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Bundesliga

Eintracht Frankfurt: Warum Albert Riera so polarisiert -  hat er eine Zukunft?

Veröffentlicht:

von Christian Stüwe

ran Fußball

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Videoclip • 01:47 Min


Albert Riera steht im Zentrum heftiger Debatten. Während ein Teil der Fans von Eintracht Frankfurt den Trainer verteidigt, wächst die Kritik an seinem exzentrischen Auftreten und den nach wie vor nicht sonderlich überzeugenden Auftritten der Mannschaft. Nun steht ein richtungweisendes Spiel an.

Nüchtern betrachtet ist gar nicht so viel passiert, seit Albert Riera am 2. Februar 2026 das Amt als Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt angetreten hat.

Der Spanier übernahm die Hessen auf dem achten Tabellenplatz der Bundesliga, in bisher acht Spielen holte die Eintracht unter ihm 1,5 Punkte. Um einen Platz kletterten die Frankfurter nach oben, wirklich Boden im Kampf um die Qualifikation für das europäische Geschäft konnte aber nicht gutgemacht werden.

Trotz dieser eher unspektakulären Zahlen ist Riera die am heißesten diskutierte Personalie der jüngeren Vereinsgeschichte. Vor allem in dem früher als Twitter bekannten Netzwerk X tobt seit Tagen eine heftige Debatte.

Hier hat sich ein Block von Eintracht-Fans gebildet, der Riera gegen Kritik verteidigt. Der Nachfolger von Dino Toppmöller habe die Abwehr stabilisiert, Fortschritte seien klar erkennbar, Riera brauche einfach Zeit, so lautet der Tenor.

Die Schuld für die auch zuletzt wenig begeisternden Auftritte der SGE wird von diesem Teil der Fans vor allem bei der Mannschaft gesehen. Den Frankfurter Zeitungen und Online-Portalen, die seit Tagen kritisch über Riera berichten und seinen Stuhl schon wackeln sehen, wird eine Kampagne unterstellt.

Rieras Versprechen: "Werdet eine andere Mannschaft sehen"

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Fans, die die sehr offensive Kommunikation von Riera von Beginn an für unpassend hielten. Oder die enttäuscht sind, weil die Aufbruchstimmung nach dem Trainerwechsel doch recht schnell verpuffte.

Dabei hatte Riera die enormen Erwartungen selbst heraufbeschworen. "Ihr werdet eine andere Mannschaft sehen. Sogar bei einem Einwurf werdet ihr denken: 'Das ist nicht mehr das Team, das ich kenne'", hatte der 43-Jährige bei seiner Vorstellung gesagt. Wenn er den Spielern sagen würde, dass sie vom Balkon springen sollten, würden sie das tun, hatte er weiter erklärt.

Ungewöhnlich blieben die Pressekonferenzen und Interviews von Riera auch in der Folge. Der Trainer spricht häufig von sich in der dritten Person, er redet lange, gibt aber selten klare Antworten auf Fragen. Er spricht davon, dass seine Spieler Liebe brauchen, kritisiert dann aber wieder hart.

"Du kannst mit dem Ball noch so gut sein. Wenn du ohne Ball nicht gut bist, wirst du bei Albert nicht spielen", sagte Riera zuletzt nach dem 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Köln und meinte Can Uzun. Die Offensiv-Hoffnung der Eintracht saß 90 Minuten auf der Bank, nun gibt es bereits Berichte, dass der türkische Nationalspieler die Eintracht im Sommer verlassen will.

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Eintracht Frankfurt: Viele Diskussionen auch um Mario Götze

Auch die Personalie Mario Götze sorgte für Aufregung. Der Weltmeister wurde für das Derby in Mainz aus dem Kader gestrichen, zuletzt spielte er wieder. Generell ist viel Bewegung in der Mannschaft, Spieler werden auf andere Positionen verschoben, unterschiedliche Spielsysteme sind zu beobachten.

Was selbstverständlich das gute Recht eines Trainers ist, der den Job erst vor wenigen Wochen angetreten hat. Vielleicht wäre es aber hilfreich, wenn Riera ein wenig mehr Einblicke in seine Absichten und taktischen Ideen geben würde.

Mit seinen Ausführungen steht Riera jedenfalls im krassen Gegensatz zu seinem Vorgänger Toppmöller, der Fragen immer ruhig und verbindlich beantwortete. Gleichzeitig stand Toppmöller ebenfalls bei vielen Fans in der Kritik. Zu wenig emotional, zu verkopft, so lauteten die meistgeäußerten Vorwürfe.

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Albert Riera war der Wunschkandidat von Markus Krösche

Vielleicht hat Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche mit Riera genau deshalb nun einen fast gegensätzlichen Trainer-Typen verpflichtet. Der mit seinen Auftritten Aufmerksamkeit auf sich zieht und von der Mannschaft weglenkt. So wie es Trainer wie Louis van Gaal oder José Mourinho perfektioniert haben.

Aktuell treibt Riera diese Strategie aber womöglich zu sehr auf die Spitze – und stellt sich ein bisschen zu sehr in den Mittelpunkt. "Manchmal sehe ich von außen die Lücke, aber ich stehe nicht auf dem Platz. Es ist eine Qualitätsfrage. Wir Trainer sind keine Magier. Am Ende liegt es an den Spielern", sagte er nach der 1:2-Niederlage in Mainz. Was weder bei den Spielern, noch bei den Verantwortlichen besonders gut angekommen sein dürfte.

In übereinstimmenden Berichten heißt es, dass es bereits interne Zweifel an Riera geben soll und seine Weiterbeschäftigung über das Saisonende unsicher sei.

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Frankfurt: Ein richtungweisendes Spiel in Wolfsburg steht an

Allerdings entließ die Eintracht in den letzten 24 Jahren mit Michael Skibbe, Armin Veh und eben Toppmöller gerade einmal drei Trainer. Dass es nun zu einer zweiten Trainerentlassung innerhalb eines Kalenderjahres kommt, erscheint unwahrscheinlich – zumal Riera der erklärte Wunschkandidat von Sportvorstand Markus Krösche war.

Und doch muss Riera in den verbleibenden Spielen liefern, wenn die Sommerpause einigermaßen ruhig verlaufen soll. Am Samstag steht das Auswärtsspiel beim in der Frankfurter Fanszene äußert unbeliebten VfL Wolfsburg (15:30 Uhr im Liveticker auf ran.de) an.

Sollte die Eintracht zum Aufbaugegner für die "Wölfe" im Abstiegskampf werden, könnte sich auch der eine oder andere Fan abwenden, der Riera zuletzt noch in den sozialen Netzwerken verteidigte.

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