie haben Mentalität, sie verfallen nicht in Panik. Sie sind einfach das komplette Paket."
Das bewiesen die Argentinier in jeder K.o.-Runde - ob beim 3:2 nach Verlängerung über Kap Verde, beim 3:2 nach 0:2 gegen Ägypten oder zuletzt beim 3:1 nach Verlängerung gegen die Schweiz.
Tuchel ist zwar durchaus beeindruckt, aber alles andere als ehrfürchtig. Immerhin hat auch er eine Erfolgsgeschichte vorzuweisen, bei der Widerstände zu bewältigen waren. In den K.o.-Runden folgte auf ein 2:1 nach langem 0:1 über die DR Kongo zunächst ein hart erkämpftes 3:2 in der Festung Aztekenstadion über Mexiko und dann das 2:1 nach Verlängerung gegen Norwegen trotz Rückstands.
"Wir wissen, warum wir hier sind und auch, was wir wollen. Wir sind hier sehr hungrig angekommen. Wir wollen den nächsten Erfolg", betont Tuchel daher: "Wir respektieren den Gegner, aber wir machen es nicht größer, als es ist. Wir sind aufgeregt, dankbar und sehr hungrig."
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Tuchel vor Argentinien-Spiel: "Erfolge als Brüder holen"
Angesichts der seit 60 Jahren anhaltenden und größer werdenden Sehnsucht nach dem zweiten Triumph fühle er "keine Last". Der 52-Jährige erwartet ein offenes Spiel: "Es sind zwei große Fußball-Nationen. Jeder kennt die Konstellation, Wir erwarten ein intensives und emotionales Spiel, in dem das Momentum oft wechseln wird."
Dem großen Zusammenhalt der Argentinier könne sein Team nur mit einem ebenso festen Schulterschluss begegnen. Dies sei "die Essenz des Fußballs" und ein Vorbild auch für England, sagte Tuchel: "Wir können die großen Erfolge nur als Brüder holen."
Es gebe "eine Menge zu beachten. Aber wir sind hier, um unser Spiel durchzubringen." Er sei überzeugt, dass "jedes Team der Welt schlagbar" sei. Das gelte für Argentinien, aber auch für England. Um das zu verhindern, müsse "unser Rhythmus, unser Spielaufbau und die Beschleunigung des Angriffsspiels auf einem höheren Level sein", forderte Tuchel. Aber der "Gegner, das große Spiel und der Rahmen werden das Beste aus uns herausholen".
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