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Olympia 2026 - Massenstart: Philipp Horn verpasst Biathlon-Bronze um 9,9 Sekunden
Aktualisiert:
von SIDran Olympia
Olympia 2026: Johannes Thingnes Boe über deutsches Biathlon-Debakel
Videoclip • 05:57 Min
Bitterer geht es kaum: Biathlet Philipp Horn kommt beim olympischen Massenstart als Vierter ins Ziel und verpasst Bronze nur um wenige Sekunden.
Philipp Horn gab auf der Schlussrunde im engen Kampf um Bronze noch einmal alles - doch mit dem bärenstarken Quentin Fillon Maillet konnte der 31-Jährige an der Huber-Alm nicht mehr mithalten. 9,9 Sekunden fehlten Horn nach 15 km im Massenstart auf dem undankbaren vierten Platz zur so sehnsüchtig erhofften Einzelmedaille der deutschen Biathlon-Männer bei den Olympischen Winterspielen.
Er sei "das ganze Rennen irgendwie fast ein bisschen überrascht gewesen, dass es so gut lief", sagte Horn. Aber als ihm DSV-Sportdirektor Felix Bitterling vor der letzten Runde zurief, dass Fillon Maillet mit sechs Sekunden Rückstand folgen würde, "da habe ich mir gesagt: Warum nicht jemand Anders? Er ist eine absolute Maschine, eine Macht. Er hat dann so viel Druck gemacht, das war unnormal - und ich bin dann krepiert."
Deshalb überwiege "im Moment ganz klar die Enttäuschung. Normalerweise knackt man mich nicht so schnell, wenn es um die Wurst geht. Ich war einfach nicht stark genug", räumte der 31-Jährige frustriert ein - auch wenn er gleichzeitig "super happy war, dass ich am Schießstand so gut durchgekommen bin". Doch der einzige Fehler bei der letzten Einlage war bei schwierigen Windverhältnissen dann doch der eine zu viel gewesen.
Biathlon: Preuß im Fokus
So sind aus deutscher Sicht nun alle Augen noch mehr auf Franziska Preuß gerichtet. Zum Abschluss der olympischen Biathlon-Wettbewerbe am Samstag (14.15 Uhr) will sich Deutschlands Sportlerin des Jahres beim Massenstart über 12,5 km, dem möglicherweise letzten Rennen ihrer Karriere, doch noch den Traum von einer Einzelmedaille erfüllen.
Nach den bisherigen Enttäuschungen versuche sie, so Preuß, "nochmal den Kopf frei zu bekommen, damit ich am Samstag wieder mit einem Lächeln am Start stehe und einfach die Freude am Biathlon wieder spüre".
Großen Spaß verspüren in den Tagen von Antholz vor allem Norweger und Franzosen, die in den bisherigen zehn Rennen jeweils bereits elf Medaillen abgeräumt haben. Auch im Massenstart der Männer ging Gold an den Norweger Johannes Dale-Skjevdal, der nach fehlerfreiem Schießen vor seinem Teamkollegen Sturla Holm Lägreid (1/+10,5 Sekunden) triumphierte. Für den drittplatzierten Maillet (4/+25,6) war es nach dreimal Gold bereits die vierte Medaille in Antholz.
Biathlon: Männer wieder ohne Einzelmedaille
Die deutschen Männer blieben dagegen die zweiten Winterspiele in Folge ohne Einzelmedaille. Dem DSV-Team droht mit bislang nur einer Bronze-Medaille für die Mixed-Staffel das schlechteste Abschneiden seit der Wiedervereinigung. 2014 und 2022 hatte es immerhin noch jeweils zweimal Edelmetall gegeben.
"Wir müssen uns einfach ganz klar auf die Fahne schreiben, dass wir es hier bei diesem Event nicht geschafft haben, unsere Top-Leistung abzurufen", hatte Bitterling bereits kurz vor dem Rennen am Freitag moniert. Diese Mannschaft, fügte er an, "kann mehr, als sie gezeigt hat. Das ist ganz klar eine Sache, die wir analysieren müssen, um es auch für die nächsten Jahre, für die Saisonhöhepunkte, Weltmeisterschaften einfach besser zu machen."
Auch im Massenstart offenbarten sich Probleme. Philipp Nawrath, der im Einzel über 20 km Fünfter geworden war, konnte läuferisch mithalten. Mit fünf Fehlern schoss sich der 33-Jährige aber aus dem Kampf um die Medaillen und musste sich mit Rang sieben begnügen. David Zobel erwischte mit sieben Schießfehlern ohnehin einen Tag zum Vergessen und belegte Rang 23.
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