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FC Bayern München: Blocksperre wegen Pyro-Vergehen - "Südkurve München" reagiert und fordert Verständnis
Aktualisiert:
von Julian Erbsran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:31 Min
Die UEFA hat dem FC Bayern München eine Blocksperre wegen Pyro-Vergehen in der "Königsklasse" auferlegt. Die Fanszene reagiert und verteidigt die Aktion.
von Julian Erbs
Der FC Bayern München wird im Champions-League-Heimspiel gegen den belgischen Klub Union Saint-Gilloise am 21. Januar nicht auf die vollständige Unterstützung seiner Fans zählen können.
Wie der deutsche Rekordmeister mitteilte, werden die Sektoren 111 bis 114 aufgrund wiederholten Einsatzes von Pyrotechnik gesperrt. Diese Maßnahme wurde von der UEFA-Disziplinarkommission beschlossen, die den Rekordmeister zudem mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegte.
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Auslöser der Sanktionen war eine umfangreiche Pyroshow, die Teile der Münchner Fanszene beim Champions-League-Heimspiel am 9. Dezember gegen Sporting Lissabon inszenierten. Bereits im März 2025 hatten Bayern-Anhänger beim Königsklassen-Duell gegen Bayer Leverkusen in erheblichem Umfang Pyrotechnik eingesetzt und dafür eine Bewährungsstrafe erhalten.
FC Bayern München: Südkurve München verteidigt Pyro-Einsatz nach Blocksperre
Die aktive Fanszene "Südkurve München" reagierte am Sonntag in einem Statement auf die Blocksperre.
"Die Bilder der Pyroshow in der Südkurve beim Heimspiel gegen Sporting Lissabon sind um die Fußballwelt gegangen und haben im Stadion und im Nachgang viel Applaus bekommen. Für uns und viele andere ist Pyrotechnik ein wichtiges Element von Fankultur, das besondere Momente und Atmosphäre schafft", erklärte die Fanszene.
Man sei sich der möglichen Konsequenzen und Auswirkungen der Pyro-Aktion in der "Königsklasse" im Vorfeld bewusst gewesen: "Die Aktion hatte diesmal primär den Zweck, uns nicht der von der UEFA gegen den FC Bayern verhängten Bewährungsstrafe zu beugen, auch wenn dafür Konsequenzen drohen. Wir wussten und wissen, dass diese Konsequenzen viele Bayernfans treffen, die keine Verantwortung für unsere Aktion tragen und vielleicht sogar eine andere Meinung dazu haben."
FC Bayern München: Südkurve will sich UEFA-"Regime" nicht beugen
Die Südkurve München positionierte sich mit ihrem Schreiben eindeutig gegen Kollektivstrafen: "Aus unserer Sicht sind sie weder legitim noch geeignet, Verhalten zu erzwingen, egal von welchem Verband oder welcher Institution auch immer. Entsprechend ist es für uns nur konsequent, uns einem solchem Regime nicht zu beugen."
Abschließend fordern sie Verständnis für ihr Handeln: "Wir hoffen auf das Verständnis von Euch, den Fans, die wie wir jetzt bei dem Spiel gegen Union Saint-Gilloise aus unserer gemeinsamen Kurve ausgesperrt sind. Egal wie Ihr Pyrotechnik im Stadion seht, wir dürfen uns nicht durch Kollektivstrafen auseinanderbringen lassen."
Und weiter: "Heute trifft sie uns wegen Pyrotechnik, morgen wegen kritischen Spruchbändern. Zusammen haben wir viel erreicht. Unser Zusammenhalt ermöglicht die Atmosphäre bei unseren Spielen, die Choreografien, die sozialen Aktionen oder Feiern – und eben auch eine starke Stimme für die Rechte von uns Fans."
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