Fußball
Borussia Dortmund: Misstrauen zwischen Sebastian Kehl und Lars Ricken wohl mitentscheidend für Trennung
Veröffentlicht:
von ran.deran Fußball Bundesliga
BVB: "Ein Aprilscherz?" Fans reagieren auf Nils-Ole Book
Videoclip • 01:04 Min
Rund um das Aus von Sportdirektor Sebastian Kehl kommen nun immer mehr angebliche Internas ans Licht. Das Verhältnis zwischen Kehl und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken soll von Misstrauen geprägt gewesen sein.
Bei Borussia Dortmund gab es zuletzt die doch etwas überraschende Trennung vom bisherigen Sportdirektor Sebastian Kehl.
Wie jetzt aus einem "Bild"-Bericht hervorgeht, soll ein Mitgrund für die Trennung das schwierige Verhältnis von Kehl und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken gewesen sein.
Wie im Bericht erwähnt wird, schlich sich in den zurückliegenden Monaten vor dem Aus von Kehl eine "Atmosphäre des Misstrauens" ein. So wunderten sich wohl Berater darüber, dass die interne Kommunikation zwischen Kehl und Ricken mangelhaft gewesen sein soll, beide hätten von Gesprächen mit dem jeweils anderen nichts gewusst.
Angebliches Wetteifern von Kehl und Ricken um Anerkennung der BVB-Bosse
Zudem wurde Kehl wohl verantwortlich für die Außendarstellung des Klubs gemacht, intern musste sich der nun gefeuerte Ex-BVB-Profi aber wohl gleichzeitig den Vorwurf gefallen lassen, Informationen nach außen preisgegeben zu haben.
Obendrein kämpften Kehl und Ricken wohl gleichermaßen um die Anerkennung der obersten Klubführung. Exemplarisch aufgeführt wird dabei im Bericht der Verkauf von Jamie Gittens im Sommer 2025 für kolportierte 65 Millionen Euro zum FC Chelsea.
Demnach sollen sowohl Ricken als auch Kehl in der Fußball-Branche nur zu gerne erzählt haben, wie groß ihr angeblicher Anteil an dem lukrativen Deal für den BVB gewesen sei.
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Kokettierte Kehl zu sehr mit Interesse anderer Klubs?
Einen weiteren Knacks im Innenverhältnis zwischen Kehl und seinem nunmehrigen Ex-Arbeitgeber Borussia Dortmund soll es Ende 2025 gegeben haben, als Gerüchte über ein angebliches Interesse des VfL Wolfsburg am Sportdirektor aufkamen.
Dass Kehl damals öffentlich erklärte, dass das vermeintliche VfL-Interesse ja für ihn spreche, empfand die BVB-Geschäftsführung dem Bericht nach als unpassend. Zu sehr kokettierte Kehl demnach mit dem Interesse anderer Vereine.
Nicht zuletzt deshalb schmiedete die Geschäftsführung wohl schon längere Zeit am alternativen Plan ohne Kehl. Dies belegt auch, dass mit Nils-Ole Book schon einen Tag nach dem Kehl-Aus dessen Nachfolger präsentiert werden konnte.
Präsident Hans-Joachim Watzke soll schon wochenlang in die Pläne von Ricken eingeweiht gewesen sein. Der 66-Jährige ließ seinem Sport-Geschäftsführer dabei wohl freie Hand.





