3. Liga
1860 München: Beschwerde gegen Zwangsabstieg aus 3. Liga eingelegt - Ticker zum Löwen-Drama
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von ran.deran Fußball
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1860 München hat keine Lizenz für die 3. Liga bekommen und muss in die Regionalliga zwangsabsteigen. ran zeigt alle neuen Entwicklungen im Ticker.
Der Zwangsabstieg des TSV 1860 München ist besiegelt. Das Gründungsmitglied der Bundesliga kann nach einem Streit mit Investor Hasan Ismaik die vom DFB geforderten 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen.
ran zeigt die neuesten Updates zum Lizenz-Drama bei den "Löwen" im Ticker.
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Und: 1860 München muss zwangsabsteigen: Nachrücker für 3. Liga steht fest
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+++ 18. Juni, 16:25 Uhr: 1860 legt Beschwerde gegen Zwangsabstieg ein +++
Bleibt der TSV 1860 München doch in der 3. Liga? Wie die "Bild" berichtet, haben die "Löwen" in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beim DFB Beschwerde gegen den Zwangsabstieg eingelegt.
Als Folge daraus werde der Verband demnach zeitnah vor dem DFB-Bundesgericht eine mündliche Verhandlung ansetzen. Dabei soll darüber entschieden werden, ob der Nachweis der für die Lizenzerteilung notwendigen Summe von 2,3 Millionen Euro, die Investor Hasan Ismaik mittlerweile bereitgestellt haben soll, doch rechtens ist. Die ursprüngliche Lizenzfrist war am 4. Juni um 17 Uhr verstrichen.
Dieser Schritt sei auch im Falle einer möglichen Insolvenz für die KGaA wichtig, um belegen zu können, dass man alles versucht hätte. Die Aussichten auf Erfolg der Beschwerde wurden im Vorfeld jedoch bereits als sehr gering eingeschätzt.
Sollte der DFB nun doch im Sinne der "Sechziger" entscheiden, droht das absolute Chaos, heißt es in dem Bericht weiter. So müsste etwa der ablösefreie Transfer von Sean Dulic zur TSG Hoffenheim offenbar entweder rückabgewickelt oder eine Ablöse nachverhandelt werden. Zudem würde die Kündigung von Hauptsponsor "Die Bayerische" ihre Gültigkeit verlieren, da deren Sonderkündigungsrecht nur im Falle des Abstiegs in die Regionalliga gilt. Außerdem würden die bereits verkauften Dauerkarten von rund 8000 Stück für die 3. Liga ihre Gültigkeit behalten.
Daneben steht weiterhin die Kündigung des Kooperationsvertrags vom 4. Juni im Raum. Dieser regelt, dass das Spielrecht, das beim Verein liegt, an die KGaA übertragen wird. An dieser hält Ismaik weiterhin 60 Prozent der Anteile. Wie es in der Meldung weiter heißt, könnten Ismaik und sein Anwalt Dr. Peter Gauweiler Rechtsmittel einlegen und auf Treuepflicht gegenüber der Gesellschaft klagen.
Auf der Mitgliederversammlung der "Löwen" am Sonntag soll darüber abgestimmt werden, ob ohne die KGaA und stattdessen mit einer vom Verein gegründeten Gesellschaft in der Regionalliga angetreten wird. Für diesen Plan bräuchten die Klubführung um Präsident Gernot Mann eine Dreiviertel-Mehrheit der Mitglieder.
+++ 11. Juni, 08:15 Uhr: Ismaik-Anwalt unterstellt "Masterplan" hinter Regionalliga-Abstieg +++
Der ehemalige CDU-Politiker Peter Gauweiler wird "Löwen"-Investor Hasan Ismaik als Rechtsanwalt im Kampf gegen die Kündigung des Kooperationsvertrages durch den e.V. vertreten.
"Ich glaube, dass das Scheitern der Verhandlungen letzte Woche vorsätzlich war. Ich glaube, da ist ein Masterplan dahinter. Die Insolvenz in Kauf zu nehmen, in die Regionalliga abzusteigen, mit dem Gedanken: 'Damit schaffen wir es, dass wir die KGaA auflösen und Ismaik sind wir los'", bezog der 76-Jährige gegenüber der "Bild "Stellung zum Abstieg des TSV 1860 München aus der dritten Liga.
Demnach sehe der Plan der "Sechziger" vor, mit einer vom Verein ausgegliederten neuen Gesellschaft zur neuen Saison in der Regionalliga zu spielen. Die KGaA, an der Ismaik auch nach der Kündigung des Kooperationsvertrages weiterhin 60 Prozent der Anteile hält, solle im Insolvenzfall abgewickelt werden.
Laut "Bild" müssten rund acht Millionen Euro aufgebracht werden, um eine Insolvenz zu verhindern. Diese Summe würde sich u.a. aus den zu erstattenden rund vier Millionen Euro für die bereits 8.000 verkauften Dauerkarten für die 3. Liga und dem Wegfall der Sponsoreneinnahmen durch die Kündigung von Hauptsponsor "Die Bayerische" ergeben.
