Champions League
FC Bayern München schlägt Real Madrid: Spektakuläres Fehlerfestival zeigt die Schwachstellen des FCB auf - Ein Kommentar
Aktualisiert:
von Martin Volkmarran Fußball
FC Bayern: Heftige Vorwürfe! Stanisic attackiert Rüdiger
Videoclip • 04:52 Min
Auch wenn der Schiedsrichter der schlechteste Mann auf dem Platz war, ist Real Madrid zu Recht gegen Bayern München ausgeschieden. Bis zum Titel ist es aber noch ein steiniger Weg. Ein Kommentar.
Aus der Allianz Arena berichtet Martin Volkmar
"Fußball ist ein Fehlerspiel", hat Florian Wirtz kürzlich nach Nico Schlotterbecks Patzern vor zwei Gegentoren beim 4:3-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz gesagt.
Zweieinhalb Wochen später wurde diese Fußballweisheit eindrucksvoll im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Bayern München und Real Madrid bestätigt.
FC Bayern vs. Real Madrid: Die Noten zum CL-Kracher
Und das nicht nur, weil die Partie ebenfalls 4:3 ausging und ein Führungsspieler vor zwei Gegentoren schlecht aussah - in diesem Fall der nach dem 2:1 im Hinspiel noch so überschwänglich gefeierte Manuel Neuer.
Der Blackout des Keepers schon nach 30 Sekunden, aus dem die Real-Führung resultierte, war der Startschuss für eine Partie wie eine Achterbahnfahrt.
Bis zur letzten Sekunde der Nachspielzeit, als Michael Olise der umjubelte Siegtreffer gelang, ging es rauf und runter. Es war ein atemberaubendes Spektakel, das lange in Erinnerung bleiben wird – auch und gerade wegen der vielen Fehler.
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FC Bayern: Manuel Neuer nicht der Schlechteste auf dem Platz
Der schwächste Mann auf dem Platz war dabei nicht Manuel Neuer, der in der zweiten Halbzeit mit zwei Glanzparaden ein Ausscheiden verhinderte, sondern der Schiedsrichter.
Der Slowene Slavko Vincic zeigte sich mehrfach nicht auf der Höhe, unter anderem bei der gelb-roten Karte gegen Eduardo Camavinga kurz vor Schluss, bei der er ganz offensichtlich vergessen hatte, dass der Madrider schon verwarnt war.
Real Madrid ist zu Recht ausgeschieden
Dennoch war der Platzverweis nicht der entscheidende Grund für den bitteren K.o. des spanischen Rekordmeisters, auch wenn Real diese Verschwörungstheorie danach nicht zum ersten Mal befeuerte, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
"Es ist erbärmlich und so unpassend, wenn Madrid - ein legendärer Verein - sich wie ein kleines Kind aufführt und die Opferrolle spielt", kommentierte der "Guardian" völlig zu Recht.
Denn der Champions-League-Rekordsieger ist verdient ausgeschieden, war in beiden Begegnungen gegen Bayern das schwächere Team, weil es in allen Bereichen des Millionen-Kaders in dieser fast sicher titellosen Saison nicht stimmt.
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FC Bayern hat Defizite auf allerhöchstem Niveau
Nach 14 Jahren ohne Erfolg gegen die "Königlichen" war diesmal das Momentum für die Münchner gekommen, endlich die schwarze Serie zu beenden. Dass die Mannschaft von Vincent Kompany trotz ihrer Überlegenheit aber bis zum Schluss zittern musste, zeigte die Schwachstellen auf.
Die Defensive ist gegen absolute Topteams und gerade bei schnellen Gegenstößen immer für Gegentore gut, weil einem der Stammkräfte regelmäßig ein Fehler unterläuft, so wie diesmal Neuer.
Zudem sind die Bayern auf allerhöchstem Niveau nicht effizient genug in der Offensive, sonst wäre Real schon nach dem Hinspiel geschlagen gewesen.
FC Bayern nun gegen PSG: Steiniger Weg bis zum Titel
Auch wenn die Münchner nach einer bislang überragenden Spielzeit und dem Prestigesieg gegen den langjährigen Angstgegner nun endgültig zu den Favoriten in der Königsklasse gehören: Bis zum siebten Gewinn des Henkelpotts ist es noch ein steiniger Weg.
Halbfinalgegner und Vorjahressieger Paris St. Germain scheint ähnlich wie im vergangenen Jahr rechtzeitig zum Endspurt in absoluter Topform und dürfte Aussetzer wie gegen Real noch unnachsichtiger bestrafen.
Es bleibt also noch mehr als genug Arbeit für den FCB bis zum Duell Ende April in Paris.






