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Alexander Zverev über Boris Becker: "Erzählt wie immer Blödsinn" - Tennis-Star kontert Russland-Kritik
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von SIDran Mehr Sport
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Videoclip • 01:04 Min
Boris Becker äußerte sich kritisch über das Auftreten von Alexander Zverev. Der konterte jetzt seinerseits mit deutlichen Worten.
Der frischgebackene Weltranglistenerste Alexander Zverev hat mit deutlichen Worten auf die öffentliche Kritik von Boris Becker an seinem Auftreten reagiert. "Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt", sagte Zverev auf der Pressekonferenz nach seinem Aus beim ATP-Masters in Paris: "Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache. Wenn er der Meinung ist, dass er das braucht, dann soll er das machen."
Becker hatte sich am Montag in einem langen Interview mit dem Spiegel über Zverev und seine eigene Beziehung zur Nummer eins ausgelassen. Unter anderem spekulierte Becker darüber, warum Zverev trotz seiner Erfolge nicht uneingeschränkt positiv in Deutschland aufgenommen werde.
Alexander Zverev ist die neue Nummer 1 der Tennis-Welt
Bild: picture-alliance/Pressefoto Rudel/SID/Nico Bauhof
Zverev nicht geliebt? "Muss etwas dafür tun"
"Seine Eltern kommen aus Russland, er spricht auf dem Platz russisch mit seiner Box. Politisch äußert er sich überhaupt nicht zum Krieg in der Ukraine, was ich persönlich verstehe, aber es kommt natürlich nicht so gut an", sagte Becker. Auch an Zverevs Goldketten sowie dessen "schroffen und abgehackten" Statements auf Deutsch stieß sich der dreimalige Wimbledonsieger. "Wenn ihm wichtig ist, dass er mehr respektiert wird und vielleicht sogar geliebt, vor allem in seinem Heimatland Deutschland, dann muss er etwas dafür tun", sagte Becker.
Zverev äußerte in Paris Unverständnis. "Ich glaube, dass er momentan einfach nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen. Das kann er machen, das ist seine Entscheidung", sagte er. Und überhaupt habe er keine mangelnde Anerkennung spüren können. Er habe 2026 drei Grand-Slam-Finals gespielt. "Ich fand, in Paris waren 70 Prozent der Leute für mich. In Wimbledon habe ich gegen Jannik Sinner gespielt, da war es 50:50, fand ich. Und dass in New York, wenn ich gegen einen Amerikaner spiele, das Stadion gegen mich ist, ist normal", sagte der 29-Jährige.
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