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Schalke 04: Im Transfer-Chaos um Jesper Lindström schlägt die SSC Neapel zurück

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

NFL

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Videoclip • 01:30 Min


Jesper Lindström stand kurz vor einem Wechsel von der SSC Neapel zum FC Schalke 04, doch der Transfer platzte. Nun haben sich die Italiener zu Wort gemeldet und geben Schalke die Schuld.

Schalke 04 bekommt zwar Jesper Lindström anders als geplant nicht. Dafür aber womöglich mächtig Ärger mit der SSC Neapel, bei der der Däne unter Vertrag steht.

Denn nachdem der Transfer geplatzt ist, melden sich die Italiener in einem Statement zu Wort. Darin werden auch rechtliche Schritte angedroht.

"Die SSC Neapel möchte die Gründe für den gescheiterten Transfer von Jesper Lindström zum FC Schalke 04 klarstellen, nachdem in den Medien unzutreffende Berichte veröffentlicht wurden", ist in einer am Montag veröffentlichten offiziellen Mitteilung zu lesen.

Laut der SSC fand am Sonntag "ein Austausch über die allgemeinen Vertragsbedingungen statt, bei dem seitens des deutschen Klubs keine Einwände gegen die finanziellen Konditionen oder die Zahlungsmodalitäten des vorgeschlagenen Vertrags geäußert wurden".

Weiter heißt es: "Heute um 13:00 Uhr MESZ wurde die SSC Neapel jedoch vom deutschen Klub darüber informiert, dass einige der vorgeschlagenen Vertragsbedingungen nicht akzeptabel seien. Als Begründung wurden neue technische und sportliche Anforderungen genannt, die sich infolge der Verletzungen zweier Spieler am Wochenende ergeben hätten. Dadurch habe der Verein seine Transferstrategie anpassen müssen." Gemeint sind offenbar die Verletzungen von Robin Gosens und Dejan Ljubicic, ersterem droht eine Pause.

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Neapel sieht Schuld an Lindström-Chaos bei Schalke

22 Minuten später habe die SSC Neapel geantwortet, "dass sie – obwohl die Änderungen am Gesamtgeschäft nur geringfügig seien und man Verständnis für die neuen sportlichen Anforderungen des deutschen Klubs habe – bereit sei, die von Schalke 04 vorgelegte Vertragsfassung zu akzeptieren. Dennoch teilte der deutsche Klub um 17:32 Uhr MESZ mit, dass aufgrund der neuen Prioritäten bei der Kaderplanung kein Interesse mehr an dem Transfer bestehe. Dies zeige eindeutig die tatsächlichen Gründe dafür, weshalb der Wechsel letztlich nicht zustande gekommen sei."

Abschließend heißt es in der Mitteilung: "In der Hoffnung, mit dieser Erklärung die tatsächliche Verantwortung für das Scheitern des Transfers des Spielers klargestellt zu haben, behält sich die SSC Neapel sämtliche rechtlichen Schritte und Möglichkeiten vor den zuständigen Behörden vor, um ihre Interessen zu wahren."

Zuvor war bekannt geworden, dass Lindstrom bereits zum obligatorischen Medizincheck nach Gelsenkirchen gereist war und am Montag beim Shooting für das Mannschaftsfoto dabei sein sollte. Die "Bild" hatte berichtet, die Geduld der Schalker Verantwortlichen mit den Italienern sei am Ende, denn diese würden sich nicht an mündliche Absprachen und frühere Versprechen halten.

Knackpunkt wären demnach Vertragsmodalitäten: Während Schalke auf eine Kaufoption poche und eine Kaufpflicht ablehne, beharre Neapel plötzlich auf eine Kaufpflicht. Einen Transfer soll es folglich nur noch geben, wenn Neapel die mündlichen Zusagen auch einhalte. Doch eine Einigung erscheint mittlerweile utopisch, da beide Seiten die Schuld am gescheiterten Deal beim jeweils anderen Klub sehen.

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Lindström stieg mit Wolfsburg ab

Sportlich war der geplante Wechsel ohnehin fragwürdig. Vor drei Jahren hatte Neapel den Dänen noch für 30 Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt verpflichtet.

Nach nur einem Jahr wurde er an den FC Everton und danach an den VfL Wolfsburg verliehen. Mit überschaubarem Erfolg - der VfL stieg aus der Bundesliga ab. Lindströms Marktwert beim Portal "transfermarkt" ist mittlerweile von 22 auf vier Millionen Euro abgestürzt. Sein Vertrag in Neapel gilt bis zum Sommer 2028. Wo seine Zukunft liegt, scheint derzeit völlig offen zu sein.

Auf Schalke offensichtlich nicht.

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