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DFB-Pokal - DFB räumt Schiedsrichter-Fehler bei Stuttgart gegen Freiburg ein

Aktualisiert:

von SID/ran.de

ran Fußball

Netzreaktionen zum Stuttgart-Sieg: "Komplettes Spiel verpfiffen!"

Videoclip • 01:17 Min


Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem SC Freiburg bot alles. Am Ende waren die Breisgauer jedoch sauer auf Schiedsrichter Tobias Welz. Nun gab sogar der DFB zu, dass ein Fehler begangen wurde.

Deniz Undav hatte Mitleid mit dem SC Freiburg. Natürlich überwog beim Nationalstürmer des VfB Stuttgart die Freude über den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Doch ein aberkanntes Tor der Freiburger zu Beginn der Verlängerung beim 2:1 (1:1) im Halbfinale am Donnerstagabend irritierte selbst Undav als Profiteur.

"Das ist nie und nimmer ein Foul. Ich wäre als Stürmer ausgerastet", sagte Undav bei "Sky": "Glück für uns, Pech für Freiburg." Freiburgs Lucas Höler hatte kurz nach Beginn der Verlängerung zum vermeintlichen 2:1 getroffen.

Weil der Offensivspieler nach dem Zuspiel in seine Richtung angeblich zu sehr mit dem Körper gegen den fallenden VfB-Verteidiger Jeff Chabot arbeitete, pfiff Schiedsrichter Tobias Welz die Aktion ab. "Das darfst du nie und nimmer abpfeifen", konstatierte der Nationalspieler.

DFB räumt Fehler ein: Auf Fernsehbildern besser erkennbar

Am Tag nach dem Spiel räumte auch der DFB ein, dass die Entscheidung nicht korrekt war.

"In der Dynamik des Spiels hat der Schiedsrichter im Zweikampf zwischen Lucas Höler und Jeff Chabot einen regelwidrigen Armeinsatz von Höler wahrgenommen. Deshalb hat er auf Foulspiel entschieden und das Spiel unterbrochen", erklärte Marco Fritz (Leiter Regelauslegung und Evaluation in der DFB Schiri GmbH) auf Anfrage der dpa.

"Mit den Fernsehbildern wäre es jedoch deutlich besser gewesen, das Duell als robusten, aber regelkonformen Zweikampf zu bewerten, die Partie weiterlaufen zu lassen und das unmittelbar folgende Tor von Höler zu geben."

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DFB-Pokal: "So glasklar kann es nicht gewesen sein"

Der Ärger beim Sport-Club war groß. "Ich weiß nicht, warum man da abpfeifen muss. Das ist ein reguläres Tor", sagte Trainer Julian Schuster in der "ARD": "Entschuldigung, das ist kein Foul. Das tut weh."

Höler pflichtete dem Coach bei. "Das wegzupfeifen, ist eine Frechheit, das ist niemals ein Foul. Mit dem Schubser muss Chabot nicht zu Boden gehen", sagte er bei "Sky". Schiri Welz habe auf dem Platz von einer "glasklaren Entscheidung" gesprochen: "Jeder, der auf mich zugekommen ist, sagt, dass das kein Foul ist. So glasklar kann es nicht gewesen sein."

Auch Innenverteidiger Matthias Ginter kritisierte die Handhabung der Szene. "Es wird bei drei Meter Abseits weitergespielt, dann lass hier auch weiterspielen. Dann kannst du es danach immer noch zurücknehmen", sagte der 2014er-Weltmeister: "In der Szene abzupfeifen vor dem Abschluss, ist einfach nicht richtig. Es ist eine Fehlentscheidung."

Kapitän Christian Günter meinte: "Wenn das ein Foul ist, kann ich hier und heute meine Karriere beenden. Das ist wirklich gar nichts."

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