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Formel 1: Grand Prix von Monaco schadet der F1 - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Kai Esserran Mehr Sport
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Videoclip • 01:13 Min
Der Monaco Grand Prix war einmal die Königsklasse des Motorsports. Heute ist er vor allem eines: ein Relikt aus einer anderen Zeit, das der modernen Formel 1 mehr schadet als nutzt.
Seit Jahren verzeichnen die Daten dasselbe ernüchternde Bild.
Auf kaum einer anderen Strecke gibt es so wenige echte Überholmanöver wie in Monaco. Die enge, verwinkelte Streckenführung macht das Rennen oft zu einer hochmotorisierten Prozession.
Nicht selten ist die Qualifikation deutlich spannender als das eigentliche Rennen. Spätestens das ist ein klares Zeichen, dass etwas grundlegend nicht mehr stimmt.
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Formel 1 in Monaco: Wer bremst, gewinnt?
Der Tiefpunkt war 2025 besonders peinlich. Als Alex Albon bewusst langsam fuhr und George Russell daraufhin absichtlich eine Durchfahrtsstrafe kassierte, weil regelkonformes ein Überholen schlicht unmöglich war, wurde die Farce offensichtlich.
Russell kürzte daraufhin die Nouvelle Chicane ab, um an der fahrenden Straßensperre namens Williams irgendwie vorbeizukommen. Nach zwei Runden hatte er genug Vorsprung auf Albon rausgefahren, um auch nach der Durchfahrtsstrafe vor ihm zu landen.
Anstatt um Geschwindigkeit, Mut und fahrerisches Können ging es plötzlich um taktische Selbstbeschädigung. Das hat mit Rennsport wenig, mit Absurdität dafür eine ganze Menge zu tun.
Alle Rettungsversuche - wie etwa ein zweiter Pflichtboxenstop, den es sonst nirgendwo gibt - blieben erfolglos. Es machte das Prozedere nur noch schlimmer.
Dazu kommt: Monaco ist längst kein Event mehr, bei dem der Sport im Mittelpunkt steht. Es ist eine jährliche Pilgerstätte für Millionäre und Milliardäre, die sich gegenseitig auf Yachten und in der Boxengasse bewundern.
Die Formel 1 wird hier zum edlen Hintergrund für eine reiche Parallelgesellschaft. Das mag glamourös wirken, sportlich ist es hohl.
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Formel 1: Hoffnungsschimmer Hybrid-Ära?
Monaco ist schlicht nicht mehr zeitgemäß. Die Formel 1 hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt: näherer Kampf, mehr Action, bessere Überholmöglichkeiten.
Die Strecke in den engen Gassen des Fürstentums kann mit dieser Entwicklung nicht mithalten.
Der einzige Hoffnungsschimmer sind die kommenden Regeländerungen. Leicht schmalere und kürzere Autos könnten zumindest ein kleines Stück mehr Beweglichkeit und Überholchancen schaffen. Ob das reicht, um Monaco zu retten, bleibt jedoch fraglich.
Angesichts der Tatsache, dass die FIA den Vertrag mit der Strecke vor kurzem bis 2035 (!) ausdehnte, ist eine Trennung vom Glamour-Event des Kalenders quasi ausgeschlossen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass die Regeländerungen der neuen Ära zumindest ein paar mehr Actionszenen hervorbringen werden.
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