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Bundesliga

Wilde Achterbahnfahrt: Bayer Leverkusen verschärft Wolfsburger Sorgen

Aktualisiert:

von SID

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Trotz Sieg! Fans fordern drastische Konsequenzen vor Real

Videoclip • 02:04 Min


Mit einer starken Aufholjagd gegen Abstiegskandidat VfL Wolfsburg hat sich Bayer Leverkusen im Kampf um die Champions League zurückgemeldet.

Bayer Leverkusen hat sich im Kampf um die Königsklasse zurückgemeldet und die Abstiegssorgen des VfL Wolfsburg verschärft.

Der Vize-Meister entschied einen wilden Schlagabtausch gegen den Tabellenvorletzten dank einer Aufholjagd mit 6:3 (2:3) für sich und wahrte seine Chance auf die Champions League. Die Wölfe taumeln unter Dieter Hecking nach elf Spielen ohne Sieg dem ersten Abstieg der Klubgeschichte entgegen.

Hecking hat mit einem Punkt aus drei Spielen noch keine Wende angestoßen, Schuld gab der VfL aber Martin Petersen: "Ich habe normal ein ruhiges Gemüt, aber heute wäre ich sehr gerne zum Schiedsrichter reingegangen", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler. Dennoch: "Die Jungs packen das!"

Bayer enttäuschte vor der Pause und lag nach den Wolfsburger Treffern von Jonas Wind (16.), Joakim Maehle (31.) und Kapitän Christian Eriksen (38., Foulelfmeter nach Videobeweis) hinten.

Dank Alejandro Grimaldo (30., Foulelfmeter/44.) durfte Leverkusen aber weiter hoffen. Heckings Team brach in der zweiten Hälfte ein. Patrik Schick (53., Foulelfmeter), Edmond Tapsoba (68.), Ibrahim Maza (73.) und Malik Tillman (90.+6) sorgten für den Sieg und nahmen etwas Druck von Trainer Kasper Hjulmand.

Schiedsrichter Petersen rückt in den Mittelpunkt

Hecking hatte Gelassenheit ausgestrahlt und Leverkusen den Druck zugeschoben. Für Bayer sei es im Champions-League-Rennen "ein Pflichtsieg" gegen Wolfsburg. "Auch sie haben etwas zu verlieren. Das ist auch eine Chance für uns", betonte der VfL-Coach, dem ein Erfolg in seinen ersten beiden Partien verwehrt geblieben war.

Seine Wölfe, die vor der Länderspielpause das wichtige Kellerduell mit Bremen (0:1) verloren hatten, überstanden die ersten Angriffsversuche des Favoriten. Dazu schlugen sie eiskalt zu. Wind schlich sich am schwachen Loic Badé vorbei und traf fast aus dem Nichts zur Führung. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Nachdem Mohammed Amoura (23.) die Riesenchance zum 2:0 ausgelassen hatte, rückte Schiedsrichter Martin Petersen in den Fokus. Der Referee sprach Bayer nach einem gewöhnlichen Körpereinsatz von Maehle gegen Maza zunächst einen äußerst schmeichelhaften Strafstoß zu. Hecking tobte an der Seitenlinie, Grimaldo verwandelte aber sicher.

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Schick als zweite Spitze wird zum Gamechanger

Dann sorgte Maehle im Gegenzug mit einem sehenswerten Dropkick für die Antwort, ehe Petersen ein Foulspiel von Edmond Tapsoba gegen Amoura vorerst weiterlaufen ließ. Erst nach Ansicht der Bilder entschied er erneut auf Strafstoß. Eriksen bescherte Wolfsburg eine scheinbar komfortable Führung, doch Grimaldo verkürzte und beruhigte damit die Fans, die den harmlosen Leverkusenern höhnisch applaudiert hatten.

Die Debatte um Hjulmand hatte vor der Partie Fahrt aufgenommen. Um den nächsten Dämpfer nach dem Remis in Heidenheim (3:3) zu verhindern, brachte der Däne Schick als zweite Spitze. Das zahlte sich aus. Nach einem plumpen Foul von Seal Kumbedi gegen Nathan Tella nutzte der Tscheche umgehend die Chance vom Punkt. Bayer erhöhte deutlich die Schlagzahl, nicht zuletzt, weil beim VfL die Kräfte nachließen.

Als Tapsoba der vierte Bayer-Treffer gelang, war die Gegenwehr der Wolfsburger gebrochen. Maza erhöhte nach einer Eckballvariante. Torhüter Kamil Grabara verhinderte eine noch höhere Niederlage.

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