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FC Bayern München - Markus Babbel über Jamal Musiala: "Er läuft nicht hundertprozentig rund"
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BVB - Kovac deutlich: Das war "der kleine, feine Unterschied..."
Videoclip • 01:34 Min
Markus Babbel nennt bei ran die Gründe, warum Jamal Musiala noch nicht wieder in Topverfassung ist. Er sieht es anders als Didi Hamann.
Von Martin Volkmar
Sechs Wochen nach seinem Comeback nach vorheriger langer Verletzungspause sucht Jamal Musiala weiter seine Form.
Entsprechend hart hatte Dietmar Hamann den Mittelfeldstar des FC Bayern München nach dessen schwacher Leistung beim 3:2-Sieg der Münchner in Dortmund kritisiert.
"Er ist der Michael Jordan von Bayern München. So wird er bezahlt. Ich frage mich, wann er der Mannschaft wieder helfen wird oder helfen will", sagte Hamann bei "Sky90":
"Wenn du diesen Stellenwert hast, wenn du der bestbezahlteste Spieler bist, dann bist du irgendwo auch der wichtigste, dann hast du zwei, drei Spiele Zeit, um wieder in den Rhythmus zu kommen."
Hamann: "Frage mich, wann Musiala Bayern wieder helfen kann"
Der Vorwurf des Ex-Nationalspielers: Musiala brauche zu lange, um nach seinem Wadenbeinbruch bei der Klub-WM im vergangenen Sommer wieder zu alter Stärke zurückzufinden:
"Das sind jetzt acht Wochen oder zehn Wochen. Und ich frage mich, wann er der Mannschaft wieder helfen wird oder helfen will."
Bei den Bayern sorgte die Kritik für Befremden, bei vielen Fans für Verärgerung. "Natürlich kann man diese Sichtweise auf die Dinge haben", sagt Markus Babbel im Gespräch mit ran über seinen früheren Teamkollegen beim FCB: "Aber ich sehe es anders."
Babbel: Musiala ist noch nicht topfit
Offensichtlich brauche Musiala einfach noch Zeit: "Fakt ist einfach, dass er ja schwer verletzt war und jeder reagiert anders. Bei einigen dauert es länger, wieder das Vertrauen zu haben, dass der Körper wieder hundertprozentig belastungsfähig ist."
Wenn man noch nicht topfit ist, gebe es häufig Folgeverletzungen wie einen Muskelfaserriss, meint Babbel: "Weil der Körper irgendwo noch was ausgleicht und das ist, glaube ich, auch bei Musiala zu sehen. Für mich läuft er nicht wirklich rund."
Babbel über FC Bayern: Rotation von Kompany ist richtig
Deshalb sei es die richtige Entscheidung von Trainer Vincent Kompany, den 23-Jährigen langsam wieder heranzuführen. Seit seinem Kurzeinsatz Mitte Januar in Leipzig wurde er sechsmal eingewechselt und stand zweimal in der Startelf.
"Zum Glück für ihn und die Bayern gibt es keine Notwendigkeit, ihn jetzt unbedingt reinschmeißen zu müssen, auch wenn er neben Kane der bestbezahlte Spieler ist. Denn sonst würde definitiv wieder was passieren", erklärt Babbel:
"Mit Gnabry, Karl oder auch Olise sind genug Alternativen da, die auch performen. Und das gibt ja wiederum Musiala die Möglichkeit, in Ruhe wieder in seinen Rhythmus und zu seiner Bestform zu finden."
"In zwei, drei Wochen kann sich das Blatt wieder komplett wenden"
Daher sei der Sieg in Dortmund "brutal wichtig" gewesen: "Dass die Bayern deutscher Meister werden, das war uns allen klar. Aber durch diesen großen Vorsprung kannst du wieder mehr rotieren, denn in der Crunchtime in den nächsten Wochen brauchst du jeden Spieler in der bestmöglichen Verfassung."
Dies helfe auch beim "Sorgenkind", ergänzt Babbel: "Dass Musiala im Moment noch nicht so weit ist, das sehen wir alle. Aber in zwei, drei Wochen kann sich das Blatt wieder komplett wenden und dann kann er wieder der Unterschiedsspieler sein, der er auch davor war. Deshalb ist es gut, dass er sich in Ruhe wieder in Bestform bringen kann."
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