IndyCar
Mick Schumacher: Nach Rookie-Sieg beim Indy500 hadert er weiter - Mega-Rückstand beim nächsten Rennen
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von Anne Malinran Mehr Sport
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Videoclip • 01:35 Min
Mick Schumacher konnte beim Indy500-Rennen überzeugen, doch tut sich in der IndyCar-Serie weiterhin schwer. Nach acht Rennen belegt er weiter den letzten Tabellenplatz.
Beim Indy500 konnte sich Mick Schumacher auf Platz 18 als bester Rookie behaupten, doch in der regulären IndyCar-Saison wartet der ehemalige Formel-1-Pilot weiter auf die großen Erfolge.
Nach acht Rennen ist er mit 75 Punkten auf dem letzten Platz aller Fahrer, die diese Saison mehr als ein Rennen gestartet haben. Der Rückstand auf Alex Palou an der Tabellenspitze beträgt 252 Zähler. Seine zwei Rookie-Kollegen haben jeweils 38 und 53 Punkte Vorsprung auf Schumacher.
Doch was genau läuft bei dem deutschen Rennfahrer falsch?
Mick Schumacher: Startschwierigkeiten in der IndyCar-Serie
Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere geht Mick Schumacher dieses Jahr in einer anderen Rennserie an den Start. Bei der NTT IndyCar Series tritt er für das Honda Rahal Letterman Lanigan Racing Team an.
Doch bereits beim Saisonauftakt in St. Petersburg in Florida war für Schumacher nach vier Kurven Schluss. Durch einen nicht selbstverschuldeten Unfall mit Sting Ray Robb konnte er nicht mal eine von 100 Runden beenden.
Beim zweiten Rennen der Saison lief ebenfalls nicht alles rund. Beim ersten Boxenstopp versagte der Schlagschrauber vorne rechts und sein Mechaniker musste bis zur Box seines Teamkollegen Graham Rahal rennen, um Ersatz zu besorgen. Mick erreichte das Ziel als 18.
Darauf folgten ein 22. und ein 24. Platz, bevor der ehemalige Haas-Pilot in Long Beach mit Platz 17 die persönliche Saison-Bestleistung zeigte.
Beim Indianapolis Grand Prix reichte es nur für Platz 20 und zuletzt in Detroit, dem ersten Rennen nach dem Indy500, für Rang 21.
In den ersten acht von 17 Rennen konnte Mick in der US-amerikanischen Rennserie also noch nicht Fuß fassen. Doch die Zahlen selbst erzählen nur die halbe Wahrheit.
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IndyCar: Mick Schumacher mit anhaltendem Pech
Über die Saison hinweg musste Schumacher auch einige nicht selbstverschuldete Rückschläge einstecken. Der Unfall in St. Petersburg, die Probleme in der Box auf dem Good Ranchers 250 at Phoenix Raceway und ein Regelwerk-Irrtum in Alabama. In anderen Fällen, wie beim Rennen in Arlington, wurde er für seine eigenen Fehler bestraft.
Nach dem guten Ergebnis beim Indy500 folgte in Detroit allerdings ein weiterer Rückschlag.
Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher fuhr bereits im Qualifying sein Auto gegen die Wand und kam im Rennen mit neun Runden Rückstand ins Ziel.
Dabei sah es zuerst so aus, als hätte sein persönlicher Erfolg beim Indy500 den Rahal-Letterman-Racing-Piloten beflügelt. Nach einer glücklich verlaufenen Gelbphase und einem strategischen Boxenstopp befand sich Schumacher beim Restart des Rennens, nach einem Unfall zwischen Santino Ferrucci und Rinus "VeeKay" van Kalmthout, theoretisch auf Platz zwei.
Allerdings fand er beim Losfahren nicht den nötigen Grip und musste folglich über mehrere Kurven gegen David Malukas verteidigen.
In Kurve fünf verbremste sich der deutsche Rennfahrer dann, und es kam zu einer Kollision mit dem Penske-Chevrolet-Fahrer.
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Zwar fuhr Mick nach dem Vorfall erst einmal weiter, musste in Runde 85 aber wegen einer defekten Funkverbindung in die Box. Es dauerte acht Runden, bis das Team den Dallara-Honda reparieren konnte. Schlussendlich reichte es also nur für Rang 21.
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IndyCar: Schumachers Zwischenbilanz
In St. Louis steigt diese Woche das neunte Rennwochenende der Saison. Damit ist Halbzeit in der IndyCar-Saison. Schumachers bestes Ergebnis ist bislang ein 17. Platz. In der Gesamtwertung verbleibt er auf dem 25. Rang, als Tabellenletzter.
Die anderen beiden Piloten des Rahal-Letterman-Lanigan-Racing-Teams, Graham Rahal und Louis Foster, befinden sich auf Rang neun und 19.
Zum Vergleich: Die beiden Rookies aus der Saison 2025 hatten am Ende 213 respektive 211 Punkte auf dem Konto. Nach den ersten acht Rennen waren es 67 und 65. Schumacher hat zum selben Zeitpunkt in der Saison bereits 75 Punkte erfahren.
Es sollte also nicht allzu überraschend sein, dass er etwas Zeit braucht, um sich an eine neue Rennserie zu gewöhnen. Nachdem Schumacher 2022 seinen Sitz beim Formel-1-Team Haas verloren hatte, war er Ersatz- und Simulationsfahrer bei Mercedes-AMG Petronas F1 und fuhr als Vollzeitfahrer für Alpine in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft.
Klar ist auch, dass sein aktuelles Auto nicht unbedingt an der Spitze mitfahren kann. "Wir hatten phasenweise Pace, konnten aber nichts damit anfangen. Wir müssen verstehen, warum wir den Speed der Top-Leute nicht mitgehen konnten“, zählte Schumacher sein Team selbst an.
Noch ist die Saison lang und Schumacher insgesamt zufrieden mit seiner Rookie-Leistung. "Es ist in vielerlei Hinsicht definitiv ganz anders. Aber ja, es war super interessant und super schön. Ich glaube, für mich persönlich geht es auch um die persönliche Entwicklung. Was den Rennsport angeht, ist es natürlich auch ein sehr großer Unterschied. Es macht mir sehr viel Spaß, und ich genieße es wirklich sehr", sagte der 27-Jährige im Interview mit "The Drive".
An den Ergebnissen ist es zwar bisher nicht eindeutig zu erkennen, aber Schumachers Fahrstil befindet sich im Aufwärtstrend. Nun müssen leichtsinnige Fehler abgestellt werden. Sowohl vom Team als auch von Fahrerseite.
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