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NFL Week 2: Die Gewinner und Verlierer des Spieltags - Watson ist back, Steelers-Offense völlig leblos

Aktualisiert:

von ran.de

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NFL: Nur drei Punkte für Steelers - Aaron Rodgers bleibt cool

Videoclip • 01:36 Min


Der 2. Spieltag der NFL hatte wie immer einiges zu bieten: Reihenweise Upsets prägen die Woche, außerdem erwacht ein Totgeglaubter und die Schiedsrichter stehen ebenfalls im Fokus.

Woche zwei in der NFL ist immer interessant: Overreactions aus Woche eins werden deutlich, vermeintliche Eintagsfliegen können aber auch beweisen, dass mit ihnen wirklich in der laufenden Saison zu rechnen ist.

Außerdem hagelte es gleich einige Upsets, ein bereits abgeschriebener Spieler glänzte bei einem dieser Außenseitersiege völlig überraschend.

ran blickt auf die jeweils fünf größten Gewinner und Verlierer des Spieltags.

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Gewinner: Saints haben in Tyler Shough ihren Franchise-Quarterback gefunden

Die Ära von Drew Brees ist schon seit 2020 vorbei, seither fanden die New Orleans Saints keine langfristige Lösung auf der Quarterback-Position – bis jetzt.

Denn Tyler Shough hat seine Qualitäten, die er in seiner Rookie-Saison bereits andeutete, in den ersten beiden Saisonspielen unter Beweis gestellt.

Die Saints hatten ein hartes Auftaktprogramm mit Auswärtsspielen bei den Detroit Lions und den Baltimore Ravens, Shough zeigte dabei aber jeweils sehr ansprechende Leistungen.

Diese Woche reichte es dann auch noch zum Überraschungssieg. Auch wenn sein Game-Winning-Touchdown, der hier später noch Thema wird, wohl irregulär war, wurde Shough damit für eine starke Leistung belohnt. Immer wieder traf er seine Receiver durch enge Fenster und dirigierte eine starke Aufholjagd im vierten Viertel. Mit den Saints wird zu rechnen sein.

Gewinner: Bryce Young ist in der NFL angekommen

Lange hat es gedauert, viele Experten und Fans schrieben Bryce Young bis zu diesem Moment auch schon mehrfach ab, aber jetzt kann man tatsächlich vorsichtig sagen: Bryce Young bringt sein Potenzial endlich auf das NFL-Feld und hat sich als Starting-Quarterback etabliert.

Bereits gegen die Chicago Bears führte er sein Team zu 37 Punkten, die wegen der schwachen Defense aber letztlich keinen Wert hatten. Gegen die Falcons überzeugte Young erneut und warf für 287 Yards und drei Touchdowns. Seine insgesamt 648 Passing Yards sind nur 14 weniger als Shough, der die Liga in dieser Statistik anführt. Youngs sechs Passing Touchdowns sind geteilter Bestwert.

Die Defense der Falcons und Bears ist zwar mit Vorsicht zu betrachten, diese Zahlen muss man in der NFL zwei Wochen am Stück aber erstmal abliefern.

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Gewinner: Brian Flores zerlegt arrogante Bears

Das Brian Flores einer der besten Defensive Coordinator der Liga ist und unter anderen Umständen wohl Head Coach in der NFL wäre, ist kein Geheimnis.

Nichtsdestotrotz ist die Konstanz seiner Defense bei den Minnesota Vikings Woche für Woche beeindruckend. Flores kann jeden Gegner, sei er noch so gut, an einem Spieltag komplett abmelden. Diese Woche waren die Bears um Caleb Williams sein Opfer, die er nach 59 Punkten gegen die Panthers nur bei drei Punkten hielt.

Die Verletzung von Williams spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, dem Quarterback wollte über drei Viertel nichts gelingen, ehe er im letzten Viertel raus musste. Gerade nach Ben Johnsons mutiger Ankündigung, man wolle den Punkterekord der NFL brechen, sollte die Leistung von Flores' Defense eine Genugtuung für den ehemaligen Head Coach sein. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann Flores seine zweite Chance als Hauptübungsleiter bekommt.

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Gewinner: Deshaun Watson ist back?!

Ja, ihr lest richtig. Der massiv angezählte Quarterback, der in Woche eins komplett enttäuschte, hat mit den Cleveland Browns nicht nur einen Sieg eingefahren - er spielte dabei auch stark.

Watson musste ohne funktionierendes Laufspiel fast die gesamte Offense alleine schultern, verteilte den Ball dabei variabel (vier Spieler mit mindestens fünf Catches) und kam letztlich auf 24/30 Completions für 238 Yards und zwei Touchdowns.

Vor dem Spiel sickerte bereits durch, dass der 31-Jährige nach dem Spiel bei den Tampa Bay Buccaneers als Starter wohl abgesägt werden sollte - das hat sich jetzt wohl erstmal erledigt. Watson sollte sich also mindestens eine weitere Woche erarbeitet haben.

Gewinner: Klint Kubiak reiht sich als nächstes Offensiv-Genie ein

Wenn über die besten Offensiv-Coaches der NFL gesprochen wird, fallen meist seit Jahren meist die gleichen Namen: Kyle Shanahan und Sean McVay werden immer zu erst genannt, Ben Johnson und Liam Coen sind zuletzt dazugekommen. Aber dabei bleibt es nicht: Klint Kubiak hat in den ersten beiden Wochen mit den Las Vegas Raiders bewiesen, dass er in dieser Riege ebenfalls zu nennen sein muss.

