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Fußball

WM 2026: Zu wenig Nachfrage - Hotelpreise in den USA berechnen ein

Veröffentlicht:

von Anne Malin

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Das Ube-Food-Festival in New York: Ube als neues Trend-Food?

Videoclip • 06:30 Min • Ab 12


Exorbitante Ticketpreise, politische Spannungen und Sicherheitsbedenken führen wohl zu eindeutig niedrigerer Nachfrage an Hotelzimmern in den USA als vorhergesagt.

Die Weltmeisterschaft in Kanada, Amerika und Mexiko wird nicht nur das größte FIFA-Turnier aller Zeiten, sondern auch das teuerste. Seit Beginn der Ticketverkäufe beschweren Fans sich dauerhaft über die hohen Preise.

Im Zusammenspiel mit den politisch angespannten Zeiten in den USA scheinen nun viele Fußballfans ihre Reisepläne nach Amerika zu überdenken. Laut Zahlen von "Lighthouse Intelligence" sind die Zimmerpreise an Spieltagen in Austragungsstädten wie Atlanta, Dallas, Miami und San Francisco gegenüber ihrem Höchststand zu Beginn dieses Jahres um etwa ein Drittel gesunken.

WM 2026: Hotelbranche sieht "keinen nennenswerten Aufschwung"

Dieser Einbruch ist ein eindeutiges Zeichen von zu geringer Nachfrage. FIFA-Chef Gianni Infantino sagte den Austragungsstädten im Jahr 2024 noch, sie sollten mit "Hunderttausenden" von Gästen rechnen, darunter nicht nur die "wenigen Glücklichen" mit Eintrittskarten für die Spiele, sondern auch "viele, viele mehr, die einfach nur kommen werden, um Teil von etwas Besonderem zu sein". Diese Prognose scheint allerdings nicht aufzugehen.

Vijay Dandapani, Präsident der Hotel Association of New York City, sagte gegenüber der "Financial Times", er könne "kategorisch sagen, dass wir bisher noch keinen nennenswerten Aufschwung gesehen haben. Es ist möglich, dass wir etwas mehr Nachfrage bekommen, aber zum jetzigen Zeitpunkt wird es sicherlich nicht die Fülle sein, die die FIFA prognostiziert hatte."

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FIFA selbst storniert tausende Zimmer

Darüber hinaus habe laut Berichten der "Financial Times" der Weltverband FIFA selbst Tausende ihrer vertraglich gebuchten Hotelzimmerkontingente für technisches Personal und Mannschaften storniert. Dieses Vorgehen ist aufgrund von Überbuchung zwar nicht ganz unüblich, jedoch seien eindeutig mehr Zimmer storniert worden, als erwartet.

Lior Sekler, Chief Commercial Officer beim Hotelbetreiber HRI Hospitality, benannte gegenüber der "Financial Times" die Unzufriedenheit mit der Trump-Regierung und der Visa- und Einwanderungspolitik sowie die durch den Krieg im Iran ausgelöste Instabilität als große Probleme. "Offensichtlich ist der Wunsch der Menschen, derzeit in die Vereinigten Staaten zu kommen, gesunken."

WM: Die versteckten Koste für Fans explodieren

Diese Aussagen decken sich mit übereinstimmenden Medienberichten, dass nicht alle WM-Spiele überhaupt ausverkauft sind. Aufgrund von Reiseeinschränkungen und Visakosten werden vor allem weniger Fans aus afrikanischen Ländern erwartet.

Zudem scheinen die Kosten für Fans immer weiter zu explodieren. Die Preise für ÖPNV-Tickets zu Stadien haben sich in manchen Städten fast verzehnfacht.

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