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Green Bay Packers machen erstmals seit 1990 Verlust - Präsident will "aggressiver Einnahmen erzielen"

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von ran.de

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Videoclip • 01:39 Min


Die Green Bay Packers haben ihre jährlichen Geschäftszahlen bekanntgegeben und mussten dabei erstmals seit über 30 Jahren rote Zahlen vermelden. Präsident Ed Policy will daher in Zukunft "aggressiver Einnahmen erzielen" und auf neue Einnahmequellen setzen.

Die Green Bay Packers haben das erste Mal seit dem Geschäftsjahr 1990 - ausgenommen den Pandemiejahren - einen operativen Verlust vermeldet.

Gegenüber den 753 Millionen Dollar Einnahmen standen Ausgaben in Höhe von 754,1 Millionen Dollar.

Ed Policy, der Präsident und CEO der Green Bay Packers, hat erklärt, dass das Team daher womöglich Anpassungen machen muss, um finanziell langfristig konkurrenzfähig zu sein.

"Es ist, als hätten andere Teams Zugang zu einem Geldautomaten, den wir derzeit einfach nicht haben", sagte er bei der jährlichen Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2026.

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Green Bay Packers sind einziges NFL-Team ohne einzelnen Besitzer

Der Gesamtnettogewinn des Teams stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 54,8 Prozent, weil das Team operative Einnahmen in Höhe von 133,6 Millionen Dollar verzeichnete. Das sind Einnahmen, die nicht aus dem eigentlichen Kerngeschäft eines Unternehmens kommen - im Fall der Packers entstanden diese unter anderem durch den Anteil des Teams an der Übernahme des "NFL Network" durch "ESPN".

Die tatsächlichen Einnahmen stiegen um 4,7 Prozent, die Ausgaben hingegen um 18,7 Prozent. Dieser Anstieg sei laut Policy hauptsächlich auf eine Erhöhung der Spielerkosten um 130 Millionen Dollar zurückzuführen. Grund dafür war unter anderem die Verpflichtung von Edge Rusher Micah Parsons.

Der fünfmalige Pro Bowler unterschrieb einen Vierjahresvertrag im Wert von bis zu 188 Millionen Dollar, wobei 136 Millionen garantiert sind. Besonders bitter war dementsprechend der Kreuzbandriss des 27-Jährigen im Dezember gegen die Denver Broncos.

Besonders spannend ist die Situation, weil die Packers als einziges Team in der NFL keinen einzelnen Besitzer haben. Stattdessen gehören sie einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft mit hunderttausenden Aktionären. Die Aktien stellen allerdings keine klassische Geldanlage dar, da die Aktionäre keine Gewinnanteile erhalten.

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Packers setzen auf neue Einnahmequellen

"Wir müssen in Zukunft bei der Erzielung von Einnahmen aggressiver vorgehen", sagte Policy: "Wir alle wissen, dass die Kosten für den Wettbewerb in der NFL steigen und andere Teams Zugang zu Kapitalquellen haben, über die wir einfach nicht verfügen."

Im Gegensatz zu anderen Franchises hätten die Packers etwa keine Möglichkeit, Minderheitsanteile an ihrem Team zu verkaufen: "Ein Team kann beispielsweise fünf bis zehn Prozent seines Eigenkapitals verkaufen, ohne die Kontrollmehrheit am Team abzugeben, und so in nur wenigen Monaten mehr Geld beschaffen, als wir in unserem Kapitalreservefonds haben", so der 55-Jährige.

Dabei betonte er, dass die Packers keine Pläne hätten, die Namensrechte für ihr Stadion, das Lambeau Field, zu verkaufen. Allerdings erklärte er, dass sie dazu bei ihrer Trainingsanlage bereit seien.

Das Footballfeld in Titletown - ein Bauprojekt neben dem Lambeau Field mit Büros, Geschäften, Restaurants und Wohnungen - wurde im Rahmen eines neuen Sponsorenvertrags bereits in "Emplify Health Field" umbenannt.

Darüber hinaus will die Franchise in Zukunft mehrere Veranstaltungen wie Konzerte und College-Football-Spiele in ihrem Stadion abhalten.

"Ich bin sehr zuversichtlich, was die finanzielle Stärke und Lage der Packers sowohl mittelfristig als auch kurzfristig angeht", so Policy: "Wir beobachten jedoch einige dieser langfristigen Trends sehr genau und prüfen, wie sie sich langfristig auf uns und unsere finanzielle Gesundheit auswirken."

Und weiter: "Wir müssen sicherstellen, dass wir stets in der Lage sind, weiterhin klug in alles zu investieren, was nötig ist, um ein Team auf Meisterschaftsniveau aufzustellen - seien es Spielerkosten, das Trainerteam oder die Einrichtungen.“

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Packers zuletzt 2020 im Championship Game

Das letzte Mal, dass die Packers ins Championship Game einzogen, war 2020. Damals verlor das Team mit 26:31 gegen Tom Brady und die Tampa Bay Buccaneers. 2010 gewann "The Pack" zum bislang letzten Mal den Super Bowl.

Nach dem Abgang von Aaron Rodgers 2022 hat Green Bay mit Jordan Love seinen Franchise Quarterback gefunden, seitdem gewann das Team allerdings nur ein Playoff-Spiel.

In der starken NFC North konkurrieren die Packers mit den Minnesota Vikings, den Chicago Bears und den Detroit Lions um den Division-Titel, den sie zuletzt 2021 gewannen.

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