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NFL-Stadien bei der WM 2026: Lohnt sich der Aufwand wirklich? Jerry Jones begeistert
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von Mike StiefelhagenNFL
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Elf NFL-Stadien werden bei der Fußball-WM 2026 zu WM-Arenen. Für die Teams bedeutet das Prestige und globale Aufmerksamkeit – aber auch massive Einschränkungen, hohe Anforderungen und offene finanzielle Fragen.
Die Fußball-WM 2026 wird für mehrere NFL-Teams zu einer logistischen Herausforderung.
Stadien müssen umgebaut, Spielflächen an die FIFA-Vorgaben angepasst und teilweise sogar für andere Veranstaltungen blockiert werden.
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Dazu gehört auch, dass die Arenen während des Turniers nicht unter ihren gewohnten NFL- oder Sponsorennamen auftreten dürfen.
Die Frage entsteht, ob der Nutzen den Aufwand wirklich rechtfertigt. Denn die betroffenen Teams müssen für die FIFA zahlreiche Bedingungen erfüllen. Von der Infrastruktur über die Rasenqualität bis hin zur Vermarktung rund um die Spieltage.
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Cowboys-Besitzer kann wegen WM "nicht schlafen"
Ein NFL-Funktionär eines Teams, das keine WM-Spiele ausrichtet, sagte laut "Boston Globe": "Ich weiß, dass mehr als nur ein paar Teams nicht enttäuscht waren, den Zuschlag nicht bekommen zu haben."
Das lässt erahnen, wie groß der organisatorische Aufwand für die Gastgeber ist. Gleichzeitig dürfte bei dieser Einschätzung auch eine Portion Enttäuschung mitschwingen. Denn jene Teams, deren Stadien ausgewählt wurden, präsentieren die WM-Spiele öffentlich als große Chance.
Besonders offensiv äußerten sich die Dallas Cowboys. Besitzer und General Manager Jerry Jones sieht die WM-Spiele im AT&T Stadium als einmalige Möglichkeit, die eigene Marke auf einer globalen Bühne zu präsentieren.
Jones sagte demnach: "Ich kann nicht schlafen." Die WM sei für die Cowboys eine Chance, sich mit der weltweiten Liebe zum Fußball zu verbinden und zugleich das eigene Stadion dauerhaft mit diesem Großereignis zu verknüpfen.
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Jerry Jones muss sogar eigene Suite räumen
Auch Cowboys-Executive Stephen Jones machte deutlich, dass der Klub trotz der Einschränkungen hinter dem Projekt steht: "Wir werden den ganzen Sommer geschlossen sein. Aber es ist es wert." Für ihn gehe es dabei um die Marke und darum, Teil von etwas Besonderem zu sein.
Wie weit die Anpassungen gehen, zeigt ein Detail aus Dallas: Die Familie Jones muss für die WM-Spiele offenbar sogar ihre eigene Suite im Stadion abgeben.
Jerry Jones sagte dazu: "Ich glaube, ich muss woanders hingehen, aber das war Teil davon." Man habe viele Dinge getan, um die WM-Spiele möglich zu machen.
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NFL-Stadien: FIFA kassiert den Großteil der Erlöse
Insgesamt werden elf NFL-Stadien bei der WM 2026 genutzt. Dazu gehören die Spielstätten der Cowboys, Patriots, Falcons, Texans, Chargers und Rams, Giants und Jets, Chiefs, Seahawks, 49ers, Dolphins sowie Eagles.
Für die Teams bedeutet das internationale Sichtbarkeit, neue Kontakte und einen enormen Imagegewinn. Gleichzeitig müssen sie während der WM-Phase auf andere lukrative Veranstaltungen verzichten. Etwa große Konzerte oder sonstige Events, die normalerweise Einnahmen im Sommer bringen könnten.
Ein zentraler Punkt bleibt die finanzielle Seite. Berichten zufolge wird durch die WM insgesamt ein Umsatz von rund elf Milliarden US-Dollar erwartet. Die FIFA zahlt demnach Miete für die Stadien, behält aber die Erlöse aus Sponsoring, Tickets, Suiten, Merchandising, Catering und Parkplätzen.
Wie viel die NFL-Teams am Ende genau für die Ausrichtung erhalten, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Die Vertragsbedingungen werden laut Bericht unter Verschluss gehalten.
NFL-Teams priorisieren FIFA gegenüber eigenen Spielern
Neben Aufwand und Einnahmen gibt es noch eine sportpolitische Debatte. Für die WM müssen die Teams Spielflächen bereitstellen, die den hohen FIFA-Standards entsprechen. Genau das könnte öffentlich heikel werden, weil viele NFL-Spieler seit Jahren bessere Rasenbedingungen fordern.
Der Vorwurf liegt nahe: Für die FIFA werden plötzlich hochwertige Spielflächen möglich gemacht, während NFL-Profis in manchen Stadien weiterhin auf problematischen Untergründen spielen müssen.
Ob sich die WM für die NFL-Teams lohnt, hängt also von der Perspektive ab. Finanziell dürften die Besitzer kaum schlechte Deals abgeschlossen haben. Gerade Teams wie die Cowboys werden den globalen Markenwert der WM stark gewichten.
Trotzdem bleibt die Ausrichtung ein Mammutprojekt. Die Teams müssen ihre Stadien umbauen, Einnahmequellen einschränken und sich den strengen Vorgaben der FIFA unterwerfen. Der sportliche und wirtschaftliche Nutzen ist groß – der Aufwand aber ebenso.
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