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DTM

DTM: Bittere Niederlage! Maro Engel hat eine weitere Titelchance verdient – ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Andreas Reiners

ran racing DTM

DTM: Süße Szenen bei Maro Engel! Doch eine Frage bleibt offen

Videoclip • 01:35 Min


Maro Engel hat den DTM-Titel auf der Zielgeraden auch selbst weggeworfen. Trotzdem hat der 41-Jährige eine weitere Chance verdient. Ein Kommentar.

Maro Engel fokussierte sich auf das Positive.

Auf den Rennsieg zum Abschluss der Saison. Dass er "noch einmal alles reingeworfen" hatte. Und dass es der erste Sieg war, den seine Tochter Sophia live an der Strecke bejubeln konnte.

Sie war es auch, die dem Mercedes-Piloten nach dem finalen Saisonlauf kurz vor dem ran-Interview ein paar Worte sagte. Engel wollte sie nicht vor der Kamera verraten, seine Tränen in den Augen lassen aber auf emotionale Sätze schließen.

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Maro Engel: Wieder knapp am Titel vorbei

Denn wieder einmal ist Engel knapp am Titel vorbeigeschrammt. Acht Punkte fehlten 2025 als Gesamtdritter, als Zweiter waren es diesmal zwölf. Auch 2024 war er Dritter geworden. Seit ein paar Jahren hat er den Titel fest im Blick, gereicht hat es aber erneut nicht.

Was auch an ihm lag.

Drei Rennwochenenden vor Schluss war er der Gesamtführende. Auf dem Nürburgring warf er aber eine starke Ausgangsposition im zweiten Rennen nach einer Kollision mit seinem Markenkollegen Lucas Auer weg, auf dem Sachsenring verlor er nach einer erneuten Kollision mit Kelvin van der Linde nach seinem fünften Platz wegen einer nachträglichen Strafe seine elf Punkte.

Und durch die Patzer am Ende auch die Spitzenposition.

Den Rückstand von 23 Zählern konnte er beim Finale in Hockenheim nicht mehr aufholen, was diesmal nicht in seinem Verantwortungsbereich lag: Ein verpatzter Boxenstopp kostete ihn im ersten Rennen den sicher geglaubten Sieg, er wurde nur Vierter.

Ein Unterschied von übrigens zwölf Punkten.

Er hat beim Finale bewiesen, dass auch er ein verdienter Champion gewesen wäre. Den Konjunktiv kann man sich aber nicht in die Vitrine stellen.

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Maro Engel: "Gehe aus Niederlagen gestärkt hervor"

Doch Engel ist keiner, der jetzt wochenlang nachrechnet, hadert oder grübelt.

"Wir haben die Meisterschaft zwar nicht gewonnen, aber nach einer so guten Saison dürfen wir nicht enttäuscht sein", betonte er. "Wie unser Gründer von Mercedes-AMG mal gesagt hat, man muss nicht jedes Jahr Meister werden mit Mercedes-AMG, aber man sollte immer in der Lage sein, um die Meisterschaft damit zu kämpfen", ergänzte er. "Das haben wir dieses Jahr erneut gemacht und wir werden auch weiter kämpfen."

Heißt: "Wer mich kennt, weiß, dass ich aus Niederlagen gestärkt hervorgehe. Ich würde mir also sehr wünschen, auch im kommenden Jahr in der DTM um den Titel fahren zu können."

Die Chance hat er sich nicht nur verdient, eigentlich ist ein Verbleib im DTM-Aufgebot ein No-Brainer, auch wenn er in der kommenden Saison 42 Jahre alt wird.

Denn 2026 ist trotz der Vize-Enttäuschung das stärkste Jahr in seiner Karriere.

Der neue DTM-Champion Thomas Preining (links) und der Zweite Maro Maro Engel

Bild: Eibner


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Maro Engel auf Niveau von Max Verstappen

Im Juni triumphierte der GT3-Spezialist bei einer der wohl spektakulärsten Ausgaben des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Dabei war er der einzige Mercedes-AMG-Pilot, der im selben Fahrzeug mit dem Tempo von Formel-1-Superstar Max Verstappen mithalten konnte.

Bereits Mitte Februar hatte Engel beim traditionsreichen 12-Stunden-Rennen im australischen Bathurst einen weiteren prestigeträchtigen Sieg gefeiert. Dazu holte er sich mit Auer und Luca Stolz den Titel im GT World Challenge Europe Endurance Cup.

Der DTM-Titel wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Ausrufezeichen hat er trotzdem genug gesetzt. Genug für einen weiteren Titelanlauf 2027. Engel wird schon jetzt an die nächste Chance denken.

Schließlich fokussiert er sich auf das Positive.

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