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Nations League

DFB-Team - Gewinner und Verlierer unter Jürgen Klopp: Auch Deniz Undav und Joshua Kimmich gehören trotz Abwesenheit dazu

Aktualisiert:

von Von Martin Volkmar und Tobias Hlusiak

ran Fußball

Klopp vergisst DFB-Neuling Bescheid zu sagen: "Hast du Urlaub gebucht?"

Videoclip • 01:36 Min


Wer konnte sich im zweiten DFB-Kader von Jürgen Klopp gegen Serbien und in Griechenland für weitere Einsätze empfehlen und wer nicht? Das große ran-Zeugnis.

Vier Länderspiele in knapp zwei Wochen und nur ein Sieg:

Nach der XXL-Länderspielphase wird die erste Zwischenbilanz der deutschen Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gezogen.

Und nachdem ran bereits dessen erstes Aufgebot nach den Partien gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) bewertete, folgte nun die Analyse der DFB-Akteure bei den folgenden Begegnungen gegen Serbien (2:0) und in Griechenland (0:0).

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DFB-Team unter Jürgen Klopp: Die GEWINNER

Jonas Urbig

Obwohl er beim FC Bayern nach wie vor die klare Nummer zwei hinter Manuel Neuer ist, bestritt der 23-Jährige als einziger Keeper zwei Länderspiele - und überzeugte in beiden Partien mit seiner Präsenz und Sicherheit. Verhinderte zudem gegen Griechenland mit einer Glanzparade eine Niederlage.

Philipp Treu

Der vorher vielen unbekannte Freiburger stand als einziger aus Klopps 44-Mann-Kader gleich dreimal in der Startelf und bewies auf der rechten Abwehrseite, dass er perspektivisch die Lösung auf der bisherigen Problemposition sein kann. Dürfte daher vorerst gesetzt sein.

Waldemar Anton

Zwei überzeugende Auftritte als Abwehrchef, fast ohne Fehl und Tadel. Nachdem er seit zweieinhalb Jahren fast durchgängig nur als Backup beim DFB-Team dabei war, zeigte der BVB-Profi diesmal, dass man sich jederzeit auf ihn verlassen kann.

Malick Thiaw

An der Seite von Anton ebenfalls mit zwei starken Partien in der Innenverteidigung, in der er kaum einen Zweikampf verlor. Angesichts seines jungen Alters neben Yann-Aurel Bisseck der Verteidiger mit der größten Perspektive.

Aleksandar Pavlovic

Erfüllte die aus dem Verein ungewohnte Aufgabe als alleiniger Sechser mit Bravour. Im Vergleich zur verkorksten WM nicht wiederzuerkennen: Zweikampfstark, passsicher sowie läuferisch und kämpferisch überzeugend. Ein Fingerzeig auch für den FC Bayern?

Tom Bischof

Der U21-Kapitän nutzte die Beförderung mit einer überragenden Vorstellung beim "Heimspiel" gegen Serbien (ran-Note 1). Gegen Griechenland dann weniger auffällig, zeigte dennoch auf seiner Lieblingsposition, dass er beim DFB-Team und auch bei den Bayern mehr als nur ein Ergänzungsspieler sein kann.

Begeistert: Jürgen Klopp

Bild: picture-alliance/dpa/SID/Christian Charisius


Florian Wirtz

Nach dem schwachen Auftritt in der letzten halben Stunde zu Hause gegen Griechenland gab dem Liverpooler die Kapitänsbinde in den beiden folgenden Begegnungen merklich Auftrieb. Über weite Strecken Dreh- und Angelpunkt der Offensive, auch wenn beim Rückspiel in Griechenland der letzte Punch fehlte.

Mika Baur

Der Sohn des früheren Handball-Nationalspielers Michael Baur ist schon allein deshalb ein Gewinner, weil er gegen Serbien als 1000. Debütant in die DFB-Geschichte einging. Für ihn spricht zudem, dass Klopp ihn überhaupt bei Celtic Glasgow entdeckte und dann auch in Griechenland als Backup für Pavlovic ins Spiel brachte.

Derry Scherhant

Der Freiburger war in der zweiten Länderspielhälfte der einzige Außenspieler, der auf ganzer Linie überzeugen konnte. Traute sich was, zeigte seine Stärken im 1 gegen 1 und sorgte so immer wieder für Gefahr. Nur ein Tor fehlte zur Krönung.

Maximilian Mittelstädt

Der Stuttgarter agierte bei seinem Startelf-Einsatz gegen Serbien solide, gehört aber dennoch zu den Gewinnern. Schließlich war es für den EM-Teilnehmer ein mehr als erfreuliches Comeback, nachdem ihn Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann vor 13 Monaten aussortiert hatte.

Bambase Conte

Der Hoffenheimer scheint in der kurzen Zeit bei Klopp einen nachdrücklichen Eindruck hinterlassen zu haben. Blieb die gesamte Zeit über im Aufgebot, stand beim 0:1 gegen Griechenland sogar in der Startelf und wurde danach vom Bundestrainer zweimal als Nachrücker mit Spielminuten belohnt. Muss sich im Verein aber steigern, um weiter dabei zu sein.

