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Formel 1: Kurz vor Saisonstart - Aston Martin droht Blamage-Start

Aktualisiert:

von Luis Woppmann

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Formel 1: Charles Leclerc feiert Heimlich-Hochzeit

Videoclip • 01:02 Min


Aston Martin steckt seit Wochen in der Krise. Beim Saisonstart in Melbourne könnte es jetzt zur Höchststrafe für den Rennstall kommen.

Kein Team ist so schlecht in das neue Formel-1-Zeitalter gestartet wie Aston Martin. Verspätete Teststarts, Entwicklungsrückstände, zu wenige Testkilometer - all das mündet jetzt wohl in einem absoluten Desaster beim Saisonstart in Melbourne. Wie die italienische Ausgabe von "Motorsport.com" berichtet, könnte ein Teilemangel die Teilnahme am Rennen bedrohen. Zudem soll sogar im Raum gestanden haben, das Rennen gänzlich auszulassen.

Dabei sollte der Start in die neue Formel-1-Ära für Aston Martin eigentlich ganz anders aussehen. Mit Adrian Newey holte man 2025 den Mann, der hinter der Dominanz von Red Bull in den Jahren 2010 bis 2013 und 2021 bis 2024 steckte. Newey gilt in der Formel-1-Szene als "Design-Guru" - mit ihm wollte man nach der enttäuschenden letzten Saison schnelle Fortschritte erzielen und den Anschluss an die Spitze schnellstmöglich wiederherstellen.

Formel 1: Aston Martin enttäuschte bereits bei Testfahrten

Aber die Realität sieht anders aus. Schon seit Wochen zeichnet sich ab, dass der AMR26 mit dem neuen Honda-Motor in der aktuellen Form nicht konkurrenzfähig ist. Der Rennstall startete bereits verspätet in die Testphase und kam erst am vorletzten Tag in Barcelona überhaupt aus der Garage. Und auch bei den beiden offiziellen Vorsaison-Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit lief es nicht besser.

Am Ende kam man aufgrund von technischen Problemen kaum dazu, das neue Auto zu testen. Im Vergleich zur Konkurrenz besteht daher ein enormer Wissensrückstand. Der ehemaliger Fomel-1-Fahrer und heutige TV-Experte Martin Brundle erklärte bei der "Sky Sports F1 Show": "Für mich ist offensichtlich, dass die Korrelation zwischen den Daten im Windkanal, den CFD-Daten und dem, was die Stoppuhr sagt, überhaupt nicht gegeben ist. Das Auto wirkte nicht wie auf Schienen, als es auf der Bahn war."

Und weiter: "Das große Problem ist, dass die Konkurrenz deutlich mehr Daten gesammelt hat. Mercedes hat mit vier Teams Erfahrungen sammeln können. Man kann sich vorstellen, wie viele Daten Mercedes nach neun Testtagen hat. Ferrari rüstet drei Teams aus, Audi hat sich gut angestellt, aber sie haben nur ihre eigenen Autos mit ihrem Motor. Und Honda hat nur Aston Martin. Das heisst, dass wenn das Auto nicht auf der Bahn ist, dann sammeln sie auch keine Daten."

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Formel 1: Mit Audi und Cadillac - das sind die Fahrer-Paare 2026

  • McLaren: Lando Norris
    In der Formel 1 seit: 2019
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026

    IMAGO/Every Second Media

  • McLaren: Oscar Piastri
    In der Formel 1 seit: 2022
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2028

    IMAGO/NurPhoto

  • Mercedes: George Russell
    In der Formel 1 seit: 2019
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    IPA Sport

  • Mercedes: Kimi Antonelli
    In der Formel 1 seit: 2025
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    ABACAPRESS

  • Red Bull: Max Verstappen
    In der Formel 1 seit: 2016
    Vertragslaufzeit: Bis 2028

    IMAGO/Eibner

  • Red Bull: Isack Hadjar
    In der Formel 1 seit: 2025
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    PsnewZ

  • Ferrari: Lewis Hamilton
    In der Formel 1 seit: 2007
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026

    IMAGO/NurPhoto

  • Ferrari: Charles Leclerc
    In der Formel 1 seit: 2018
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026

    Alessio de Marco

  • Williams: Alexander Albon
    In der Formel 1 seit: 2019
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026

    PsnewZ

  • Williams: Carlos Sainz
    In der Formel 1 seit: 2015
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026

    Every Second Media

  • Racing Bulls: Liam Lawson
    In der Formel 1 seit: 2024
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    Every Second Media

  • Racing Bulls: Arvid Lindblad
    In der Formel 1 seit: 2026
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    NurPhoto

  • Aston Martin: Fernando Alonso
    In der Formel 1 seit: 2001
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    IPA Sport

  • Aston Martin: Lance Stroll
    In der Formel 1 seit: 2017
    Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026

    Anadolu Agency

  • Haas: Oliver Bearman
    In der Formel 1 seit: 2025
    Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026

    HochZwei

  • Haas: Esteban Ocon
    In der Formel 1 seit: 2016
    Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026

    PsnewZ

  • Audi: Nico Hülkenberg
    In der Formel 1 seit: 2008
    Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026

    Alessio de Marco

  • Audi: Gabriel Bortoleto
    In der Formel 1 seit: 2025
    Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026

    Eibner

  • Alpine: Pierre Gasly
    In der Formel 1 seit: 2017
    Vertragslaufzeit: Bis 2028

    Eibner

  • Alpine: Franco Colapinto 
    In der Formel 1 seit: 2025
    Vertragslaufzeit: Bis 2026

    Alessio de Marco

  • Cadillac: Sergio Perez
    In der Formel 1 seit: 2011
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2027

    PsnewZ

  • Cadillac: Valtteri Bottas
    In der Formel 1 seit: 2010
    Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2027

    Every Second Media


Aston Martin: Nicht-Antritt wäre Worst-Case

Vor dem Saisonstart muss man sich daher ernsthaft die Frage stellen, ob Aston Martin das komplette Rennen absolvieren wird. Honda soll erhebliche Zuverlässigkeitssorgen mit dem neuen Antrieb haben. In den Tests hatte es viele technische Defekte gegeben, wodurch es zu einem Engpass bei der Ersatzverteilversorgung gekommen war. Zeitweise soll man bei Aston Martin tatsächlich darüber nachgedacht haben, gar nicht anzutreten.

Letzteres wollte man aufgrund des riesigen Image-Schadens unbedingt vermeiden, zudem könnte der Nicht-Antritt eines Teams als Verstoß gegen das Concorde-Abkommen und den finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Formel 1 gewertet und bestraft werden.

Dass Aston Martin lediglich die Aufwärmrunde absolviert und das Auto anschließend in der Box abstellt, scheint dagegen nicht unmöglich. Ob dieser Extremfall tatsächlich eintritt, bleibt abzuwarten. Für das erste freie Training am Freitag soll es ein neues Update von Honda geben - dann wird sich zeigen, wie gravierend die Situation wirklich ist.

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