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NFL-Preseason: Deutsche Bilanz in Woche zwei: Klein liefert erneut, Rubelt spielt durch
Veröffentlicht:
von Mike StiefelhagenNFL
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Videoclip • 01:34 Min
Marlin Klein bestätigt seinen starken Auftakt bei den Houston Texans, Paul Rubelt erhält als Left Tackle ein Mammutpensum. So lief die zweite Woche der Preseason aus Sicht der deutschen NFL-Stars.
Die zweite Woche der NFL Preseason ist vorbei. Für die deutschen Profis verlief der Spieltag höchst unterschiedlich.
Während die etablierten Stars vor allem gesund bleiben sollen, kämpfen andere Spieler um eine größere Rolle, einen Platz im 53-Mann-Kader oder zumindest um die Aufnahme in den Practice Squad.
Besonders Marlin Klein und Paul Rubelt nutzten ihre Chancen. Julius Welschof machte ebenfalls auf sich aufmerksam, Kilian Zierer erlebte dagegen einen schwierigen Abend.
ran zeigt das Abschneiden der deutschen NFL-Stars.
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Amon-Ra St. Brown (Detroit Lions, Wide Receiver)
Amon-Ra St. Brown kam auch im zweiten Vorbereitungsspiel der Detroit Lions nicht zum Einsatz. Der deutsche Star-Receiver wurde beim 17:13-Erfolg gegen die Washington Commanders geschont.
Neben St. Brown verzichtete Detroit auf zahlreiche weitere Leistungsträger. Quarterback Jared Goff, Running Back Jahmyr Gibbs, Receiver Jameson Williams und Offensive Tackle Penei Sewell gehörten ebenfalls nicht zum Aufgebot.
Die Lions entschieden die Partie trotzdem für sich. Quarterback Joshua Dobbs sorgte mit einem 50-Yard-Touchdownlauf für das spektakulärste Play des Spiels.
Für St. Brown besitzt die Preseason ohnehin eine andere Bedeutung als für die meisten deutschen Vertreter. Seine Rolle als wichtigste Anspielstation der Lions ist unumstritten. Entscheidend ist, dass er gesund in die Regular Season geht.
Brandon Coleman (Washington Commanders, Offensive Tackle)
Brandon Coleman stand bei den Commanders als Left Tackle in der Startformation. Der in Berlin aufgewachsene Offensive Lineman vertrat Laremy Tunsil, der wegen eines gerissenen Trizeps operiert werden musste.
Coleman blieb allerdings nur drei Spielzüge auf dem Feld. Washingtons erste Offense um Quarterback Jayden Daniels absolvierte lediglich eine kurze Serie und beendete ihren Arbeitstag anschließend planmäßig.
Nach einem unvollständigen Pass, wurde Daniels beim zweiten Spielzug gesackt. Ein Lauf beim dritten Versuch brachte nicht genügend Raumgewinn, sodass die Commanders punten mussten. Die Verantwortung für den Sack lässt sich dabei nicht automatisch Coleman zuschreiben.
Washington verlor mit 13:17. Eine seriöse Einzelbewertung ist nach nur drei Snaps kaum möglich. Aussagekräftiger ist, dass Coleman derzeit als erster Ersatz für Tunsil auf der wichtigen linken Seite eingeplant wird.
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Marlin Klein (Houston Texans, Tight End)
Marlin Klein hat seinen gelungenen NFL-Einstand bestätigt. Bei der 20:22-Niederlage der Houston Texans gegen die Las Vegas Raiders fing der Rookie drei Pässe für 31 Yards.
Der deutsche Tight End wurde viermal angeworfen. Sein längster Raumgewinn betrug 17 Yards, ein Touchdown gelang ihm nicht. Mit seinen 31 Receiving Yards führte Klein die Texans trotzdem in dieser Statistik an.
Kurios: Schon bei seinem Debüt gegen die Los Angeles Chargers hatte Klein exakt 31 Yards erzielt. Damals mit einem einzigen Catch. Nach zwei Vorbereitungsspielen steht der Zweitrunden-Pick bei vier gefangenen Pässen für insgesamt 62 Yards.
Gegen die Raiders absolvierte Klein 20 Offense-Snaps und elf weitere Spielzüge in den Special Teams. Die Niederlage war für Houston besonders bitter: Die Texans führten zur Halbzeit mit 20:3, kassierten danach jedoch 19 Punkte ohne einen eigenen zu erzielen.
