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Dallas Cowboys: George Pickens sorgt weiter für Rätselraten

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

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Videoclip • 01:21 Min


George Pickens hat seinen Franchise Tender bei den Dallas Cowboys noch immer nicht angenommen. Damit bleibt die Zukunft des Star-Receivers offen. Ein möglicher Trade ist komplizierter, als es zunächst schien.

George Pickens hat seinen Vertrag bei den Dallas Cowboys noch nicht unterschrieben.

Laut "ESPN" hat der 25-Jährige seinen Franchise Tender noch nicht offiziell akzeptiert.

NFL-Insider Ian Rapoport berichtete am ersten Tag des NFL Drafts, dass der Wide Receiver den Einjahresvertrag über 27,298 Millionen US-Dollar aber noch unterschreiben werde.

Vollzogen ist dieser Schritt bislang aber nicht.

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Pickens muss Franchise Tender nicht unterschreiben

Dabei ist die Formulierung wichtig: Ein Spieler muss den Franchise Tender technisch gesehen nicht zwingend klassisch "unterschreiben", sondern ihn lediglich akzeptieren.

Das kann beispielsweise auch per E-Mail geschehen. Solange diese Annahme aber nicht erfolgt ist, steht Pickens offiziell nicht bei den Cowboys unter Vertrag.

Für Dallas ist das mehr als nur eine Formalie. Sobald Pickens den Tender akzeptiert, wäre er vertraglich gebunden. Damit könnte er unter anderem bestraft werden, falls er das verpflichtende Minicamp auslässt. Auch ein Holdout im Training Camp oder das Fehlen bei Preseason-Spielen könnte dann Geldstrafen nach sich ziehen.

Aus Spielersicht kann es trotzdem Gründe geben, den Tender frühzeitig anzunehmen. Ein Spieler könnte sich damit klar auf die kommende Saison fokussieren, ein starkes Jahr anpeilen und sich anschließend erneut für die Free Agency in Stellung bringen.

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Im Fall von Pickens ist die Lage allerdings komplizierter. Die Cowboys könnten ihn theoretisch im kommenden Jahr erneut mit dem Franchise Tag belegen.

In diesem Fall stünde Pickens regelkonform eine Gehaltserhöhung von 20 Prozent gegenüber seinem 2026er-Gehalt zu. Das wären 32,75 Millionen US-Dollar. Auch diese Summe läge aber noch deutlich unter dem aktuellen Top-Niveau des Receiver-Marktes, welches ungefähr bei 42,15 Millionen US-Dollar pro Jahr geschätzt wird.

Ein weiterer Punkt: Erst mit der Annahme des Tenders wäre Pickens auch offiziell handelbar. Die vorschnelle Meldung über seine angebliche Einigung könnte womöglich auch dazu gedient haben , während des Drafts potenzielle Trade-Angebote für Pickens anzuschieben.

Entscheidend ist dabei die Frist am 15. Juli. Sollte Pickens nach diesem Datum getradet werden, dürfte sein neues Team ihm keinen langfristigen Vertrag mehr geben. Diese Deadline gilt für Spieler, die mit dem Franchise Tag belegt wurden. Nach dem 15. Juli wäre ein Mehrjahresvertrag für die laufende Tag-Periode nicht mehr möglich.

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Damit wäre ein Szenario wie bei Micah Parsons, also ein Trade während der Preseason mit anschließender langfristiger Lösung, bei Pickens praktisch ausgeschlossen.

Ein aufnehmendes Team müsste Pickens im August als reine Einjahreslösung akzeptieren. Mit exklusiven Verhandlungsrechten nach der Saison und der Möglichkeit, ihn im Folgejahr selbst erneut mit dem Franchise Tag zu belegen.

Solange Pickens den Tender nicht annimmt, bleibt seine Situation offen. Für die Cowboys bedeutet das: Sie halten zwar über den Franchise Tag die Kontrolle über ihren Star-Receiver, haben ihn aber noch nicht offiziell unter Vertrag.

Für Pickens wiederum bleibt ein gewisser Hebel bestehen - zumindest bis er den Tender akzeptiert oder Dallas eine andere Lösung findet.

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