Ismaik hatte zuvor ein Darlehen über rund 3,5 Millionen Euro gekündigt, wodurch die für die Drittliga-Lizenz benötigten 2,7 Millionen Euro nicht erbracht werden konnten. "Das Geld hätte von Herrn Ismaik vorige Woche auf Knopfdruck gezahlt werden können. Wir hegen auch die Hoffnung, dass das noch passiert", führte Gauweiler weiter aus.
Und weiter: "Es gibt schon noch Möglichkeiten, den Profifußball für 1860 zu erhalten. Die DFB-Statuten lassen eine Beschwerde gegen den Abstieg zu. Diesen Versuch würden wir gerne gemeinsam machen, um den Profifußball zu erhalten für 1860. Das ist der Versuch von Herrn Ismaik, das zu erreichen." Die Erfolgsaussichten einer Beschwerde nach Ablauf der Frist vergangene Woche Mittwoch seien jedoch sehr gering.
"Herr Ismaik prüft jetzt alle Optionen. Die Angriffe von Herrn Mang (Präsident Gernot Mang, Anm. d. Red.) haben ihn persönlich sehr getroffen und haben ihn sehr, sehr verletzt." Mang hatte zuletzt betont: "Wir befinden uns in einem Befreiungskampf."
In der Vergangenheit vertrat der Münchner Jurist, dessen Schwerpunkt auf Gesellschaftsrecht und Wirtschaftsstrafrecht liegt, u. a. Medienunternehmer Leo Kirch im Prozess gegen die Deutsche Bank und erwirkte rund 775 Millionen Euro Schadensersatz für dessen Erben.
+++ 10. Juni, 11:15 Uhr: Löwen-Investor Ismaik engagiert besonderen Anwalt +++
Besondere Rechtsvertretung im Streit bei den "Löwen". Investor Hasan Ismaik hat den ehemaligen CDU-Politiker Peter Gauweiler als Rechtsanwalt gewinnen können, um ihn im Kampf gegen die Kündigung des Kooperationsvertrages durch den e.V. zu vertreten.
Gut eine Woche ist es her, dass der Abstieg von 1860 München aus der dritten Liga publik wurde. Der Traditionsverein konnte nicht die notwendigen Gelder aufbringen, um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten.
In der Folge kündigte "der TSV München von 1860 e.V. den am 30. Mai 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM International Limited aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung". Das Ende der 15 Jahre andauernden Zusammenarbeit mit dem jordanischen Investor.
Doch so einfach abservieren lassen will sich Ismaik wenig überraschend nicht. Laut "SZ" erhielt der 76-jährige Münchner Jurist bereits am vergangenen Freitag das Mandat des Jordaniers.
Gauweiler, ehemaliger bayerischer Minister für Landesentwicklung und Umweltfragen, gilt als einer der erfahrensten und auch kompromisslosesten Juristen des Landes.
Er vertrat in der Vergangenheit unter anderem die Warburg-Bank im Cum-Ex-Steuerskandal – und Regisseur Dieter Wedel, der im Zuge der #MeToo-Debatte mit massiven Missbrauchsvorwürfen konfrontiert wurde.
Nach der Kündigung durch den e.V. hat die Profifußball-KGaA jüngst das Spielrecht der "Löwen" verloren, es droht die Insolvenz. Die Anteile von Ismaik wären damit praktisch wertlos.
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+++ 05. Juni, 10:55 Uhr: Fans fordern Rückerstattung der Dauerkarten +++
Erstmals nach dem Lizenzentzug hat sich die organisierte Fanszene von 1860 München zu Wort gemeldet. In einem Statement rief die "Westkurve 1860 München" dazu auf, das Geld für bereits erworbene Dauerkarten zurückzufordern und stellte sogar ein Musterschreiben bereit.
"Uns ist die Tragweite dieser Entscheidung bewusst", heißt es. "Wir wollen weder unserem eigenen Verein noch den Mitarbeitenden von e.V. und KGaA Schaden zufügen". Nichtsdestotrotz sei diese Maßnahme "vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen als alternativlos."
Für die neue Spielzeit hat der TSV bereits 8.000 Dauerkarten im Wert von rund vier Millionen Euro verkauft. 1860 München bietet seit Jahren die teuerste Dauerkarte der Liga an.
+++ 03. Juni, 21:20 Uhr: 1860-Hauptsponsor steigt aus +++
Nächster Rückschlag für die Löwen: Der Hauptsponsor "Die Bayerische" beendet mit sofortiger Wirkung sein Engagement beim Verein. Wie das Versicherungsunternehmen bekannt gab, berufen sie sich dabei auf ein vertraglich vereinbartes Sonderkündigungsrecht, das durch den Lizenzverlust ausgelöst worden sei.
In dem Statement heißt es weiter: "Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht. Sie erfolgt nicht aus mangelnder Verbundenheit zum TSV 1860 München. Sie ist vielmehr eine Folge der grundlegend veränderten Rahmenbedingungen."
