Motorsport
Formel 1 - Fernando Alonso kritisiert neue Rennwagen: "Unser Koch könnte dieses Auto fahren"
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von Anne MalinBild: IMAGO/Ricardo Larreina Amador
Nach Max Verstappen übt auch Fernando Alonso Kritik am Tempo der neuen Rennwagen in der Formel 1 für die Saison 2026.
von Anne Malin
Fernando Alonso findet nach den ersten Testtagen in Bahrain klare Worte zu den neuen Formel-1-Autos.
"In Kurve 12 fahren wir jetzt statt 260 km/h nur noch 200 km/h, weil wir keine Energie verschwenden wollen. Selbst unser Koch könnte diese Auto bei dem Tempo fahren", erklärte Weltmeister aus 2005 und 2006.
Aufgrund der neuen Regularien ist ab dieser Saison die Leistungsverteilung zwischen Verbrennungsmotor und Batterie annähernd bei einem 50/50-Verhätnis.
Zwar knacken die Rennautos weiterhin die 1000-PS-Marke, doch der Verbrenner trägt dazu rund 300 PS weniger bei als noch im Vorjahr. Die Batterien sind allerdings kaum größer geworden. Das bedeutet, dass für die Piloten das Energiemanagement zu einer der Top-Prioritäten wird.
Laut Alonso wird diese Veränderung dazu führen, dass die Fahrer zukünftig in den Kurven vom Gas runter gehen werden, um auf den Geraden mehr Energie zu haben. "Das fahrerische Können war damals noch ein entscheidender Faktor im Kampf um die schnellste Runde. Jetzt ist man davon abhängig, wie viel Energie der Motor auf der nächsten Geraden noch hat", erklärte der Spanier.
Formel 1: Ganz kann Fernando Alonso der Kritik von Max Verstappens nicht zustimmen
Max Verstappen kritisierte die neuen Autos in den vergangen Tagen bereits scharf. Sie seien lediglich "Formel E auf Steroiden". Alonso kommentierte: "Ich verstehe Max' Kommentare. Als Fahrer willst du den Unterschied machen, indem du noch die 5 km/h aus dem Auto rausholst."
Aber der 44-Jährige erkennt auch an, dass Veränderungen zum Sport dazugehören: "So ist es eben in der Formel 1. In den vergangenen Jahren war es entscheidend, wie viel Downforce das Auto hatte - in der Zeit hat er alles gewonnen. Er konnte die Kurve mit 280 km/h nehmen, wir nur mit 250 km/h. Jetzt ist es eben entscheidend, wie viel Energie du auf den Geraden hast."
Und weiter: "Am Ende des Tages ist das die F1. Wir ziehen das Visier runter und fahren Rennen", so Alonso.
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