- Anzeige -

Eishockey-WM

Eishockey-WM: DEB-Formschwäche kommt zur Unzeit - Kommentar

Aktualisiert:

von Rainer Nachtwey

ran Eishockey WM live

Eishockey-WM-Highlights: DEB-Team feiert Tor-Party gegen Großbritannien

Videoclip • 03:34 Min


Das Aus der Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz ist bitter - aber keineswegs überraschend. Der Trend spricht klar gegen das Team von Harold Kreis.

Sechs Siege aus zehn Spielen, fünf Siege aus acht Spielen, drei Siege aus sieben Spielen, zwei Siege aus fünf Spielen, drei Siege aus sieben Spielen - the trend is not your friend.

Die Ausbeute der deutschen Erfolgserlebnisse bei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen unter Bundestrainer Harold Kreis zeigt eine eindeutige Sprache, es geht bergab.

Nach dem Höhenflug mit WM-Silber 2023 und Platz 5 in der Weltrangliste - im ersten Jahr unter Kreis - ist das deutsche Eishockey mit zwei Viertelfinalteilnahmen (WM 2024 und Olympia) und zweimal Vorrundenaus wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

Zweimal in Folge das Viertelfinale verpasst, das lässt Erinnerungen an die enttäuschenden Jahre unter den Bundestrainern Köbi Kölliker und Pat Cortina wachwerden.


- Anzeige -
- Anzeige -

DEB braucht zwingend klare Aufarbeitung

Und das ausgerechnet vor der im kommenden Jahr anstehenden Heim-WM. Olympia und das erneute WM-Vorrunden-Aus sind zwei herbe Dämpfer, die den Verantwortlichen klar machen müssten: die Gegner heißen nicht Kanada (wie im Finale 2023), nicht Schweiz (wie im Viertelfinale 2024), sondern Dänemark, Lettland, Slowakei.

Eine Aufarbeitung des Eishockey-Jahres 2026 ist zwingend erforderlich - die Analyse zu Olympia wurde doch oft noch zu schöngeredet. Auch wegen des im Endeffekt schmeichelhaften 6. Platz, auf den sich zu oft berufen wurde. Jener 6. Platz wurde mit zwei Siegen erreicht – Schweden landete trotz dreier Siege auf Rang 7.

Auch jetzt bei der WM wurden mehr Spiele verloren als gewonnen. Daher ist das Ausscheiden, das Verpassen der K.o.-Runde nur die logische Konsequenz. Zumal auch konstant gute Leistungen über 60 Minuten mit wenigen Ausnahmen nicht gezeigt wurden – jüngstes Beispiel das 6:3 gegen Absteiger Großbritannien.

Sicherlich haben bei der WM zahlreiche Spieler - größtenteils verletzungsbedingt - abgesagt, die sichtlich vermisst wurden. Aber diese Ausfälle hatten andere Nationen auch, müssen Kreis und die Mannschaft auffangen können.

Eishockey-WM: Harold Kreis muss sich hinterfragen

Kreis hat in seinem ersten Jahr sehr viel richtig gemacht, er war zu jenem Zeitpunkt nach seinen Vorgängern Marco Sturm und Toni Söderholm offensichtlich der richtige Mann. Jetzt stellt sich aber die Frage: Ist er es immer noch?

Kreis hat sicherlich Fehler gemacht, das haben Söderholm und Sturm auch, aber es gilt nun die Schlüsse daraus zu ziehen. Kreis muss sich hinterfragen, ob bei Kaderentscheidungen, Kader- oder Staffmanagement. Ob Special Teams oder Reihenzusammenstellung.

Damit der Trend bei der Heim-WM wieder in die richtige Richtung geht und die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder mehr Siege als Niederlagen erzielt.

Mehr Eishockey-News

- Anzeige -
- Anzeige -