Partnerschaft mit Ruanda
FC Bayern München: Human Rights Watch mit scharfer Kritik an neuem Sponsoring
Veröffentlicht:
von Thomas Gallusran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:16 Min
Der FC Bayern München hat neulich eine Kooperation mit der Tourismus-Kampagne "Visit Rwanda" angekündigt. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sieht das Sponsoring höchst kritisch.
Viele Fans des FC Bayern waren erfreut, als im Juni bekannt wurde, dass der Rekordmeister seine Partnerschaft mit "Qatar Airways" nicht weiterführen würde.
Aufgrund der schwierigen Menschenrechtslage und dem Umgang mit ausländischen Arbeitern im Zuge der WM 2022 hatten viele den Deal zwischen den Bayern und der katarischen Fluglinie kritisiert.
Vor kurzem kündigte der FC Bayern München nun an, eine Partnerschaft mit dem Sportministerium Ruandas sowie dem "Rwanda Development Board" eingegangen zu sein.
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Der FCB wird unter anderem durch Werbebanden bei Heimspielen in der Allianz Arena die Tourismuskampagne "Visit Rwanda" unterstützen.
Das Wichtigste zum FC Bayern München
Außerdem möchte sich der deutsche Rekordmeister bei Aufbau und Entwicklung von Strukturen für den Jugendfußball in Ruanda einsetzen.
FC Bayern München: Human Rights Watch kritisiert Deal
Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor der "Human Rights Watch", eine Organisation, die sich für den Schutz und die Verteidigung von Menschenrechten einsetzt, kritisierte die Kooperation scharf.
"Wer gedacht hatte, dass der FC Bayern den Sponsor aus Menschenrechtsgründen wechselt, der wurde jetzt hart enttäuscht", sagte Michalski der "Deutschen Presse-Agentur".
"Die Partnerschaft jetzt mit Ruanda ist auch eine ganz, ganz schlechte Wahl. [...] Das ist ein Staat, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden."
Die schwierige Menschenrechtslage in Ruanda
Tatsächlich ist die Menschenrechtslage im afrikanischen Ruanda bedenklich. Das Land wird von der "Rwandan Patriotic Front" (RPF) regiert, welche den gesamten politischen Raum kontrolliert.
Auf dem Demokratie-Index des "The Economist" belegte Ruanda 2022 Platz 126 von 167 und wird als "Autoritäres Regime" eingestuft. Sogar Katar liegt auf dem Ranking auf Platz 114.
Fundamentale Menschenrechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Medienfreiheit seien stark eingeschränkt, erklärte das "Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung." in einem Bericht.
Die Partnerschaft zwischen dem FC Bayern München und Ruanda soll bis 2028 laufen. Auch andere europäische Top-Klubs kooperieren mit "Visit Rwanda": Der FC Arsenal seit 2018 und Paris St. Germain seit 2020.
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