Allerdings wird betont, dass eine Zusammenarbeit in Zukunft nicht ausgeschlossen sei: "Ob der heutige Tag das Ende eines gemeinsamen Weges oder der Beginn eines echten Neuanfangs ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Sollte es gelingen, eine tragfähige, wirtschaftlich stabile und langfristig überzeugende Perspektive für und mit dem Verein zu entwickeln, werden wir uns Gesprächen darüber nicht verschließen."
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+++ 03. Juni, 19:42 Uhr: Investor Hasan Ismaik veröffentlicht Statement zum Zwangsabstieg von 1860 München +++
Rund eineinhalb Stunden nach dem Bekanntwerden des Zwangsabstiegs hat sich 1860-Investor Hasan Ismaik zu der Situation geäußert. Auf seinen sozialen Medien schrieb er: "Es schmerzt mich sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Verein die Lizenz für die Teilnahme an der 3. Liga in der kommenden Saison nicht erhalten wird."
Und weiter: "Dennoch bin ich überzeugt, dass der TSV 1860 München eines Tages an den Platz zurückkehren wird, den er verdient. Dieser Verein ist größer als eine einzelne Saison und größer als jede Krise. Er steht auf einem stolzen Fundament aus Geschichte, Tradition und leidenschaftlichen Fans, die stets seine größte Stärke waren."
Zudem schreibt er, dass es in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit den Vertretern der KGaA, der Geschäftsführung und des e.V. gab, "um eine nachhaltige Lösung für die finanziellen Herausforderungen des Vereins zu finden."
Dabei habe es laut Ismaik bis gestern in den Verhandlungen noch gut ausgesehen: "Bis spät in die Nacht hinein schien es, als stünden wir kurz vor einer Einigung. Die erforderlichen finanziellen Mittel standen für eine sofortige Unterstützung bereit. Leider ist es uns am Ende nicht gelungen, den notwendigen Konsens zwischen allen beteiligten Parteien zu erreichen", schreibt der Jordanier.
Weiter heißt es: "Die Herausforderungen der KGaA sind nicht ausschließlich finanzieller Natur. Sie betreffen ebenso organisatorische Strukturen, Entscheidungsprozesse und die langfristige strategische Ausrichtung. Aus meiner Sicht ist die Bewältigung dieser Themen eine wesentliche Voraussetzung für den zukünftigen Erfolg des Vereins."
Zum Abschluss schildert der Investor, der 2011 in den Verein eingestiegen war, seine Enttäuschung über die aktuelle Situation: "Heute empfinde ich große Traurigkeit. Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch deshalb, weil ich gehofft habe, dass wir gemeinsam einen Weg finden würden, um dem Verein Stabilität und eine neue Perspektive zu geben."
Sein Statement beendet er dabei mit den Worten: "Ich danke allen Fans, die den Verein in diesen Jahren begleitet haben, sowie allen Menschen, die sich ehrlich für seine Interessen eingesetzt haben. Von Herzen hoffe ich, dass dieser schwierige Moment der Ausgangpunkt für eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine bessere Zukunft sein wird.
Vielen Dank.
Einmal Löwe, immer Löwe."
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+++ 03. Juni, 17:50 Uhr: 1860 München muss zwangsabsteigen +++
Der TSV 1860 München muss den bitteren Weg in die Regionalliga Bayern antreten. Der vorherige Drittligist konnte dem DFB keinen funktionierenden Plan vorlegen, um ihr Finanzloch zu stopfen und ihre Liquidität nachzuweisen.
Für die Münchner Löwen ist es bereits der zweite Zwangsabstieg seit 2017. "Wir haben die Lizenz nicht bekommen, das heißt wir werden nächstes Jahr Regionalliga spielen. Wir sind dran, Lösungen zu finden und zu suchen, wie das Ganze hier weitergeht", so 1860-Präsident Gernot Mang.
Und weiter: "Es ist wirklich nicht einfach derzeit und wirklich sehr enttäuschend, weil wir Tag und Nacht hier verhandelt haben. Aber wir haben keine Einigung erzielt. Das gibt es leider Gottes. Aber ich kann nur sagen, dass wir jetzt einen Weg gehen werden um den e.V., dass wir den Verein jetzt aufstellen und nach vorne schauen."
Zuletzt sagte er: "Wir sind komplett überrascht worden, dass die Darlehen gekündigt wurden und die ganzen Forderungen dazu. Irgendwann gibt es auch Grenzen. Es lagen am Schluss zwei Verträge vor, der eine war akzeptabel für den e.V., der andere für die HAM. Beide waren akzeptabel für die KGaA und Paula (1860-Geschäftsführer Manfred Paula, Anm. d. Red.). Aber es gab leider keine Einigung."
"Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen", hieß es im Statement der Münchner. Investor Ismaik teilte der "Abendzeitung" mit, dass dieser Mittwoch ein "trauriger Tag" sei.
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