Nations League
DFB-Frauen vs. Spanien: "Hässliche Geste" - Spanien-Presse kritisiert Bundestrainer Christian Wück
Aktualisiert:
von ran.deran Fußball
DFB-Frauen - Fans wüten gegen Schiedsrichterin: "Vollkatastrophe"
Videoclip • 02:00 Min
Es ist der Aufreger kurz nach Ende des Final-Hinspiels der Nations League zwischen Deutschland und Spanien. Bundestrainer Wück erklärt den wenig freundlichen Handschlag mit der spanischen Trainerin.
Am Freitagabend verpasste die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen im Hinspiel des Nations-League-Finals beim 0:0 gegen Spanien eine bessere Ausgangsposition.
Nach der Partie in Kaiserslautern kam es zwischen Bundestrainer Christian Wück und der spanischen Trainerin Sonia Bermudez zu einem alles andere als freundlichen Handschlag.
Beide liefen bereits gestikulierend aufeinander zu. Zunächst war nur Bermudez im TV-Bild zu sehen, kurz darauf auch Wück mit erhobenem Zeigefinger. Mit wenig freundlicher Miene tauschten beide einige Worte aus, beim Handschlag drückte der Deutsche den Arm der Spanierin dann zur Seite weg.
Eine Szene, die auch in der spanischen Presse für Aufsehen sorgte, so schrieb unter anderem die "As" von einer "hässlichen Geste".
Im "ZDF"-Interview erklärte Wück im Anschluss die Hintergründe. "Ich habe mich über Kleinigkeiten geärgert", konstatierte der 52-Jährige.
DFB-Team vergab viele Chancen
"Wo gehakt wurde und es keine Gelbe Karte gab, obwohl es ein klares taktisches Foul war. Bei der Auswechslung will auf einmal die Auswechselspielerin übers halbe Feld laufen. Vielleicht ist es so im internationalen Fußball. Vielleicht machen wir es in Spanien dann genauso."
Diverse Mätzchen der spanischen Spielerinnen hatten Wück während der Partie verärgert, unter anderem das Zeitspiel.
Die DFB-Spielerinnen hatten indes eine Vielzahl guter Chancen ausgelassen, hatten aber auch Glück, als Esther Gonzalez nur den Pfosten traf.
Bermudez und Wück konnten sich beruhigen
Übrgiens: Die spanische Nationaltrainerin wollte die Szene mit Wück nicht allzu hoch hängen, war aber verwundert. "Ich wollte ihn wie üblich nach dem Spiel treffen, und Sie haben ihn gesehen, ich habe es nicht verstanden. Ich ging freundlich auf ihn zu, um ihn zu grüßen, und er reagierte so; mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen. Ich spreche lieber über Fußball", sagte sie.
Auch Wück beruhigte sich später: "Es war spontan, der Druck des Spiels, die Emotionen. Es gibt verschiedene Sichtweisen. Wenn sie mich zum Kaffee einladen würde, würde ich das Angebot annehmen."
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