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Tadej Pogacar muss Vuelta-Traum nach "schrecklichem Crash" aufgeben: WM-Teilnahme in Gefahr?

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:08 Min


Tadej Pogacar ist als Gesamtführender der Vuelta auf der achten Etappe schwer gestürzt. Der Slowene muss aus der Rundfahrt aussteigen.

Der Schock stand Tadej Pogacar ins blutverschmierte Gesicht geschrieben. Nach einem schweren Sturz auf der achten Etappe muss der Radsport-Superstar seinen Traum vom ersten Triumph bei der Spanien-Rundfahrt verletzungsbedingt aufgeben - der Kampf um das Rote Trikot ist nach dem Ausstieg des slowenischen Dominators wieder völlig offen. Für Pogacar hingegen steht ein kniffliger Weg zurück bevor.

Der Slowene erlitt am Samstag eine Gehirnerschütterung sowie Brüche des linken Schlüsselbeins und eines Halswirbels, wie sein Team UAE Emirates-XRG mitteilte. Demnach muss sich der fünfmalige Tour-de-France-Gewinner  einer Schlüsselbeinoperation unterziehen, die jedoch "aus Vorsichtsgründen wegen der Gehirnerschütterung verschoben wird", hieß es. Was war passiert?

33 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco stürzte Pogacar und kollidierte dabei mit anderen Fahrern im Peloton. Wie auf Bildern in den Sozialen Medien zu sehen war, fuhr er unmittelbar vor seinem Crash wohl über einen kleinen Stein. Er hielt sich in der Folge den linken Arm, an seiner linken Schulter und im Gesicht waren deutliche Verletzungen und Blut zu sehen. Er wirkte kurz benommen, ging aber selbst in den Krankenwagen und ließ sich behandeln. Das Team gab immerhin leichte Entwarnung. "Glücklicherweise liegen keine weiteren schweren Verletzungen und keine neurologischen Folgen vor", wurde Dr. Adrian Rotunno, medizinischer Leiter des UAE-Teams, zitiert. Pogacars Zustand sei stabil.

Pogacar war mit einem großen Vorsprung von 3:50 Minuten auf den Spanier Enric Mas in die achte Etappe gegangen - musste aber mit schmerzverzerrtem Gesicht erstmals bei einer Grand Tour aufgeben. "Ein schrecklicher Crash", sagte UAE-Sportdirektor Matxin Joxean Fernandez: "Das sind Sachen, die im Radsport passieren. Man kann nicht sagen, dass irgendjemand dafür die Verantwortung hat." Pogacar habe weitermachen wollen, angesichts der deutlich sichtbaren Verletzungen habe man aber "eine Entscheidung treffen müssen", sagte Fernandez.

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Pogacar: Dickes Fragezeichen hinter WM-Teilnahme

Pogacar hatte bei der Vuelta auf den ersten sieben Etappen insgesamt drei Tagessiege gefeiert und nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt mit gewohnter Dominanz beeindruckt. Hinter seiner Teilnahme an der Ende September stattfindenden WM in Montreal, wo Pogacar eigentlich seinen dritten Weltmeistertitel in Folge gewinnen will, steht ein dickes Fragezeichen.

Den Tagessieg sicherte sich am Samstag im Massensprint der Franzose Bryan Coquard vom Team Cofidis vor dem Dänen Mads Pedersen (Lidl-Trek). Neuer Gesamtführender ist der Spanier Mas vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM/+1:11 Minuten) und Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic (Slowenien/+1:33 Minuten) vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe - nach dem Aus von werden die Karten wieder neu gemischt.

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