Deniz Undav

Der Bundesliga-Torjäger wurde in Abwesenheit zum Gewinner, weil seine Konkurrenten in der Sturmspitze durch die Bank nicht überzeugen konnten. Deshalb gibt es für Klopp kaum Gründe, dem Stuttgarter im November nicht wieder eine Chance zu geben.

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VERLIERER

Finn Dahmen

Als einer von ganz wenigen Akteuren war der Augsburger die kompletten zwei Wochen bei der DFB-Auswahl dabei, kam aber nicht zum erhofften und von vielen spätestens in Griechenland erwarteten Debüt. Ein klarer Hinweis, dass er maximal die Nummer vier ist.

Noah Atubolu

Der Neu-Frankfurter rangiert im internen Torhüter-Ranking sogar noch hinter Dahmen und dürfte vorerst kaum realistische Aussichten auf sein baldiges erstes Länderspiel haben. Muss sich erstmal im neuen Klub beweisen.

Ridle Baku

Obwohl der Leipziger als zweiter Rechtsverteidiger neben Treu im Aufgebot stand, erhielt sein Kontrahent bei allen Partien den Vorzug und Baku blieb komplett draußen. Ein deutlicher Hinweis, dass er weiterhin maximal Herausforderer ist.

Finn Jeltsch

Der Youngster aus Stuttgart wird sich im Nachhinein nur noch bedingt über die erstmalige Berufung in die A-Mannschaft freuen, schließlich blieb er als einer von nur drei Feldspielern ohne jegliche Einsatzminute. Derzeit maximal Innenverteidiger Nr. 6.

Serge Gnabry

Der Routinier vom FC Bayern, der gegen die Niederlande mit seinem krassen Abspielfehler den Ausgleich eingeleitet hatte, konnte auch als Kapitän beim 2:0 gegen Serbien nicht überzeugen. Wurde zur Pause runtergenommen und danach entgegen der ursprünglichen Planung nach Hause geschickt.

Lennart Karl

Auch Gnabrys FCB-Teamkollegen fehlt nach langer Verletzung und wenig Spielpraxis noch die Topform. Kam nur in Griechenland zum Einsatz, wo ihm aber kaum etwas gelang und er ausgewechselt wurde.

Said El Mala

Der Kölner feierte zwar gegen Serbien endlich sein DFB-Debüt, den großen Erwartungen konnte er aber nicht gerecht werden. Zweimal eingewechselt, mit Ausnahme seiner ersten Szene beide Male enttäuschend.

Said El Mala in der Nations League in Griechenland

Bild: Kirchner-Media


Nick Woltemade

Der vor der Saison zu Juventus Turin gewechselte Mittelstürmer bleibt in einem Formloch. Gegen Serbien bemüht, vergab aber eine Riesenchance. Gegen Griechenland nach seiner Einwechslung unauffällig.

Jonathan Burkardt

Der Frankfurter kam immerhin zu zwei Kurzeinsätzen und in Griechenland durfte er von Beginn an ran. Pech, dass sein Treffer dort zurückgenommen wurde. Ansonsten allerdings trotz allem Engagement ebenso ungefährlich vor dem Tor wie seine Rivalen.

David Raum

Der Kapitän von RB Leipzig zeigte in Griechenland eine ordentliche Leistung. Zuvor jedoch musste der langjährige Nationalspieler seinen Kontrahenten Brown und Mittelstädt den Vortritt lassen, ist also von einem Stammplatz ein ganzes Stück entfernt.

Vitali Janelt

Auch der Brentford-Legionär dürfte sich seine erstmalige Nominierung anders vorgestellt haben, denn statt der von vielen erwarteten Chance von Beginn an im defensiven Mittelfeld kam er gerade mal auf drei Einsatzminuten. Auf seiner Position derzeit nur Nachrücker.

Yannick Engelhardt

Auch der Freiburger hatte vermutlich mehr erhofft, als in den kompletten zwei Wochen zwar dabei zu sein, aber dann nicht über die elf Minuten in der ersten Partie in den Niederlanden hinauszukommen. Das könnte auch an den Trainingseindrücken gelegen haben.

Felix Keidel

Für den Elversberger war schon die Nominierung eine große Überraschung, zu mehr reichte es aber nicht. Wurde gegen Serbien aus dem Kader gestrichen und saß dann in Griechenland 90 Minuten auf der Bank. Fraglich, ob er wiederkommen darf.

Joshua Kimmich

Der nominelle DFB-Spielführer wäre liebend gerne bis zum Ende beim Nationalteam geblieben, doch Klopp verzichtete bewusst auf ihn - und danach auch darauf, Kimmich einen Stammplatz zuzusichern. Entsprechend groß sind die Diskussionen spätestens nach Pavlovics überzeugenden Auftritten als alleiniger Sechser, ob die Mannschaft Kimmich in Zukunft überhaupt noch benötigt.

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