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Champions League: "Killer" Havertz - ein Tritt gegen den Frust

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 02:29 Min


Kai Havertz wird für den FC Arsenal zum Matchwinner. Das Lob für den Last-Minute-Sieg reicht er jedoch an seine Mitspieler weiter.

Nach dem Tritt von Kai Havertz bimmelte die gelbe Eckfahne mit dem Sporting-Fähnchen sekundenlang hin und her. 90 Minuten und 19, 20, 21 Sekunden, wie ein Metronom - und der deutsche Nationalspieler vom FC Arsenal wurde als Last-Minute-Killer mit Eiswasser in den Adern bejubelt. Das Lob am Ende frustrierender Wochen reichte er jedoch geschwind weiter.

Ja, ja, ein spätes Tor sei "immer toll", sagte der Super-Joker, "80 Prozent des Tores" gehörten allerdings Vorbereiter Gabriel Martinelli, "das habe ich ihm auch gesagt".

Und überhaupt: Spieler des Spiels sei bitte Torhüter David Raya! Der sei am Dienstagabend beim 1:0 (0:0) in Lissabon doch "unglaublich" gewesen, werde unterschätzt und sei "seit zwei Saisons der beste Torhüter der Welt".

Arsenal: Lichtblick nach bitteren Niederlagen

Letztlich aber oblag es Havertz, das Tor in Richtung Champions-League-Halbfinale aufzuzerren und den Kritikern ihre fertigen Texte zu löschen. "Der Geist früherer Arsenal-Saisons wehte in der Lissaboner Luft, die Neinsager hatten bereits das Wort Versager auf der Zunge", gab die "Daily Mail" zu. Dann aber kam Havertz: "Und er brach Sporting das Herz."

Für das Rückspiel am Mittwoch sieht es damit glänzend aus. Das ist auch bitter nötig, denn innerhalb der vergangenen beiden Wochen hatte Arsenal zwei mögliche Titel verspielt: Im Finale des Ligapokals gegen Manchester City (0:2) und im Pokal-Viertelfinale beim FC Southampton (1:2). Es schmerzte besonders, war der Zweitligist doch als Glückslos angesehen worden.

"Das waren frustrierende Wochen", berichtete Havertz, "aber jetzt ist es an der Zeit, positiv zu sein, als Team zusammenzustehen und Spiele zu gewinnen."

Und: Pokale! "Es sind noch sieben Wochen zu spielen, und wir können große Titel gewinnen – genau das streben wir an."

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Havertz: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns"

In der Premier League ist Arsenal die Meisterschaft kaum zu entreißen, neun Punkte Vorsprung sind es auf Verfolger ManCity, der den Spitzenreiter allerdings am 19. April zu Hause erwartet. Nur vier Tage nach dem Rückspiel der Londoner gegen Sporting.

Auch deshalb war Havertz' präziser Linksschuss aus sieben Metern so wertvoll - "at the death", wie die Engländer sagen, in letzter Minute. "Kai liebt solche entscheidenden Momente", sagte Teammanager Mikel Arteta, Havertz fügte hinzu, für diese Sekunden sei "der Fußball geschaffen".

Dennoch bremste der 26-Jährige die gleich überschwappende Euphorie, viel mehr als eine erste Schmerzenslinderung sei es nicht gewesen: "Wir nehmen das Resultat mit. Aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns."

Für den ersten Henkelpott der Vereinsgeschichte.

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