Enzo Fernandez entschuldigt sich
Copa America: Rassismus-Eklat um Argentiniens Stars - Enzo Fernandez drohen Konsequenzen bei Chelsea
Aktualisiert:
von Chris LugertRECORD DATE NOT STATED Copa America USA 2024 Argentina vs Colombia - Final Rodrigo de Paul, Enzo Fernandez, Angel Di Maria, Lionel Messi, Julian Alvarez of Argentina during Final match between Argentina and Colombia as part of CONMEBOL Copa America USA 2024 at Hard Rock Stadium on July 14, 2024 in Miami Gardens, Florida, United States. MIAMI GARDENS FLORIDA UNITED STATES PUBLICATIONxNOTxINxMEXxCHNxRUS Copyright: xJosexLuisxMelgarejox 20240714202458_CA_2024_F_ARG_COL_ALVAREZ115
Bild: Agencia-MexSport
Nach dem Gewinn der Copa America stimmen die argentinischen Spieler bei der Titelfeier teils rassistische Gesänge gegen französische Spieler an. Inzwischen gibt es eine Entschuldigung, auch die FIFA ermittelt. Enzo Fernandez drohen Konsequenzen bei seinem Klub Chelsea
Die Spieler der argentinischen Nationalmannschaft haben ihren Titel bei der Copa America mit geschmacklosen und gar rassistischen Gesängen gegen Frankreich gefeiert - und damit eine Welle der Empörung losgetreten.
In einem Live-Video auf dem "Instagram"-Kanal von Chelsea-Profi Enzo Fernandez war zu hören, wie die Spieler nach dem Finalsieg gegen Kolumbien (1:0 nach Verlängerung) gegen französische Spieler afrikanischer Herkunft hetzten. Pikant: Argentinien hatte Frankreich im WM-Finale 2022 im Elfmeterschießen bezwungen.
In dem Lied hieß es unter anderem: "Sie spielen für Frankreich, aber ihre Eltern stammen aus Angola. Ihre Mutter kommt aus Kamerun, während Ihr Vater aus Nigeria stammt. Aber auf ihrem Ausweis steht französisch."
Fernandez' Klubkollege Wesley Fofana, der ebenfalls afrikanische Wurzeln hat, verurteilte die Gesänge scharf. "Fußball im Jahr 2024. Unverhohlener Rassismus", schrieb er auf "Instagram". Fernandez drohen nun Konsequenzen bei seinem Klub Chelsea. Wie die Londoner bekanntgaben, wurde gegen den Argentinier ein "internes Disziplinarverfahren" eingeleitet.
"Chelsea Football Club hält alle Formen diskriminierenden Verhaltens für völlig inakzeptabel. Wir sind stolz darauf, ein vielfältiger und inklusiver Verein zu sein, in dem sich Menschen aus allen Kulturen, Gemeinschaften und Identitäten willkommen fühlen", heißt es im Statement des Premier-League-Klubs.
Das Wichtigste in Kürze
Fernandez selbst entschuldigte sich inzwischen für die Gesänge. "Das Lied beinhaltet höchst anstößige Sprache und es gibt keine Entschuldigung dafür. Ich bin gegen jede Form von Diskriminierung", schrieb er auf "Instagram": "Dieses Video, dieser Moment, diese Worte spiegeln nicht meine Überzeugungen oder meinen Charakter wider. Es tut mir wirklich leid."
Frankreichs Verband kündigt Maßnahmen an
Auch der französische Verband FFF kündigte an, Maßnahmen ergreifen zu wollen.
"Angesichts der Schwere dieser schockierenden Äußerungen, die den Werten des Sports und den Menschenrechten widersprechen, hat der Präsident des FFF beschlossen, seinen argentinischen Amtskollegen und die FIFA direkt anzusprechen und eine Klage wegen beleidigender Äußerungen rassistischer und diskriminierender Art einzureichen", hieß es in einem Statement.
Frankreichs Verbandspräsident Philippe Diallo verurteilte "die inakzeptablen rassistischen und diskriminierenden Äußerungen gegen Spieler der französischen Nationalmannschaft aufs Schärfste". Sportministerin Amelie Oudea-Castera ergänzte auf "X": "Erbärmlich. Ein Verhalten, das umso inakzeptabler ist, weil es sich wiederholt." Zudem forderte sie die FIFA zum Handeln auf: "FIFA: eine Reaktion?"
Inzwischen hat der Weltverband reagiert und eine Untersuchung eingeleitet. "Die FIFA weiß von einem Video, das in den sozialen Medien kursiert, und der Vorfall wird untersucht", sagte ein Sprecher des Weltverbandes: "Die FIFA verurteilt jede Form von Diskriminierung durch Spieler, Fans und Offizielle."
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