Kubiak konstruierte in der vergangenen Saison die Super-Bowl-Offense der Seattle Seahawks, in der er Sam Darnolds fast gescheiterte Karriere wiederbelebte und ein extrem effizientes Spielsystem etablierte.

Das brachte ihm den Posten als Head Coach in Las Vegas, wo ihm aber eigentlich die Waffen fehlen. Nichtsdestotrotz stehen die Raiders bei zwei Siegen. Kubiak hat es geschafft, dass der bereits abgeschriebene Routinier Kirk Cousins die Offense konstant bewegt und die Liga mit sechs Passing Touchdowns anführt. Es gerät fast in Vergessenheit, dass Las Vegas mit Fernando Mendoza den Nummer-1-Pick des vergangenen Drafts zunächst behutsam aufbaut.

Verlierer: Jesse Minter kann der Ravens-Defense noch nicht seinen Stempel aufdrücken

Jesse Minter kam mit viel Hype von den Los Angeles Chargers und sollte die lahme Defense der Baltimore Ravens auf links drehen. Waren in Woche eins noch gute Ansätze erkennbar, konnte Baltimore gegen die Saints nicht daran anknüpfen.

Obwohl die Ravens das Laufspiel der Saints im Griff hatten, ließen sie gegen Shough immer wieder tiefe Completions bei Third Down zu. Im vierten Viertel brach die Einheit dann komplett ein, indem sie 15 Punkte am Stück abgab und so die 17:9-Führung kippte.

Wollen die Ravens in dieser Saison wirklich um den Super Bowl spielen, muss Minter sich in seiner Spezial-Disziplin steigern.

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Verlierer: Schiedsrichter sorgen für große Diskussionen

Bleiben wir in Baltimore: Denn ein Teil der Wahrheit ist auch, dass die Saints den entscheidenden Touchdown nur erzielen konnten, weil die Schiedsrichter auf dem Feld gleich mehrere Fehler begingen.

Zu 100 Prozent ist ein knapper Quarterback-Sneak an der Goal Line selten aufzuklären, allerdings zeigten die Bilder recht eindeutig, dass Shough bei seinem Versuch nicht in die Endzone kam. Das lag vor allem auch daran, dass er bei der Aktion heftig an der Face Mask runtergerissen wurde. Aber auch das übersahen die Schiedsrichter.

Da ein eventuelles Face-Mask-Vergehen nicht per Videobeweise überprüft werden kann, wirkte die Touchdown-Entscheidung ein wenig wie eine Konzessionsentscheidung. Kein guter Eindruck für die NFL.

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Verlierer: Bucs-Passspiel stottert gewaltig

Kurz vor Saisonstart einigten sich die Tampa Bay Buccaneers mit Baker Mayfield doch noch auf einen neuen Vertrag. Ob sich die Bucs jetzt darüber ärgern?

Der Quarterback wirkte wie schon in Woche eins nicht auf der Höhe, vor heimischem Publikum wackelte Mayfield mehrfach. Aber es wäre zu leicht, die gesamte Schuld beim Spielmacher zu suchen.

Emeka Egbuka fing zwar einen Touchdown, war ansonsten aber kaum zu sehen. Chris Godwin ist noch immer ein verlässlicher Possession-Receiver, die Explosivität vergangener Tage kann er aber nicht mehr an den Tag legen. Auch die viel gelobte Offensive Line hat noch ihre Schwierigkeiten. So schwimmt Mayfield regelmäßig, muss sein Glück im Scramble suchen oder macht ein "Hero-Play" zu viel.

Verlierer: Steelers-Offense wirkt völlig leblos

Dass die Pittsburgh Steelers Spiele auch gerne Mal dreckig gewinnen, ist bekannt. So geschehen in Woche eins gegen die Atlanta Falcons. Doch zur Wahrheit gehört auch: Sobald Pittsburgh auf solch eine Weise nicht gewinnt, sind die Fragezeichen groß.

Wie gegen die Falcons ging bei Star-Quarterback Aaron Rodgers und Co. auch gegen die New England Patriots fast nichts zusammen. Die Offense wirkte lethargisch und schlicht komplett harmlos. Die Gründe dafür waren vielfältig: Rodgers bekam in der Pocket kaum Zeit, die Offensive Line blockte auch für das Laufspiel schlecht und DK Metcalf erlebte das nächste Horrorspiel. Head Coach Mike McCarthy muss sich schnell etwas einfallen lassen, sonst droht den Steelers eine Horror-Saison.

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Verlierer: Chargers enttäuschen auf ganzer Linie

Ein Ausrutscher in Woche eins vor heimischem Publikum gegen einen klaren Außenseiter? Das kann wohl jedem Mal passieren. Aber eine weitere Niederlage vor den eigenen Fans gegen einen weiteren Underdog? Das schreit nach Krise!

Dabei fällt es schwer, einen Hauptschuldigen für die Misere auszumachen. Quarterback Justin Herbert spielt nicht sein bestes Football, wird aber regelmäßig von seinen Mitspielern im Stich gelassen. Tight End David Njoku tippt einen fangbaren Ball zum Gegner, Running Back Omarion Hampton fumblet in der entscheidenden Phase den Ball und andere Receiver verteidigen sich teilweise gegenseitig. Hinzu kommt eine schwache Offensive Line.

Aber auch die Defensive kann nicht glänzen. Mit den Cardinals und Raiders bekamen Safety Derwin James und Co. machbare Gegner, doch sowohl Jacoby Brissett und auch Kirk Cousins nahmen L.A. auseinander. Kein Wunder, dass James die Leistungen seiner Mannschaft als "Müll" bezeichnete.

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