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Julius Welschof (Pittsburgh Steelers, Linebacker)
Für die Pittsburgh Steelers verlief das zweite Vorbereitungsspiel ernüchternd. Das Team unterlag den New York Jets mit 0:17.
Julius Welschof gehörte dagegen erneut zu den auffälligeren Spielern. Der Linebacker absolvierte 33 defensive Snaps und zählte damit zu den meistbeschäftigten Verteidigern der Steelers.
Welschof wurden zwei assistierte Tackles und einen Quarterback Hit gutgeschrieben. Bei einem dritten Versuch im Schlussviertel setzte er Jets-Quarterback Brett Rypien unter Druck und trug zu einem unvollständigen Pass bei.
Zudem erzeugte Welschof bei 14 Pass-Rush-Snaps einmal Druck. Einen Sack wie beim Preseason-Auftakt gegen die Green Bay Packers gelang ihm diesmal nicht, dennoch sammelte der 29-Jährige weitere Argumente im Kampf um seinen Kaderplatz.
Lorenz Metz (New England Patriots, Offensive Tackle)
Lorenz Metz durfte mit den New England Patriots einen 24:21-Erfolg gegen die Philadelphia Eagles feiern. Persönlich spielte der Offensive Tackle allerdings nur eine untergeordnete Rolle.
Nachdem Marcus Bryant bereits während des ersten Drives verletzt ausgeschieden war, bekam nicht Metz, sondern Rookie Caleb Lomu den Großteil der frei gewordenen Einsatzzeit. Lomu stand bei 60 offensiven Spielzügen auf dem Feld.
Metz kam erst in der Schlussphase zum Einsatz. Für den Deutschen wurden 13 Offense-Snaps sowie ein weiterer Spielzug in den Special Teams verzeichnet.
Das Pensum ist zu klein, um seinen Auftritt abschließend zu bewerten. Die Verteilung der Spielzeit deutet jedoch darauf hin, dass Lomu in der internen Rangordnung der Patriots derzeit vor Metz liegt.
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Paul Rubelt (Tampa Bay Buccaneers, Offensive Tackle)
Paul Rubelt erhielt beim 16:15-Erfolg der Tampa Bay Buccaneers gegen die Kansas City Chiefs die mit Abstand meisten Snaps aller deutschen Spieler. Der Rookie begann als Left Tackle und spielte in der Offensive komplett durch.
Insgesamt kam Rubelt auf 60 Offense-Snaps und zwei weitere Einsätze in den Special Teams. Weil Tristan Wirfs, Ben Chukwuma und Justin Skule nicht spielten, durfte er zu Beginn sogar die Blind Side von Quarterback Baker Mayfield schützen.
Fehlerfrei blieb der Auftritt nicht. Im zweiten Viertel verursachte Rubelt einen False Start. Zudem ließ Tampa Bays Offensive Line über das gesamte Spiel drei Sacks zu, die jedoch nicht pauschal dem deutschen Left Tackle angelastet werden können.
Head Coach Todd Bowles lobte Rubelts Einsatz nach der Partie ausdrücklich. Für einen ungedrafteten Rookie war das Mammutpensum ein wichtiger Vertrauensbeweis
Kilian Zierer (Jacksonville Jaguars, Offensive Tackle)
Kilian Zierer begann bei den Jacksonville Jaguars gegen die Carolina Panthers als Left Tackle. Der Münchner spielte in einer neu formierten Offensive Line, die fast ausschließlich aus Akteuren der dritten Reihe bestand.
Zierer verpasste keinen offensiven Spielzug. Er absolvierte alle 55 Offense-Snaps und kam zusätzlich dreimal in den Special Teams zum Einsatz.
Im zweiten Viertel wurde gegen ihn ein False Start ausgesprochen. Zierer ließ vier Pressures zu, darunter einen Sack.
Jacksonville verlor deutlich mit 17:34. Nach seinem ordentlichen Auftritt im ersten Vorbereitungsspiel war das für Zierer ein Rückschlag. Im abschließenden Preseason-Spiel dürfte der Offensive Tackle eine weitere Chance erhalten, sich für den Kader oder den Practice Squad zu empfehlen.
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