Fußball
Bundesliga: Bayer Leverkusen siegt beim schnellen Wiedersehen gegen St. Pauli
Aktualisiert:
von SIDFußball-Billard: Quansahs Kopfball vor dem 1:0
Bild: IMAGO/TEAM2sportphoto/SID/Maik Hölter/
Bayer Leverkusen lässt gegen Abstiegskandidat FC St. Pauli nichts anbrennen und feiert einen dominanten Sieg.
Ein dominantes Bayer Leverkusen hat auch die Pokal-Revanche gegen den FC St. Pauli gewonnen und zumindest vorübergehend einen Champions-League-Platz übernommen. Dank zweier schneller Tore bezwang Bayer die abstiegsbedrohten Gäste am Samstag ohne große Mühe mit 4:0 (2:0) und rückte auf den vierten Tabellenrang vor - RB Leipzig und der VfB Stuttgart können aber noch kontern. St. Pauli bleibt nach einer schwachen Leistung Vorletzter.
Wiedersehen macht Freude? Zunächst mit Zurückhaltung. Elf Tage waren nur vergangen, seit Leverkusen am 3. Februar das Pokal-Viertelfinale klar mit 3:0 gewonnen hatte. Bayer-Trainer Kasper Hjulmand war dann aber nach dem 1:1 in der Liga bei Borussia Mönchengladbach arg unzufrieden, er wechselte daher in der Startelf auf fünf Positionen. "Champagnerfußball", sagte er, sei sicherlich nicht zu erwarten.
Dann wurde es aus Bayer-Sicht allerdings schnell ziemlich prickelnd. Das 1:0 war noch ein Murmeltor: Jarell Quansah (13.) köpfte an die Unterlatte, der Ball sprang vor die Linie, aber vom Bein des St.-Pauli-Torhüters Nikola Vasilj ins Tor. Eine Minute später köpfte Patrik Schick schon das 2:0, nach der Pause traf auch noch Edmond Tapsoba (52.). Er setzte sich nach einer Ecke im Kopfball wuchtig gegen zwei Gegenspieler durch. Ernest Poku (78.) erzielte mit einem platzierten Linksschuss das Tor zum Endstand.
St. Pauli ohne Rückenwind nach Stuttgart-Sieg
Bei St. Pauli war der vermeintliche Rückenwind des 2:1 gegen den VfB Stuttgart komplett verflogen, mehr als ein geblockter Schuss von Danel Sinani (28.) kam bei aller Mühe in der ersten Halbzeit nicht herum. Leverkusen schob sich dagegen seelenruhig den Ball hin und her, stets auf der Suche nach der Lücke für ein vorentscheidendes drittes Tor, das dann ja auch kam.
Die gute Nachricht für St. Pauli: Die Hamburger haben noch Heimspiele gegen Werder Bremen, den FSV Mainz 05 und am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg vor sich, alle drei sind Konkurrenten im Abstiegskampf. In der Form von diesem grauen Samstag jedoch dürfte es ganz, ganz schwer werden - St. Pauli wirkte phasenweise hilflos.
Leverkusen hingegen sparte nur zu gerne Kraft für anstrengende englische Wochen mit den Champions-League-Playoffs gegen Olympiakos Piräus. Nach einer Stunde ging Bayer daher nicht mehr mit letzter Konsequenz auf weitere Treffer, Hjulmand gab unter anderem Schick eine Pause. St. Pauli hatte ohnehin keine Hoffnung mehr auf ein Comeback.
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