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Bundesliga

Bayer Leverkusen: Granit Xhaka offenbart in Transfer-Hickhack, was für ihn eigentlich zählt - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Mike Stiefelhagen

Bild: Imago


Granit Xhaka will Bayer Leverkusen trotz langfristigen Vertrags sofort verlassen. Sein Verhalten deckt sein Wesen auf: Er ist nur so lange loyal, wie es sich auszahlt. Kommentar.

Von Mike Stiefelhagen

Granit Xhaka.

Das klingt bereits wie ein heroischer Krieger der Antike. Und tatsächlich tun sich Parallelen zu der Geschichte Spartas auf.

Der 32-Jährige ist auf dem Platz ein Anführer. Ein Lautsprecher. Ein Stratege. Und ein Kämpfer.

Er foult, wenn er foulen muss. 115 Gelbe Karten und zwölf Platzverweise in 489 Spielen zeigen das. Offensiv dirigiert er. Präzises Passspiel und eine brachiale Schusstechnik münden in 44 Tore und 38 Vorlagen in dieser Zeit.

Doch so sehr er sich für seine jeweilige Mannschaft aufopfert, so sehr folgt er dem Ruf des Geldes oder anderen attraktiven Optionen.

Er ist käuflich. Und nur so lange loyal, wie es sich auszahlt. In dieser Zeit ist er jedoch dein treuester Verbündeter.

Diese Diskrepanz zeigt sich auch in seiner Vereinslaufbahn.

Das Wichtigste in Kürze

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Xhaka: Erst Publikumsliebling, dann Abschied

Immer, wenn Xhaka die Chance hatte, sich zu einer Klub-Legende zu entwickeln, verließ er den Verein.

In Basel aufgezogen sammelte er 2011 und 2012 zwei Meisterschaften. Der erst 19-Jährige kehrte der Heimatstadt den Rücken, wechselte zu Borussia Mönchengladbach.

Damals wie heute wendete er die gleiche Taktik an. Öffentlich sagte er trotz Vertrag mit Basel: "Ich bin klar mit Borussia, es liegt nur an den Vereinen." So kam es. Für 8,5 Millionen Euro.

In Gladbach war er mit 22 Jahren schon Kapitän, unterschrieb in 2015 einen Kontrakt bis optional 2020, um ein Jahr später dann doch dem Lockruf der Premier League zu folgen. Der FC Arsenal war plötzlich interessiert. Die Ablöse: 45 Millionen Euro.

In England gewann er mit Arsenal 2017 und 2020 den Ligapokal. Wurde wieder Kapitän und Stratege. Er verpasste kaum ein Spiel, wurde plötzlich zum Publikumsliebling.

Öffentlich kokettierte er dennoch mit einer Bundesliga-Rückkehr, vielleicht auch zur Liebe Borussia: "Wenn sie bereit sind mich zurückzuholen, ist meine Tür auf".

2023 kam es dann zum Wechsel. Aber nach Leverkusen. "Ausgerechnet" zum Rheinland-Rivalen. Ein Stich für alle Fohlen-Fans.

Xhaka: Dreh- und Angelpunkt in Leverkusen

Er verpflichtete sich für fünf Jahre und wurde auch bei der Werkself zum Dreh- und Angelpunkt.

Sobald die Unterschrift trocken war, kamen seine "Sparta-Qualitäten" durch. Er führte das Team zur ersten Deutschen Meisterschaft der Historie in 2024. Spielte wieder immer durch, wenn er nicht gesperrt war.

Ligaweit wies er die besten Werte in Laufleistung, Ballkontakten und Pässen auf. Das "International Centre for Sports Studies" nannte ihn den zweitwirkungsvollsten Spieler seines Vereins. Hinter Ballon d'Or-Sieger Rodri von Manchester City.

Nun läuft sein Vertrag noch drei Jahre. Doch nach den Abgängen von Florian Wirtz, Jeremie Frimpong (beide Liverpool) und Jonathan Tah (FC Bayern München) scheint Xhaka wieder das grünere Gras auf der anderen Seite zu suchen.

Erst flirtete er öffentlich mit der Rückkehr nach Basel, dann mit der AC Mailand, Galatasaray, Fenerbahce, Saudi-Klub Neom und jetzt AFC Sunderland.

Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...

    RHR-Foto

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    ...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.

    Marco Canoniero

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

    AFP/SID/RONNY HARTMANN

  • Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
    Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

    IMAGO/Buzzi

  • Luka Vuskovic (Hamburger SV)
    Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

    IMAGO/HMB-Media

  • Said El Mala (1. FC Köln)
    Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

    IMAGO/Revierfoto

  • Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
    Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

    2025 Getty Images

  • Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
    Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

    2025 Getty Images


Wie damals lässt er über seinen Berater öffentlichen Druck aufbauen: „Wir haben uns mit Sunderland grundsätzlich geeinigt. Granit möchte zurück in die Premier League. Sunderland reizt ihn, er will diese Herausforderung annehmen. Wir hoffen, dass Leverkusen seinem Wechselwunsch zustimmt und sich die Vereine zeitnah einigen", erklärte Jose Noguera Rodriguez.

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Ten Hag will Xhaka behalten

Sportdirektor Simon Rolfes möchte Xhaka nur abgeben, wenn das Angebot eine "Win-Win-Situation" beinhaltet. Angeblich fordert Bayer 20 Millionen Euro Ablöse, die "Black Cats" bieten wohl nur zehn.

Neu-Trainer Erik ten Hag knallt hingegen die Tür zu: "Der Berater kann alles sagen. Granit ist ein Führungsspieler. Er hat hier für fünf Jahre unterschrieben, hat noch drei Jahre. Er ist zu wichtig für uns, um ihn abzugeben."

Sparta war bekannt für seine Krieger. Sie waren Strategen, knallhart und loyal. Sie opferten sich für die Gemeinschaft ihres Volkes auf.

Aber wurden mit der Zeit immer mehr zum Söldnerheer. Führten Kriege in fernen Regionen und vernachlässigten die eigene Stadt, bis diese nachhaltig fiel. Trotz allen heroischen Geschichten ein tragisches Ende.

Xhaka erinnert an einen Spartiaten, der brutale Qualität mitbringt. Für den Höchstbietenden.

Er ist der loyalste Söldner auf dem Markt. So lange, bis er weiterzieht.

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