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French Open: Auch von Teenager Rafael Jodar nicht zu bremsen - Alexander Zverev steht im Halbfinale

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:47 Min


Der Hamburger Tennis-Star Alexander Zverev darf nach seinem souveränen Sieg im Viertelfinale der French Open weiterhin von seinem ersten Grand-Slam-Titel träumen.

Alexander Zverev vollendete mit einer perfekten Vorhand seine eindrucksvoller Machtdemonstration im Viertelfinale der French Open, dann lenkte er seine Gedanken schon auf die beiden entscheidenden Etappen seiner Titelmission bei den French Open: "Ich will die Matches gewinnen, die vor mir liegen", sagte Zverev, nachdem er an einem verregneten Pariser Nachmittag gegen den Spanier Rafael Jódar eines unterstrichen hatte: Deutschlands Nummer eins ist der Topfavorit auf den Triumph in Roland Garros.

Nach einer insgesamt starken Vorstellung und einem 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 gegen Jódar befindet sich Zverev nur noch zwei Siege vom Gewinn seines ersten Grand-Slam-Titels entfernt.

Im Halbfinale trifft Zverev nun auf den Tschechen Jakub Mensik, der sich mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:3) gegen Joao Fonseca aus Brasilien durchsetzte.

Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren steht der Tokio-Olympiasieger am Bois de Boulogne unter den besten vier. Und auch wenn der Weg nach dem Scheitern der härtesten Mitbewerber wie Jannik Sinner und Novak Djokovic frei scheint, bleibt Zverev cool und fokussiert.

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Becker schwärmt von Zverev, Oma Natalia jubelt

"Ich bin glücklich, dass ich im Halbfinale stehe, mehr nicht", sagte Zverev, der nicht in Jubelstürme verfiel. Doch während sich der Hamburger in Zurückhaltung übte, prasselte aus allen Richtungen Lob auf ihn ein. "Viel besser habe ich ihn noch nie gesehen. Das war unglaublich großes Tennis", schwärmte "Eurosport"-Experte Boris Becker, auf der Tribüne jubelte Oma Natalia.

Zverev, der im vergangenen Jahr im Viertelfinale noch sang- und klanglos am 24-maligen Major-Gewinner Novak Djokovic gescheitert war, hatte nur zu Beginn des Spiels Probleme gegen den Spanier. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung Mitte des ersten Satzes verwandelte er schließlich nach 2:25 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum Sieg.

Auf dem Weg zum Finale bekommt es Zverev nun mit einem weiteren "jungen Wilden" in Paris zu tun. In der Nightsession duellieren sich der Brasilianer Joao Fonseca, wie Jódar nur 19, und der ein Jahr ältere Jakub Mensik aus Tschechien um den Einzug in die Vorschlussrunde. In dieser Form ist Zverev aber auch dann klar favorisiert. "Ich werde mir das Match auf meinem Hotelzimmer ansehen, vielleicht mit einem schönen Getränk in meiner Hand", flachste der zufriedene Sieger.

Zverev stabilisiert sich nach anfänglichen Problemen

Vor dem ersten richtigen Härtetest auf dem Weg zum erhofften Triumph hatte Zverev prominente Unterstützung erhalten. "Ich hoffe, dass es dieses Jahr hier in Paris soweit sein wird", hatte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber gesagt. Entscheidend sei aber, wie der Hamburger mit seiner Favoritenrolle und den hohen Erwartungen an der Seine umgeht. Zverev werde "mehr Druck spüren als je zuvor in seiner Karriere", war sich auch Legende John McEnroe sicher.

Am Dienstag hatte sich die Hitze der ersten Woche endgültig verabschiedet, in Paris regnete es bei Temperaturen um die 20 Grad immer wieder in Strömen. Und so blieb das Dach über dem Court Philippe-Chatrier geschlossen. Er hoffe, dass sich trotz der veränderten Gegebenheiten "nichts am Ergebnis ändere", sagte Mischa Zverev: "Die Bedingungen sind natürlich anders, der Platz ist nass, der Ball springt anders ab." Dennoch war der Glaube an einen Sieg des Bruders gegen Jódar groß: "Er wird ihn auch packen."

Doch wie im Achtelfinale gegen den Niederländer Jesper de Jong fand Zverev schleppend in die Begegnung, was der furchtlose Spanier gnadenlos ausnutze. Während sich der Hamburger immer wieder Fehler erlaubte, war Jódar vor allem bei seinen eigenen Aufschlagspielen kaum angreifbar - und zog schnell auf 5:2 davon.

Mit dem Rücken zur Wand zeigte Zverev aber eine starke Reaktion. Der Hamburger fand besser in die Partie, gewann den Satz noch - und danach lief die Maschine.

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