Personalentscheidungen im DFB-Team
WM 2026: Nagelsmanns "harte Hand" ist ein gutes Zeichen - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Tobias Hlusiakran Fußball
WM 2026: Undav und Havertz! Macht eine Doppelspitze Sinn?
Videoclip • 04:05 Min
Julian Nagelsmann hätte es sich einfach machen und das abschließende Gruppenspiel gegen Ecuador zum Reservisten-Ball erklären können. Dass der Bundestrainer das nicht tat, ist ein gutes Zeichen. Ein Kommentar.
Aus New York City berichtet Tobias Hlusiak
Eigentlich ist es ein ziemlich eindeutiges Signal: Der Spieler, der neben Julian Nagelsmann an der Abschluss-Pressekonferenz teilnehmen darf, steht eigentlich immer am nächsten Tag in der Startelf. Eigentlich.
Denn vor dem abschließenden WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador wurden Fans, Experten und Journalisten eines Besseren belehrt.
Deniz Undav hatte neben dem Bundestrainer Platz genommen. Allerdings wird er auch am Donnerstag im Metlife Stadium zunächst wieder auf der Bank sitzen.
Nagelsmann wechselt nur verletzungsbedingt
Joker bleibt Joker.
Und das gilt nicht nur für den schon dreifachen Turnier-Torschützen, sondern für so gut wie alle "Edel"-Reservisten im deutschen Kader.
Lediglich zwei Wechsel nimmt Nagelsmann vor. Beide verletzungsbedingt. Antonio Rüdiger für Nico Schlotterbeck, David Raum für Nathaniel Brown.
Ansonsten ist "Rhythmus" das Zauberwort.
Dabei hätte es sich der Bundestrainer mit einer Komplett-Rotation im - für die eigene Mannschaft - sportlich bedeutungslosen Spiel (ab 22 Uhr im kostenlosen Livestream auf Joyn) sehr leicht machen können.
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Nagelsmann geht voran und die Spieler folgen ihm
Denn wenn alle mal spielen, sind alle glücklich. So jedenfalls besagt es eine Rechnung, die so alt ist wie der Mannschaftssport.
Dass der deutsche Coach diesen Kniff aber ganz offensichtlich gar nicht nötig hat, ist ein gutes Zeichen. Ein sehr gutes sogar.
Nagelsmann muss die Spieler nicht mehr hinter sich versammeln, sie folgen ihm längst. Der Teamspirit ist in der 2026er-Ausgabe der DFB-Elf beeindruckend ausgeprägt. Das hört man in diesen Tagen immer wieder.
Nagelsmann muss die Spieler nicht mehr hinter sich versammeln, sie folgen ihm längst. Der Teamspirit ist in der 2026er-Ausgabe der DFB-Elf beeindruckend ausgeprägt. Das hört man in diesen Tagen immer wieder.
Menschliche Entscheidungen nicht zielführend?
Und wenn sich Undav - der allen Grund hätte, auf einen Stammplatz zu bestehen - auf der PK neben seinen Trainer setzt und sagt: "Wenn ich mit dieser Entscheidung nicht fein wäre, würde ich nicht mehr hier sein. Ich bin aber da!", ist das ein weiterer Beleg.
"Natürlich wäre es immer schön, nur menschliche Entscheidungen zu treffen", ließ Nagelsmann einen Blick in sein Seelenleben zu: "Aber wir wollen uns auf die K.o.-Phase vorbereiten."
Seine Mannschaft muss er davon nicht mehr überzeugen.
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