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Stefon Diggs weist Vorwürfe zurück: Prozess wegen mutmaßlicher Strangulation beginnt
Veröffentlicht:
von Mike StiefelhagenNFL
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Videoclip • 03:50 Min
Schwere Vorwürfe gegen Stefon Diggs: Der frühere Patriots-Receiver steht wegen mutmaßlicher Strangulation und Körperverletzung vor Gericht. Seine Verteidigung bestreitet die Anschuldigungen vollständig.
Der Strafprozess gegen Stefon Diggs hat in Dedham im US-Bundesstaat Massachusetts begonnen.
Der frühere Wide Receiver der New England Patriots muss sich wegen des Vorwurfs der Strangulation oder Erstickung sowie wegen Körperverletzung verantworten. Diggs plädierte bereits im Februar auf nicht schuldig.
Die Vorwürfe gehen auf einen mutmaßlichen Vorfall vom 2. Dezember 2025 zurück.
Klägerin ist Jamila Adams, auch Mila Adams genannt. Sie arbeitete als private Köchin für Diggs und lebte zeitweise in seinem Haus.
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Prozess gegen Stefon Diggs gestartet
Adams sagte am ersten Prozesstag aus, Diggs sei in ihr Schlafzimmer gekommen und habe sie mit offener Hand geschlagen. Danach habe er seinen Arm um ihren Hals gelegt und sie gewürgt. Sie habe Schwierigkeiten gehabt zu atmen.
"Als ich hochging, um ihn abzuwehren, legte er seine Arme um meinen Hals und begann, mich zu würgen", sagte Adams laut der "Associated Press" vor Gericht.
Nach Darstellung der Anklage soll der Streit nach einer Serie wütender Textnachrichten eskaliert sein. Hintergrund war demnach unter anderem, dass Adams nicht für eine Reise nach Miami berücksichtigt worden sein soll.
Laut früheren Berichten ging es zudem um ausstehende Zahlungen, die Adams von Diggs gefordert haben soll.
Diggs-Verteidigung: "Der Angriff ist nie passiert"
Diggs’ Anwalt Andrew Kettlewell wies die Vorwürfe vor den Geschworenen klar zurück. Die Verteidigung erklärte, es gebe weder medizinische Unterlagen noch Fotos oder Videos, die den mutmaßlichen Angriff belegten. Zudem habe niemand im Haus etwas Ungewöhnliches gesehen oder gehört.
Sie habe auch keine Aufnahmen von Rötungen an Hals oder Brust gemacht. "Ich stand unter Schock", sagte Adams. Als Erklärung sagte sie, sie sei in diesem Moment damit beschäftigt gewesen, ihre nächsten Schritte zu planen. "Der Angriff, den die Staatsanwaltschaft in ihrer Eröffnungsrede beschrieben hat, ist nie passiert", sagte Kettlewell.
Die Verteidigung versuchte zudem, die Glaubwürdigkeit von Adams infrage zu stellen. Kettlewell deutete ein mögliches finanzielles Motiv an. Die Geschworenen würden Beweise sehen, dass Adams nach der Einreichung der Vorwürfe Geld von Diggs gefordert habe. Diese Forderung habe laut Kettlewell bei 19.000 Dollar begonnen und sei später deutlich gestiegen.
Die Verteidigung zeigte den Geschworenen außerdem Videos, die Adams kurz nach dem mutmaßlichen Vorfall in New York zeigen sollen. Auf einem Video sei sie lächelnd zu sehen, auf einem anderen tanzend. Adams blieb dennoch bei ihrer Darstellung. "Sie war wütend, und sie wollte, dass Mr. Diggs bezahlt - in jeder Bedeutung dieses Wortes", sagte Kettlewell.
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Stefon Diggs: Sportliche Zukunft weiter offen
Diggs äußerte sich am ersten Prozesstag nicht gegenüber Reportern. Schon zuvor hatten seine Anwälte die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Am Montag wurde eine siebenköpfige Jury ausgewählt. Laut "The Daily Record" besteht sie aus sechs Frauen und einem Mann. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, dass neben Adams auch ein Polizist aus Dedham aussagen soll.
"NBC Boston" berichtet, dass der Prozess voraussichtlich nur wenige Tage dauern soll. Auf der möglichen Zeugenliste stehen rund zehn Personen.
Der Prozess kommt für Diggs zu einem schwierigen Zeitpunkt. Der 33-Jährige ist derzeit Free Agent. Die Patriots entließen ihn im März und schufen dadurch 16,8 Millionen Dollar an Cap Space. Diggs hatte in seiner einzigen Saison in New England 85 Pässe für 1.013 Yards und vier Touchdowns gefangen. Es war die siebte 1.000-Yard-Saison seiner Karriere.
Vor seiner Zeit bei den Patriots spielte Diggs für die Minnesota Vikings, Buffalo Bills und Houston Texans. Der viermalige Pro Bowler sucht aktuell ein neues Team. Der laufende Prozess könnte seine sportliche Zukunft erheblich beeinflussen.
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