Bundesliga
Hamburger SV: Kathleen Krüger als Sport-Geschäftsführerin wäre ein starkes Zeichen! Ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Kai Esserran Fußball
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Videoclip • 02:38 Min
Kathleen Krüger steht unmittelbar vor einem Engagement beim Hamburger SV. Damit schließt der HSV die Geschichte rund um Stefan Kuntz möglicherweise auf die bestmögliche Art und Weise ab.
Fix ist es noch nicht, aber die Spatzen pfeifen es von den Dächern und selbst der FC Bayern München hat bereits bestätigt, dass es Verhandlungen gibt: Kathleen Krüger wird offenbar zum Hamburger SV wechseln und den FCB verlassen.
Damit wird Krüger ihre erste Position in der ersten Reihe erhalten. In der vergangenen Dekade arbeitete sie eher im Hintergrund.
Nicht nur, dass die Hamburger sich eine Menge Erfahrung bei einem der bestgeführten Vereine der Welt ins Boot holen – sie setzen damit auch, ob bewusst oder unbewusst, ein klares Signal.
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Hamburger SV schaut mit Krüger über den Tellerrand
Zu allererst: Der HSV bedient sich dabei nicht an dem üblichen Pool von Kandidaten, die sich bereits in der Bundesliga mehr oder weniger etabliert haben. Sportchefs, die schon bei mehreren Vereinen unter Vertrag standen.
Das alleine erfordert Mut. Gerade bei so einem emotionalen und großen Klub wie dem Hamburger Sport-Verein. Wo die Stimmung schnell mal kippen kann, wo die Fans hochsensibel sind, wo die Millionenstadt im Hintergrund mit den dazugehörigen Haus- und Hofmedien nicht immer wohlgesonnen ist.
Des Weiteren: Kathleen Krüger ist eine Frau. In einer optimalen Gesellschaft wäre das nicht der Rede wert, doch der Fußball ist noch immer eine Männer-Domäne. Ihr das Vertrauen zu schenken, sollte es zu einem Transfer kommen, wäre ein deutliches Zeichen.
Ein Zeichen, das RB Leipzig mit Tatjana Haenni als Geschäftsführerin und der 1. FC Union Berlin mit Marie-Louise Eta als Trainerin bereits gesetzt haben. Es wäre die konsequente Weiterentwicklung – auch im Profifußball – hin zu einer Welt, in der Frauen in Führungspositionen selbstverständlich sind.
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Wer allerdings denkt, Krüger wäre nur wegen ihres Geschlechts in der Auswahl, um irgendein Signal zu setzen, der liegt falsch. Die 41-Jährige ist war rund zehn Jahre Teammanagerin beim FC Bayern München, ist seit fast 20 Jahren im Klub.
Sicher, Teammanagerin und Sport-Geschäftsführerin sind zwei verschiedene Jobs. Dennoch war sie in fast alle Prozesse rund um die Mannschaft eingebunden und auch lange Assistenz der Sportdirektion. Am Ende dürfte der HSV als Verein dieser Tragweite keine leichtfertige Entscheidung treffen und den Bewerbungsprozess so gestalten, dass die beste Person den Job bekommt – unabhängig vom Geschlecht.
Dass Krüger ausgerechnet die Nachfolge von Stefan Kuntz antreten würde, der wegen angeblichen Fehlverhaltens gegenüber Mitarbeiterinnen gekündigt wurde, würde die Geschichte rund machen. Ein passenderes Symbol für den Neuanfang beim HSV lässt sich kaum denken.
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