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WM 2026: Warum ausgerechnet Neymar für Brasilien jetzt wichtig werden könnte
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von Christian Stüweran Fußball
WM 2026: Bier-Schmuggel geht schief! England-Fan mit irrem Kostüm
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Neymar ist nach wie vor der Liebling der brasilianischen Fans, an der Leistungsfähigkeit des verletzungsanfälligen Stürmers gibt es aber Zweifel. Aufgrund einer besonderen Statistik könnte Neymar im Sechzehntelfinale gegen Japan aber eine wichtige Rolle spielen.
Den goldenen WM-Pokal zu gewinnen und in die Fußstapfen von Legenden wie Pelé, Garrincha, Carlos Alberto, Cafu, Ronaldo oder Ronaldinho zu treten – diesen Traum träumt Neymar, seit er als kleiner Junge in der brasilianischen Küstenstadt Santos mit dem Fußballspielen begann.
Seine bisherigen WM-Teilnahmen waren jedoch eher ein Albtraum. Fast scheint es, als würde ein WM-Fluch auf Neymar liegen. Die Misere begann damit, dass der damalige Nationaltrainer Dunga den 18-jährigen Shootingstar nicht für die WM 2010 in Südafrika nominierte.
Landesweit protestierten die Fans, doch Dunga hatte angesichts seines pragmatischen Ansatzes keine Verwendung für den ebenso exzentrischen wie begnadeten Stürmer. Brasilien schied damals im Viertelfinale gegen die Niederlande aus, Dunga wurde entlassen und Neymar debütierte direkt nach dem Turnier im legendären gelben Trikot.
In Brasilien 2014 lasteten alle Hoffnungen auf Neymar
Vier Jahre später trug der Kronprinz bei der Heim-WM die Last einer ganzen fußballverrückten Nation auf seinen Schultern. Das Turnier endete für Neymar und die Selecao tragisch: Der Stürmer brach sich nach einem brutalen Foul im Viertelfinale gegen Kolumbien einen Rückenwirbel, Brasilien verlor das Halbfinale ohne ihn mit 1:7 gegen Deutschland.
Im August 2017 machte Paris Saint-Germain Neymar zum bis heute teuersten Fußballer der Welt, PSG überwies die gigantische Ablösesumme von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona. Im Jahr darauf reiste der Superstar nach einem Mittelfußbruch angeschlagen zur WM nach Russland.
Dort geriet er vor allem durch seine Schwalben und theatralischen Rollen auf dem Rasen in die Schlagzeilen, im Viertelfinale gegen Belgien war Endstation. Weitere vier Jahre später verletzte sich Neymar in Katar schon wieder am Knöchel, direkt im ersten Gruppenspiel gegen Serbien.
Er kämpfte sich zurück, schoss im Viertelfinale gegen Kroatien ein traumhaftes Tor in der Verlängerung, doch die Partie ging dennoch im Elfmeterschießen verloren – noch bevor Neymar als fünfter Schütze überhaupt antreten konnte.
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Neymar gibt nach 982 Tagen sein Comeback für Brasilien
Und auch die aktuelle WM in den USA, Kanada und Mexiko schien unter keinem guten Stern zu stehen. Aufgrund einer Wadenverletzung verpasste er die ersten beiden Gruppenspiele der Selecao. Beim 3:0-Sieg gegen Schottland gab er schließlich nach 982 Tagen sein Comeback im Nationaltrikot.
"Erinnere dich daran, wer du bist", schrieb Neymar auf Instagram zu einem Foto, auf dem er nach Abpfiff ein paar Tränen verdrückte. Knapp zwölf Millionen Menschen versahen das Bild mit einem Herzchen.
Auch wenn die Karriere des verletzungsanfälligen 34-Jährigen spätestens 2023 mit dem Wechsel zu Al-Hilal auf die Zielgerade einbog und auch wenn Vinicius Junior längst die Hauptlast in der Offensive trägt, ist Neymar für viele Brasilianerinnen und Brasilianer nach wie vor der Star im Team.
Dass er mittlerweile wieder in der Heimat bei seinem Jugendverein FC Santos – dem Klub des großen Pelé – spielt, hat ihm nur noch mehr Sympathien eingebracht. Für viele Fans wirkt Neymars Karriere wie ein uneingelöstes Versprechen. Er ist es, der die seit 2002 anhaltende Durststrecke beenden und der Fußballnation den sechsten Stern verschaffen soll.
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Giovane Elber hätte Neymar nicht nominiert
Gegen Schottland blieb Neymar nach seiner Einwechslung in der 76. Minute aber unauffällig, große Teile der vergangenen Saison beim FC Santos verpasste er verletzt. Weshalb es auch Kritik an der Entscheidung von Nationaltrainer Carlo Ancelotti gab, Neymar überhaupt für die WM zu nominieren.
"Eine große Mehrheit forderte seine Nominierung, selbst der Staatspräsident mischte sich ein und sprach sich öffentlich für ihn aus. Der Druck auf Ancelotti wurde immer größer, er konnte deshalb nicht anders", sagte Giovane Elber der "Sport Bild".
Er selbst hätte Neymar nicht mitgenommen, erklärte der frühere Stürmer des FC Bayern: "Neymar war mal ein Weltklasse-Fußballer, heute ist er nur noch eine Marketing-Maschine."
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Gegen keine Nation traf er häufiger als gegen Japan
Vielleicht könnte aber ausgerechnet Neymar jetzt ganz wichtig werden. Denn am Montag trifft Brasilien im Sechzehntelfinale auf die bissigen Japaner (19 Uhr im Livestream auf Joyn und im Liveticker), die ihrer Rolle als Geheimfavorit bisher absolut gerecht wurden und für die Selecao zu einem echten Prüfstein werden dürften.
Für Neymar ist Japan jedoch der absolute Lieblingsgegner. Einige seiner besten Spiele für Brasilien machte er gegen die Asiaten: Er erzielte neun Länderspieltore gegen die "Samurai Blue" in gerade einmal fünf Spielen – gegen keine andere Nation traf er häufiger.
Ein Freundschaftsspiel im Oktober 2014 dominierte der damals 22-Jährige komplett: Beim 4:0-Sieg erzielte er alle Treffer, ein weiteres Tor verhinderte das Aluminium nach einem Freistoß. Zuletzt sorgte er bei einem Testspiel im Juni 2022 für den 1:0-Siegtreffer für Brasilien.
Diese Serie ist durchaus ein Argument, Neymar gegen Japan mehr Spielzeit zu verschaffen. Das Spiel könnte für ihn die perfekte Gelegenheit werden, den eigenen WM-Fluch zu brechen und den Kindheitstraum vom WM-Pokal am Leben zu erhalten.
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