Champions League
Bayern München - Paris St. Germain: Der FCB bekommt seine Grenzen aufgezeigt - Kommentar
Veröffentlicht:
von Martin Volkmarran Fußball
Kimmich legt Finger in die Wunde: "Laufen schon wieder hinterher"
Videoclip • 03:44 Min
Nach einer insgesamt starken Saison ist PSG in der Champions League am Ende eine Nummer zu groß für den FC Bayern. Weil zu viel im wichtigsten Spiel des Jahres nicht funktioniert. Ein Kommentar.
Die Enttäuschung war riesig in München, weil die Erwartungen nach einer herausragenden Saison und dem spektakulären Hinspiel in Paris groß gewesen waren.
Doch die Münchner bekamen vom diesmal nicht nur offensiv, sondern auch defensiv überzeugenden Titelverteidiger ihre Grenzen aufgezeigt.
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Und: FC Bayern vs. PSG: FCB mit scharfer Kritik am Schiedsrichter
Unterm Strich zeigte die Mannschaft zu wenig, um den Traum vom Triple durch den erstmaligen Einzug ins Champions-League-Finale seit dem letzten Triumph 2020 aufrecht zu erhalten.
Ausgerechnet im wichtigsten Spiel des Jahres lieferte der FCB seine schwächste Leistung in der Königsklasse seit dem 1:3 beim FC Arsenal im November ab.
FC Bayern: Hinten wie vorne zu wenig
Zu viel funktionierte nicht: Weder hinten, wo beim schnellen Gegentor durch Ousmane Dembele alle Bayern nur hinterherschauten und allein Manuel Neuer danach mit mehreren Paraden eine frühzeitige Entscheidung verhinderte.
Noch vorne, wo der 116-Tore-Sturm nie ins Rollen kam. Die beim 4:5 vor einer Woche noch auf Weltklasse-Niveau aufspielenden Michael Olise und Luis Diaz zeigten diesmal, warum sie auf Toplevel noch weit von ihren Vorgänger Arjen Robben und Franck Ribery entfernt sind.
FC Bayern vs. PSG: Die Pressestimmen
Und Tormaschine Harry Kane war bis in die Nachspielzeit nahezu komplett abgemeldet, ehe er mit seiner ersten und einzigen Chance zumindest noch den Ausgleich erzielte - der aber viel zu spät für die Wende kam.
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FC Bayern: Viele Kleinigkeiten ergeben ein großes Ganzes
Viele Kleinigkeiten ergaben an diesem Abend ein großes Ganzes, warum es am Ende nicht zum Weiterkommen reichte. Ausgerechnet in der entscheidenden Phase fehlte nicht nur der bis dahin überragende Serge Gnabry, den der nach wie vor schwächelnde Jamal Musiala nicht ersetzen konnte.
Auch Alphonso Davies und Lennart Karl waren nach ihren Verletzungen noch nicht in Topform, so dass sich der Bayern-Kader am Ende doch im Wettstreit mit den internationalen Spitzenteams als zu klein erwies.
Während PSG in der Meisterschaft fast alle Stammkräfte regelmäßig schonen konnte, müssten die Topstars des Rekordmeisters zuletzt gegen Mainz und Heidenheim die Kohlen aus dem Feuer holen, weil die B-Elf nicht gut genug für den Bundesliga-Alltag war.
Vincent Kompany: Verzicht auf Leon Goretzka unverständlich
Und auch der bis dahin so souveräne Trainer traf am Mittwoch einige unglückliche Entscheidungen.
Zu lange wartete Vincent Kompany trotz des Rückstands und des ideenlosen Angriffsspiels mit seinen Einwechslungen.
Zudem war es unverständlich, dass er komplett auf den zuletzt starken Leon Goretzka verzichtete, der der Mannschaft mit seiner Physis und seiner Energie sicher hätte helfen können.
FC Bayern: Trotz allem bleibt eine starke Spielzeit - und die Hoffnung
Das alles schmälert nicht die starke Spielzeit der Bayern, die erstmals seit 2024 wieder unter den besten vier Teams Europas standen und als souveräner Meister in dieser Spielzeit weit mehr überzeugt haben als in der ansonsten desaströsen damaligen Saison unter Thomas Tuchel.
Und es war auch Pech, dass ausgerechnet der wiedererstarkte Titelverteidiger aus Paris der Rivale war, der nun als Favorit ins Endspiel in Budapest gegen Arsenal geht.
Dagegen bleibt den Bayern nur das DFB-Pokalfinale als Trostpflaster. Und die Hoffnung, es beim neuen Anlauf besser zu machen.


