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French Open

Alexander Zverev: Boris Becker erklärt die neue Qualität des Deutschen bei den French Open

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

2026 Roland Garros Alexander Zverev (GER) *** 2026 Roland Garros Alexander Zverev GER

Bild: Paul Zimmer


Alexander Zverev steht im Halbfinale der French Open und könnte erstmals ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Tennis-Ikone Boris Becker erklärt die starke Entwicklung des Deutschen.

Alexander Zverev begeistert Tennis-Deutschland. Der 29-Jährige steht im Halbfinale der French Open und trifft am heutigen Freitag (ab 14:30 Uhr, im Livestream auf Joyn) auf den Tschechen Jakub Mensik.

Alexander Zverev wirkt reifer und ruhiger

Die deutsche Tennis-Legende Boris Becker lobt die Entwicklung von Zverev. "Da hat sich etwas verändert", sagt er in seinem gemeinsamen Podcast mit Andrea Petkovic. "Der spielt besser Tennis, der bewegt sich besser, der steht näher an der Grundlinie. Dass der Aufschlag gut war, wussten wir bereits im letzten Jahr."

Es beeindruckt ihn aber, "dass er die Spielposition einnimmt, dass er der entscheidende Spieler ist, der das Tempo macht, eigentlich über das ganze Jahr hinweg. Natürlich hat er ein paar Mal gegen Sinner verloren, aber gegen den Rest eigentlich immer gewonnen."

Auch von der Persönlichkeit habe Zverev eine gute Entwicklung genommen. "Sascha wirkt insgesamt ein bisschen reifer, ein bisschen ruhiger. Er ist natürlich jetzt auch schon zum elften Mal in Paris. Irgendwann hat man alles erlebt", sagt Becker.

"Irgendwann wird man auch nicht mehr so hektisch. Das ist zumindest meine Hoffnung. Deswegen steht er dort völlig zurecht. Für mich ist er von den vier Spielern, die noch übrig sind, der beste Spieler."

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Zverev bei den French Open: Kopfkino könnte zum Problem werden

Dennoch sei die Ausgangssituation für Zverev nicht ungefährlich: "Er hat zwei Tage frei. Und egal, wer du bist: Das Kopfkino geht los! Du fängst an, nachzudenken. 'Es könnte jetzt mein Turnier werden, mein erster Grand Slam'. Diese Gedanken kommen automatisch, auch bei Sascha Zverev. Die Frage ist: Wie geht er damit um? Bis jetzt hat er das gut gemacht."

Allerdings sei der Gegner schwierig zu bespielen: "Jakub Mensik ist nicht beeindruckt von großen Namen oder vom Center Court. Das ist eine coole tschechische Socke. Wenn er eine Chance hat, wird er diese wahrnehmen."

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Boris Becker kritisiert Experten: "Viele hatten Zverev abgeschrieben"

Becker sieht in Zverev dennoch den Favoriten und kritisiert die vielen Fachleute, die zuletzt nicht mehr an Zverev glaubten.

"Viele Experten hatten ihn schon längst abgeschrieben: 'Der wird nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, der ist mental zu schwach. Sinner und Alcaraz sind unschlagbar'. Vielleicht müssen sich viele Experten selbst hinterfragen, ob sie denn so früh einen Spieler abschreiben können", sagt er.

Becker habe immer die Chance gesehen, dass Zverev ein Grand-Slam-Turnier gewinnen könne: "Bei einem Grand Slam kann so viel passieren. Wenn er gut genug ist, ein Masters-Turnier zu gewinnen, das ATP-Finale und Olympia-Gold, dann ist er auch gut genug, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Es muss passen. Meiner Meinung nach passt es jetzt. Wenn nicht jetzt, wann dann?"

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