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Motorsport

DTM: Thomas Preining steigt mit zweitem Titel in vier Jahren in einen elitären Kreis auf - Der Champion im Porträt

Veröffentlicht:

von SID

ran racing DTM

DTM: Champion-Krönung! Preining flüchtet vor Champagner-Dusche

Videoclip • 05:40 Min


Der Porsche-Pilot ist erst der achte Fahrer in der DTM-Historie, der die Motorsport-Serie mindestens zweimal gewinnt.

Thomas Preining hat es wieder geschafft: Mit seinem zweiten Titel in vier Jahren schreibt der Österreicher ein weiteres Kapitel DTM-Geschichte. Der Porsche-Werksfahrer ist in der über 40-jährigen Historie der Serie erst der achte Pilot, der sich mindestens zweimal zum Champion krönt – und zugleich der erste Österreicher, dem dieses Kunststück gelingt.

"Wir haben in der Schlussphase der Saison unter Druck keine Fehler gemacht, das war entscheidend für diesen Erfolg. Ich habe in Hockenheim schon mehrfach um den DTM-Titel gekämpft, diese Erfahrung hat mir sicher geholfen. Ich bin unglaublich stolz auf diese großartige Teamleistung", sagte der neue Champion nach dem entscheidenden Sonntagsrennen in Hockenheim.

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DTM die beste Bühne für Preining

Preining liebt harte Rad-an-Rad-Duelle – und die DTM bietet ihm die perfekte Bühne dafür. "In der DTM kann ich als Rennfahrer meine Leidenschaft auf der Strecke ausleben", erzählt der 28-Jährige. "Das ist die Art von Racing, die mir am meisten Spaß macht. Genau deswegen hat mir diese Serie schon als Kind so gefallen. Natürlich kommt es immer darauf an, was der Rennleiter zulässt. Aber ich denke, innerhalb eines geregelten Rahmens haben wir Fahrer ziemlich viele Freiheiten und es darf Tür an Tür schon ein bisschen Kontakt geben. Genau dafür steht die DTM."

Preining Spross einer motorsportbegeisterten Familie

Geboren in Linz, wuchs Thomas Preining in einer motorsportbegeisterten Familie auf: Vater Andreas fuhr von 1989 bis 1994 in der Motorrad-WM und wurde auch durch das Sponsoring von Ex-Erotikdarstellerin Dolly Buster international bekannt. Daher war es wenig überraschend, dass auch Sohn Thomas früh vom Motorsport fasziniert war.

"Als Kind habe ich Valentino Rossi im Fernsehen ganz genau beobachtet", erinnert sich Preining. "Ein Ausnahme-Sportler, der damals in seiner eigenen Welt unterwegs war. Ich durfte Rossi sogar mal persönlich kennenlernen. Er hat sich in seiner Karriere alles hart erarbeitet."

Im Alter von sieben Jahren saß Preining auf Mallorca erstmals im Kart – der Beginn einer Karriere, die ihn Schritt für Schritt nach oben führte. Zwischen 2009 und 2013 gewann er mehrere nationale und internationale Kart-Meisterschaften. Doch als 2015 ein Hauptsponsor absprang, stand die so hoffnungsvoll begonnene Laufbahn plötzlich vor dem Aus.

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Youngster verbrachte unzählige Stunden im Simulator

Schon damals bewies Preining jene Kämpfermentalität, die ihn auch dieses Jahr zu seinem zweiten DTM-Titel führte. Statt auf den Rennstrecken der Welt verbrachte der Youngster unzählige Stunden im Simulator. Der Neustart gelang ihm 2016 in der ADAC Formel 4. Zwei Jahre später dominierte Preining den Porsche Carrera Cup Deutschland, reifte zum Topfahrer und sicherte sich mit eindrucksvollen zehn Saisonsiegen die Meisterschaft. 2021 folgte der Aufstieg zum Porsche-Werksfahrer.

Mit gerade einmal 22 Jahren war Preining dort angekommen, wovon er als kleiner Junge immer geträumt hat: im Profisport. Über das ADAC GT Masters führte sein Weg in die DTM, wo er 2022 am Norisring seinen ersten Sieg feierte – und Porsche zugleich den Premierenerfolg in der Serie bescherte. 2023 wurde er als erster Österreicher DTM-Champion. Drei Jahre später hat er diesen Erfolg eindrucksvoll wiederholt.

Preining fährt sechsmal in Folge aufs Podium

Sein Weg zum zweiten Titel verlief allerdings alles andere als geradlinig. Mit einem Heimsieg beim Auftakt auf dem Red Bull Ring in der österreichischen Steiermark startete der gebürtige Linzer furios in sein Meisterjahr. In den darauffolgenden sieben Läufen verpasste er jedoch stets die Top fünf. Eine ungewöhnliche Situation für den ehrgeizigen Rennfahrer, die für Frust sorgte. Dieser entlud sich am Norisring, als er sich über den Boxenfunk lautstark beschwerte. Doch auf eine mäßige erste Saisonhälfte gab Preining die richtige Antwort, die er als Tabellenachter abschloss.

Die Jagd nach seiner zweiten DTM-Meistertrophäe schien neue Kräfte freizusetzen: Sechsmal in Folge fuhr Preining aufs Podium. Ein Kunststück, das in der GT3-Ära der DTM zuvor niemandem gelang. Das Sachsenring-Wochenende wird Preining besonders in Erinnerung behalten. Dort verwandelte er einen 16-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter Maro Engel mit den Plätzen zwei und drei in einen Vorsprung von 23 Zählern. Auch beim Showdown in Hockenheim präsentierte sich Preining nervenstark und machte seinen zweiten DTM-Titel perfekt.

Preining wird zu einem der prägenden DTM-Gesichter

Mit seinem zweiten Meisterstück ist Preining in seinem Porsche 911 GT3 R mit dem weltbekannten Grello-Design endgültig zu einem der prägenden Gesichter der DTM geworden. Ein Rennfahrer durch und durch, der den Nervenkitzel auf der Strecke liebt.

Und eins dürfte mit Blick auf Preinings bemerkenswerte Karriere feststehen: Das letzte Kapitel seiner Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht geschrieben.

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