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Leichtathletik

Leichtathletik-EM 2026: So viel Preisgeld kassierten Leo Neugebauer, Julian Weber und Co.

Aktualisiert:

von ran.de

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Leichtathletik Trainer seit Monaten verschwunden

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


Die deutschen Athleten haben bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham 21 Medaillen geholt. Viele von ihnen blickten finanziell jedoch in die Röhre.

In der Sportwelt sind absurde Gehaltszahlen, vor allem im Fußball, Usus.

Zuletzt fand die Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham statt. Die Gehälter der Athletinnen und Athleten aus der Leichtathletik sind jedoch weit entfernt von Millionensummen aus dem Fußball-Business.

Leichtathletik-EM 2026: Nur zehn Athleten vom europäischen Verband belohnt

Bei der Leichtathletik-EM wurde ein Preisgeld von insgesamt 500.000 Euro verteilt. Je fünf Athletinnen und Athleten konnten sich 50.000 Euro sichern.

Die Prämie wurde vom europäischen Verband European Athletics an die Athleten vergeben, die in den fünf verschiedenen Disziplingruppen die nach dem offiziellen Punktesystem von World Athletics am höchsten bewertete Leistung in ihren jeweiligen Finals erzielt haben

Die 10 Gewinner der "Golden Crown" und der Prämie von jeweils 50.000 Euro sind:

  • Karsten Warholm (Norwegen) – 400 m Hürden, 46,63 s

  • Henriette Jæger (Norwegen) – 400 m, 49,04 s

  • Andreas Almgren (Schweden) – 10.000 m, 27:23,44 min

  • Audrey Werro (Schweiz) – 800 m, 1:54,81 min

  • Kristjan Čeh (Slowakei) – Diskuswurf, 72,51 m

  • Jessica Schilder (Niederlande) – Kugelstoßen, 20,73 m

  • Armand Duplantis (Schweden) – Stabhochsprung, 6,15 m

  • Angelica Moser (Schweiz) – Stabhochsprung, 4,80 m

  • Massimo Stano (Italien) – Gehen, 2:56:49 h

  • Sofia Fiorini (Italien) – Marathon, 3:15:11 h

Weitere Preisgelder wurden von European Athletics nicht vergeben. Folgerichtig sind auch deutsche Goldmedaillen-Gewinner wie Leo Neugebauer und Gesa Krause hier leer ausgegangen.

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Leichtathletik: Das haben die Deutschen um Neugebauer und Co. bei der EM verdient

Die deutschen Sportler haben zwar vom europäischen Verband nichts erhalten, jedoch dürfen sich immerhin die Goldmedaillengewinner über eine finanzielle Vergütung freuen.

Durch ein 2026 neu eingeführtes Fördersystem des nationalen Vermarkters Germany Athletics erhalten deutsche Athleten für den Gewinn eines internationalen Titels (wie die Europameisterschaft) eine Prämie von 10.000 Euro zu. Voraussetzung ist, dass sie in der kommenden Saison für einen deutschen Verein starten.

  • Gesa Krause: 3.000 m Hindernis – Silvesterlauf Trier

  • Amanal Petros: Marathon – Hannover 96

  • Leo Neugebauer: Zehnkampf – VfB Stuttgart

  • Owen Ansah: 200 m – Hamburger SV

  • Frederik Ruppert: 3.000 m Hindernis – LAV Stadtwerke Tübingen

  • Julian Weber: Speerwurf – USC Mainz

Die sechs deutschen Gold-Gewinner starten derzeit allesamt für deutsche Vereine und werden - sofern sich daran nichts ändert - mit 10.000 Euro entlohnt.

Alle weiteren Medaillengewinner und Teilnehmer erhalten kein Preisgeld. Auch die deutsche Sporthilfe zahlt seit 2012 keine Preisgelder mehr bei Welt- und Europameisterschaften.

Die Leichtathletik-EM ist folgerichtig für einen Großteil der Teilnehmer auch im Vergleich zu größeren Meetings finanziell absolut unattraktiv.

Weniger als Mindestlohn? Das Geld kommt durch Prämien

Laut einer Studie aus dem Jahr 2019 verdienen die Sportler weniger als den Mindestlohn. Konkret sollen sie nur 7,41 Euro pro Stunde verdienen. Wie können die Athleten ihren Sport dann überhaupt in Vollzeit ausüben?

Das Gehalt der Profis lässt sich nicht so einfach erklären, haben sie alle verschiedene Einnahmequellen. Zum einen natürlich die Preisgelder. Diese variieren je nach Wettbewerb. In der Leichtathletik wird in der Diamond League beispielsweise viel Geld ausgeschüttet.

Bei den Olympischen Spielen 2024 erhielten die Athleten vom olympischen Weltverband für eine Goldmedaille 46.000 Euro. In Deutschland schüttet die Deutsche Sporthilfe zusätzlich 20.000 Euro für eine Goldmedaille bei Olympia aus.

Auch die deutsche Sportförderung zahlt Athleten Geld aus. Seit 2025 erhalten Athleten, die es bei einer Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen unter die Top Acht schaffen, 800 Euro pro Monat.

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Deutsche Athleten sind ganz normal angestellt

Viele Athleten werden außerdem von der deutschen Bundeswehr, der Polizei oder dem Zoll gefördert. Sie sind beispielsweise als Sportsoldaten angestellt und erhalten ein festes Gehalt.

Laut Medienberichten variiert das Gehalt. Im Durchschnitt verdienen die Athleten etwa 2.100 bis 2.700 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen Sponsorenverträge, durch die die Athleten weiteres Geld verdienen können.

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